Förderung

Für die berufliche Weiterbildung gibt es verschiedene Förderprogramme. Hier erhalten Sie einen ersten Überblick über die Programme. Unsere Weiterbildungsberater sind Ihnen gerne dabei behilflich, ein geeignetes Förderprogramm für Ihre Weiterbildung zu finden und unterstützen Sie bei der Beantragung.

Aufstiegs-BAföG (ehemals "Meister-BAföG")

Teilnehmer an Meistervorbereitungslehrgängen können nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Eine Förderung ist für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (bis zu 15.000 Euro), das Meisterstück (bis zu 2.000 Euro) sowie für den Unterhalt möglich.

Förderfähig sind Vollzeit- und Duallehrgänge mit mindestens 400 Unterrichtsstunden. Die Förderhöchstdauer beträgt für Vollzeitlehrgänge 24 Monate, für Duallehrgänge 48 Monate. 40 Prozent des gesamten Maßnahme Beitrags werden als rückzahlungsfreier Zuschuss gewährt. 60 Prozent als zinsgünstiges Darlehen. Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 40 Prozent auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen gewährt.

Gründet oder übernimmt der Darlehensnehmer innerhalb von drei Jahren nach erfolgreicher Beendigung des Lehrgangs ein Unternehmen, können bis zu 66 Prozent des auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens erlassen werden.

Der einkommensabhängige Beitrag zum Unterhalt bei Vollzeitfortbildungen wird zu 50 Prozent bezuschusst.

Anträge sind bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) zu stellen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht.

Weiterbildungsstipendium

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Menschen nach dem besonders erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung bei der weiteren beruflichen Qualifizierung. Das Stipendium fördert fachliche Lehrgänge, zum Beispiel zum Techniker, zum Handwerksmeister oder zum Fachwirt, aber auch fachübergreifende Weiterbildungen, zum Beispiel EDV-Kurse oder Intensivsprachkurse. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein berufsbegleitendes Studium gefördert werden.



 

Christine Kallenberg

Tel. 04131 712-121
Fax 04131 712-217
kallenberg--at--hwk-bls.de


Voraussetzungen

Um als Stipendiat in das Programm aufgenommen zu werden, müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Berufsabschlussprüfung im Durchschnitt mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote mindestens 1,9)
  • Erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen praktischen Leistungswettbewerb (1. bis 3. Platz auf Landesebene)
  • Auf begründeten Vorschlag eines Betriebs oder der Berufsschule hin.

Anstragssteller dürfen zum Aufnahmezeitpunkt das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Durch Anrechnungszeiten (z.B. Mutterschutz, Elternzeit, freiwilliger Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst) kann eine Aufnahme auch nach dem 25. Lebensjahr erfolgen. Die Anrechnungsfähigkeit dieser Zeiten wird auf höchstens drei Jahre begrenzt. Hochschulabsolventinnen/Hochschulabsolventen können nach den Richtlinien nicht gefördert werden.


Wie hoch sind die Zuschüsse?

Stipendiaten können Zuschüsse von bis zu 2.400 Euro jährlich (insgesamt maximal 7.200 Euro) für die Finanzierung ihrer Weiterbildungsaktivitäten erhalten.


Was wird gefördert?

Zu den förderfähigen Berufsaktivitäten gehören:

  • Teilnahme an anspruchvollen Maßnahmen zum Erwerb beruflicher Qualifikationen
  • Vorbereitung auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung
  • Teilnahme an anspruchsvollen Bildungsmaßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen oder der Persönlichkeitsbildung dienen
  • Berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung und Berufstätigkeit der Stipendiatin/des Stipendiaten fachlich/inhaltlich aufbauen.

Es können Prüfungsgebühren, Maßnahmekosten, Fahrtkosten, Aufenthaltskosten und Arbeitsmittel gefördert werden. 


Wie lange wird gefördert?

Der Förderzeitraum beläuft sich auf das Aufnahmejahr und zwei weitere Kalenderjahre und kann in Ausnahmefällen um höchstens drei Jahr verlängert werden.



Fördergelder für Arbeitgeber

Weiterbildung in Niedersachsen (WiN)

Die EU und das Land Niedersachsen fördern mit diesem Programm die Weiterbildung von Beschäftigten und von Betriebsinhaber/innen von Unternehmen in Niedersachsen unter 50 Beschäftigten – ausgenommen Freiberufler.

Dabei werden Weiterbildungen, die sich auf der Vermittlung von beruflicher Fachkompetenz, Sozial- und Führungskompetenz oder Methodenkompetenz beziehen und allgemein am Arbeitsmarkt verwertbare Qualifikationen vermitteln, werden bezuschusst. Die Fördersumme muss mindestens 1.000 Euro betragen.  Für freigestellte Mitarbeiter/innen beträgt der Zuschuss bis zu 90 Prozent der Lehrgangsgebühren, für Betriebsinhaber/innen und nicht freigestellte Mitarbeiter/innen werden die Lehrgangsgebühren mit bis zu 50 Prozent bezuschusst. 

Anträge sind bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) zu stellen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht.

Bitte beachten Sie, dass die Antraggsstellung so früh wie möglich, mindest aber vier Wochen vor Beginn der Maßnahme erfolgen muss. Bei Antragstellung darf noch keine verbindliche Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt sein.

Wie sieht es in anderen Bundesländern aus?

Neben Niedersachsen bieten viele weitere Bundesländer Förderprogramme an. Einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Programme gibt die Förderdatenbank des Bundes.

Bildungsprämie

Mit der Bildungsprämie wird die berufliche Weiterbildung vom Staat gefördert. Die Bildungsprämie besteht aus dem Prämiengutschein und dem Weiterbildungssparen. Der Prämiengutschein kann bis zu 500 Euro wert sein. Mit dem Weiterbildungssparen haben Sie die Möglichkeit, die Arbeitnehmersparzulage für Ihre Weiterbildung zu nutzen.

Ein individuelles Beratungsgespräch in einer Förderberatungsstelle ist Voraussetzung, um einen sogenannten Prämiengutschein zu erhalten. Dort werden die persönlichen Voraussetzungen, das genaue Weiterbildungsziel und die Anforderungen an die Weiterbildung besprochen.

Bildungsgutschein für Arbeitssuchende

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit bieten wir verschiedene Maßnahmen an. Diese Maßnahmen können unter anderem von Betrieben, die für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet haben, genutzt werden. Termine können nach Bedarf vereinbart werden. Arbeitssuchende, die sich beruflich weiterqualifizieren möchten, können für Weiterbildungen einen Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit erhalten.
 
Folgende Bildungsmaßnahmen sind zurzeit nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert:

LehrgangStunden Ort
Gasschweißen Blech- und Rohrschweißen
Internationaler Schweißer - DVS Richtlinie 1111
 
360Braunschweig und Stade
Lichtbogenhandschweißen Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen
Internationaler Schweißer DVS Richtlinie 1111
600Braunschweig und Stade
 
Metallschutzgasschweißen Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen
Internationaler Schweißer - DVS Richtlinie 1111
560Braunschweig und Stade
 

Wolframinertgasschweißen Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen
Internationaler Schweißer - DVS Richtlinie 1111 in den Werkstoffgruppen allgemeiner Baustahl, Edelstahl, Aluminium

480Braunschweig und Stade
 

 

Sylvia Peter

Tel. 0531 1201-423
Fax 0531 1201-555
peter--at--hwk-bls.de

Aufstiegsstipendium

Das Aufstiegsstipendium unterstützt Berufserfahrene bei der Durchführung eines ersten akademischen Hochschulstudiums.