Meisterbrief - Schmuckmeisterbrief der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-StadeMeisterfeier,
Bartel / Handwerkskammer

Fragen zur Meisterausbildung (FAQs)

Wer sich für eine Fortbildung zum Meister entscheidet, verbessert nicht nur seine eigene Leistungsfähigkeit und Fachkompetenz, sondert schafft sich auch vielfältige Karriereperspektiven im Handwerk. In einigen Berufen ist der Meisterbrief die Voraussetzung einen eigenen Betrieb führen zu dürfen.

Damit sich jeder umfassend auf die Meisterprüfung vorbereiten kann, bieten die Technologiezentren der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in zahlreichen Handwerksberufen Meistervorbereitungskurse an.

Mehr Infos gibt es hier...

Für die Meisterprüfung muss ein Gesellen- bzw. Facharbeiterabschluss nachgewiesen werden. In Ausnahmefällen ist auch eine Zulassung ohne Berufsabschlussprüfung oder mit weniger als drei Jahren praktischer Tätigkeit möglich. Aufgrund vorheriger Abschlüsse wie z. B. Meistertitel, Ingenieurstudium oder Technikerausbildung kann in Einzelfällen eine Befreiung von Fächern oder Teilen der Meisterprüfung erfolgen.

Ob ein Meistertitel oder eine vergleichbare Qualifikation für ein individuelles Gründungsvorhaben benötigt wird, hängt von dem geplanten Leistungsangebot ab. Bevor mit der Umsetzung der Geschäftsidee begonnen wird, sollte dies in jedem Fall durch Kontaktaufnahme mit der Handwerksrolle geklärt werden.

Die handwerkliche Meisterprüfung ist ein staatlicher Nachweis über die Befähigung, einen Handwerksbetrieb selbstständig zu führen und die Lehrlinge ordnungsgemäß auszubilden, sowie für das Vorhandensein der notwendigen fachlichen, betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen, rechtlichen und berufserzieherischen Kenntnisse.

Die Meisterprüfung besteht aus den vier folgenden Prüfungsteilen:

Teil I:     Praktischer Teil (Meisterprüfungsprojekt und Situationsaufgabe)
Teil II:    Fachtheoretischer Teil
Teil III:  Betriebswirtschaftlicher, kaufmännischer und rechtlicher Teil
Teil IV:  Berufs- und arbeitspädagogischer Teil

Alle Prüfungsteile sind rechtlich selbstständig und können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Wir empfehlen Ihnen die Teile III und IV vor den Teilen I und II abzulegen.

Ja.

Prüfungsteilnehmer, die bereits den Geprüften Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der HWO absolviert haben, werden vom Teil III befreit.

Wer die Ausbildereignungsprüfung nachweist, wird vom Teil IV der Meisterprüfung befreit.

Weitere Befreiungen sind als Einzelfallentscheidung möglich. Hierzu benötigen wir die erforderlichen Unterlagen und auf jeden Fall einen Rahmenlehrplan und gegebenenfalls die Prüfungsordnung  der absolvierten Prüfung.

Zulassungspflichtige Berufe:

  • Augenoptiker
  • Bäcker
  • Dachdecker
  • Elektrotechniker
  • Feinwerkmechaniker
  • Friseur
  • Informationstechniker
  • Installateur- und Heizungsbauer
  • Karosserie- und Fahrzeugbauer
  • Klempner
  • Kraftfahrzeugtechniker
  • Landmaschinenmechaniker
  • Maler und Lackierer
  • Maurer- und Betonbauer
  • Metallbauer
  • Müller
  • Steinmetz- und Steinbildhauer
  • Tischler
  • Zimmerer
  • Zweiradmechaniker

Zulassungsfreie Berufe:

  • Bestatter/in
  • Fliesen-, Platten-, und Mosaikleger/in

Die Anmeldung muss schriftlich bei der Handwerkskammer erfolgen.

  Hier finden Sie den Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung

Bitte füllen Sie diesen aus und reichen ihn mit den erforderlichen Unterlagen ein:

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Geschäftsstelle der Prüfungsausschüsse
Friedenstraße 6
21335 Lüneburg

oder

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Geschäftsstelle der Prüfungsausschüsse
Burgplatz 2 + 2a
38100 Braunschweig

Zur Anmeldung benötigen Sie:

  • Kopie der Geburtsurkunde oder Kopie vom Personalausweis
  • Gesellenprüfungs- oder Abschluss- bzw. Facharbeiterprüfungszeugnis in beglaubigter Form
  • Falls die Meisterprüfung in einem anderen Handwerk als die Gesellenprüfung abgelegt werden soll, benötigen wir eine detaillierte Arbeitsbescheinigung über 2 Jahre Gesellentätigkeit
  • Eventuell  Zeugnis über abgelegte Meister-/Technikerprüfungen beziehungsweise sonstige anrechenbare Prüfungen in beglaubigter Form (z. B. Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung, Ausbildereignungsprüfung)
  • Eventuell Freigabe einer anderen Handwerkskammer, falls dort bereits eine Zulassung erfolgt ist, beziehungsweise die Teile I und II der Meisterprüfung abgelegt werden

Die aktuelle Höhe der Prüfungsgebühren für Teil I finden Sie hier und für die Teile II bis IV hier .

Starthilfe durch Aufstiegs-BAföG

Die Meisterausbildung ist immer eine lohnenswerte Investition in die eigene Zukunft. Wem es am nötigen Geld dafür mangelt, der kann Aufstiegs-BAföG (früher: Meister-BAföG) beantragen.

Informationen und Anträge für das Aufstiegs-BAföG erhalten Sie unter www.aufstiegs-bafoeg.de

Für die Teilnehmer von Meisterkursen und ähnlichen Aufstiegsfortbildungen gibt es das sogenannte "Aufstiegs-BAföG" (früher: "Meister-BAföG“). Es wird durch das  Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) geregelt und von Bund und Ländern gemeinsam getragen.

Ziel der Förderung ist es, junge Handwerker bei qualifizierten Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen und für eine Existenzgründung zu begeistern. Wer durch das Aufstiegs-BAföG gefördert werden kann, hängt von bestimmten qualitativen Attributen ab. Wichtige Voraussetzung ist, dass der der Kurs mindestens 400 Unterrichtseinheiten (UE) umfasst.

Informationen und Anträge für das Aufstiegs-BAföG erhalten Sie unter www.aufstiegs-bafoeg.de

Grundsätzlich gilt: Der Antrag muss immer vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme gestellt werden!

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an folgende Mitarbeiter der Handwerkskammer:

Standort Braunschweig

Standort Lüneburg

NN

Standort Stade

Anke Ott

Tel. 04141 6062-40
Fax 04141 6062-91
ott--at--hwk-bls.de



Laut Meisterprüfungsverfahrensverordnung (MPVerfVO) können die einzelnen, nicht bestandenen Teile der Meisterprüfung, dreimal wiederholt werden.

Der Prüfling kann auf Antrag von bestandenen Handlungsfeldern befreit werden. Eine Befreiung ist allerdings nur möglich, wenn sich der Prüfling innerhalb von drei Jahren nach Zugang des Nichtbestandenenbescheids zur Wiederholungsprüfung anmeldet. Die jeweilige Gebühr richtet sich nach der Höhe der Meisterprüfungsgebühr.

Ist die Meisterprüfung auch nach dem vierten Versuch nicht bestanden, kann die Meisterprüfung in diesem Handwerk nicht mehr abgelegt werden.

Am letzten Prüfungstag aller vier Prüfungsteile bekommt der Prüfling ein Meisterprüfungszeugnis mit Noten ausgehändigt sowie einen Meisterbrief im DinA4-Format.

Für die Meisterprüfungsabsolventen eines Jahres (gerechnet vom 01.01. bis 31.12.) der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, findet einmal jährlich eine große  Meisterfeier in Braunschweig statt. Hier bekommt jeder Jungmeister im Rahmen der Ehrung einen Schmuckmeisterbrief ausgehändigt.

Zweitschriften können kostenpflichtig bestellt werden.

Hier finden Sie den Antrag auf Zustellung einer Zweitschrift (Meisterprüfung)

Den Antrag reichen Sie hier ein:

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Geschäftsstelle der Prüfungsausschüsse
Friedenstraße 6
21335 Lüneburg

oder

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Geschäftsstelle der Prüfungsausschüsse
Burgplatz 2+2a
38100 Braunschweig