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Überbrückungshilfe IV

Anträge können ab sofort gestellt werden. Unternehmen, die wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können auch antragsberechtigt sein.

Die Überbrückungshilfe III Plus wird als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Die Förderbedingungen wurden weitestgehend vom Vorprogramm, das zum Jahresende 2021 auslief, übernommen. Entsprechend sind alle Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm ist ebenfalls über die sogenannten prüfenden Dritten, zum Beispiel Steuerberaterinnen und -berater, über das Corona-Portal des Bundes zu beantragen. Wie bisher können Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat gezahlt werden. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

Auch Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet zunächst vom 1. bis 31. Januar 2022 Überbrückungshilfe IV beantragen.

Die wichtigsten Neuerungen


Großzügigere Regelung des Eigenkapitalzuschlags

Alle Unternehmen, die im Dezember und Januar im Durchschnitt einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschlag von 30 Prozent der erstatteten Fixkosten in jedem Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind.

Unternehmen, die von den Absagen der Advents- und Weihnachtsmärkte betroffen waren und im Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen hatten, erhalten einen Eigenkapitalzuschlag von 50 Prozent.


Anerkennung freiwilliger Schließungen

Auch im Januar 2022 können Umsatzeinbrüche infolge freiwilliger Schließungen als coronabedingt anerkannt werden, wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen oder vergleichbaren Maßnahmen die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist. Damit können diese Unternehmen bei Vorliegen eines Umsatzeinbruchs von mindestens 30 Prozent Überbrückungshilfe IV beantragen.


Förderung der Kontrollkosten zur Umsetzung von Zutrittsbeschränkungen

Durch die Umsetzung der Zutrittsbeschränkungen (z. B. 2G oder 2G plus) können den Unternehmen zusätzliche Sach- und Personalkosten entstehen. Diese können in der Überbrückungshilfe IV anerkannt werden.


Höchster Erstattungssatz beträgt 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten

Durch den Eigenkapitalzuschlag und die Personalkostenpauschale können Unternehmen Zuschläge von 20 bis 70 Prozent auf die Fixkostenerstattung erhalten.


Streichung der Zuschüsse zu Investitionen in bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Digitalisierung

Besondere Berücksichtigung der Advents- und Weihnachtsmärkte

Unternehmen, die von den Absagen dieser Märkte betroffen sind, erhalten einen höheren Eigenkapitalzuschlag (s.o.) und können ebenso, wie andere Veranstaltungsunternehmen Ausfall- und Vorbereitungskosten aus den Monaten September bis Dezember 2021 geltend machen und dürfen mehrere branchenspezifische Sonderregelungen kombinieren.



Neustarthilfe 2022

Soloselbständige, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren, können die Neustarthilfe beantragen.

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