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Fragen zu Mitgliedschaft und Beiträgen (FAQs)

Ja. Solange ein handwerkliches Gewerbe ausgeübt wird (Anlage A, B1 oder B2), besteht eine Pflichtmitgliedschaft bei der Handwerkskammer. Diese endet mit Aufgabe des handwerklichen Gewerbes und dem schriftlichen Antrag auf Löschung bei der Handwerkskammer.

Ihre Aufgaben kann die Handwerkskammer nur dann optimal und im notwendigen Umfang erfüllen, wenn die Mitgliedsbetriebe ihren Solidarbeitrag leisten. Beispiele für diese Aufgaben sind die Abnahme von Prüfungen oder die vielfältigen Dienstleistungen bei der Beratung und der beruflichen Bildung sowie die Interessenvertretung in der Politik.

Die Handwerkskammer setzt sich gemeinsam mit den anderen Handwerksorganisationen bei der Politik dafür ein, dass die politischen Rahmenbedingungen für die Betriebe verbessert werden. Die Handwerkskammer ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Behörden bei der Förderung des Handwerks durch Anregungen, Vorschläge und die Erstellung von Gutachten zu unterstützen und regelmäßig Berichte über die Verhältnisse des Handwerks zu erstatten.

Weiterhin wirkt die Handwerkskammer an Gesetzesinitiativen mit, nimmt schriftlich und bei Anhörungen zu allen handwerksrelevanten Gesetzentwürfen Stellung. Sie macht eigene Vorschläge zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen, pflegt den Kontakt zu Parlamenten, Parteien und Behörden. Die Handwerkskammer führt Wirtschaftsbeobachtung durch und erstellt daraus Statistiken und Konjunkturberichte und führt eine umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Handwerk durch.





Um ihre Ausgaben zu decken, ist die Handwerkskammer befugt Beiträge zu erheben. Die Höhe der Beiträge wird durch die Vollversammlung in der Beitragsordnung festgesetzt. Das Recht zur Erhebung der Beiträge ergibt sich aus der Handwerksordnung (§ 113 HwO), der Beitragsordnung und dem jährlichen Beitragsbeschluss der Vollversammlung.

Beiträge sind Jahresbeiträge und werden vom 01.01. bis zum 31.12. eines Jahres festgesetzt.

Die Beitragspflicht beginnt in dem folgenden Monat nach der Eintragung.

Solange ein Betrieb in dem Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke, dem Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder dem Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen ist, ist der Betrieb beitragspflichtig. Wird die Eintragung im laufenden Jahr gelöscht, so endet auch die Beitragspflicht des Betriebs. Ein anteiliger Änderungsbescheid wird erlassen oder, falls bereits der Jahresbetrag entrichtet wurde, wird die Differenz erstattet.

Der Beitrag bemisst sich nach dem Bescheid des Finanzamts für den drei Jahre zurückliegenden Einkommenssteuerbescheid oder den Bescheid des einheitlichen Gewerbesteuermessbetrages (gemäß §§ 7, 10 a GewStG).

 Die einzelnen Beiträge finden Sie hier...

Die Beiträge werden zur Kostendeckung der Handwerkskammer erhoben. Unabhängig von der Größe, der Mitarbeiterzahl oder der Umsatzzahlen eines Betriebes ist jeder Betrieb zur Beitragsentrichtung verpflichtet.

Die Aufgaben der Handwerkskammer werden zu ca. einem Drittel aus Beiträgen finanziert. Die restlichen zwei Drittel werden von der Handwerkskammer selbst erwirtschaftet, zum Beispiel durch Gebühren oder durch Dienstleistungen und durch Zuschüsse von Bund und Land.

Die Beratungsangebote der Handwerkskammer sind für Mitglieder und Existenzgründer kostenlos. Für Bildungsangebote werden kostendeckende Gebühren erhoben.

Die Beitragspflicht eines Betriebs erlischt zum Schluss des Monats, in dem der Betrieb aus dem Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke, dem Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder dem Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe gelöscht wird.

Um die Löschung aus der Handwerksrolle zu beantragen, benötigt die Handwerkskammer eine Kopie der Gewerbeabmeldung und einen schriftlichen Löschungsantrag. Die ausgestellte Handwerks- bzw. Gewerbekarte ist zurückzugeben. Eine rückwirkende Löschung ist rechtlich nicht möglich.