Kinderbetreuung während der Arbeit
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Zusätzliche Kinderkrankentage

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld wird ausgeweitet: Neben zusätzlichen Tagen wird es auch für eine coronabedingte Betreuung gezahlt.

Gleichzeitig die Kinder betreuen und von zu Hause aus arbeiten bringt viele Familien an die Belastungsgrenze. Mit dem erweiterten Anspruch auf Kinderkrankengeld soll betroffenen Eltern die Betreuung ihrer Kinder zu Hause ohne große finanzielle Verluste ermöglicht werden: Wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil die Schule oder Kita geschlossen bzw. die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde, können Eltern Kinderkrankengeld beantragen . Das soll laut einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums auch für Eltern gelten, die im Homeoffice arbeiten könnten. Gleichzeitig wird der Anspruch auf Kinderkrangengeld erweitert werden. Demnach können gesetzlich versicherte Eltern zusätzlich zu den bisherigen zehn Kinderkrankengeldtagen weitere zehn Arbeitstage im Jahr 2021 zu Hause bleiben, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 45 Tage. Bei Alleinerziehenden erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Tage pro Kind und Elternteil,  bei mehreren Kindern liegt die Obergrenze bei 90 Tagen.

Diese geplante Regelung tritt rückwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft. Die Beantragung läuft über die jeweilige Krankenkasse, wobei die konkrete Umsetzung gerade noch in Abstimmung ist.

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kind gesetzlich versichert ist. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Für privat Krankenversicherte besteht – wie für alle betreuungspflichtigen Eltern – die Möglichkeit einer Entschädigung für Verdienstausfall nach § 56 Infektionsschutzgesetz: Für Eltern, die wegen der pandemiebedingten behördlichen Schließung von Kitas und Schulen ihr Kind selbst betreuen müssen und deswegen nicht arbeiten können, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen seit Ende März 2020 eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat (§ 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz). Damit wird erwerbstätigen Eltern - sowohl von Kita- als auch von Schulkindern bis 12 Jahren oder älteren Kindern mit Behinderung und Hilfebedürftigkeit - ein Sicherheitsnetz gegeben. Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens (max. 2.016 Euro/Monat) und gilt für insgesamt zehn Wochen je Elternteil, bei Alleinerziehenden 20 Wochen - dieser Zeitraum kann tageweise aufgeteilt werden. Diese Regelung gilt bis zum 31. März 2021. 

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