Kfz-Mechatroniker schraubt am Auto.
Marketing Handwerk GmbH

Hochkonjunktur im Handwerk hält an

Umfrage der Handwerkskammer bestätigt zunehmende Auslastung.

Der Boom im Handwerk der Region setzt sich unvermindert fort. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat in ihrer aktuellen Konjunkturumfrage unter ihren Mitgliedsbetrieben für das erste Quartal 2018 einen neuen Spitzenwert beim Geschäftsklima feststellen können. „Wir haben eine absolute Hochkonjunktur im Handwerk. Der Geschäftsklimaindex ist gegenüber dem Vorjahr erneut um einen Punkt gestiegen und liegt jetzt bei 142 Punkten“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Nochmals deutlich erhöht hat sich der Anteil der befragten Handwerksbetriebe, die ihre Geschäftslage als gut bewerten: Waren dies im Vorjahr bereits 50 Prozent, sind es nun sogar 58 Prozent. Weitere 32 Prozent sind zufrieden mit der Geschäftslage (Vorjahr: 40 Prozent). Zehn Prozent kommen zu einer schlechten Beurteilung der Geschäftslage.

Die Umsatz- und Beschäftigtenentwicklung im Handwerk verlief in den ersten drei Monaten leicht positiv, größere Zuwächse waren saisonbedingt nicht zu realisieren. Die Investitionen zogen hingegen spürbar an. Weiter gefüllt haben sich die Auftragsbücher der Betriebe: 34 Prozent der Befragten geben an, dass sich der Auftragsbestand erhöht hat. Nur 23 Prozent meldeten einen niedrigeren Bestand. Die Handwerksbetriebe sind zunehmend ausgelastet. „Der Anteil der Betriebe mit einer extremen Auslastung von über 100 Prozent hat sich auf 20 Prozent erhöht und damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt“, erläutert Sudmeyer. Kunden müssten sich weiterhin auf längere Wartezeiten einstellen. Viele Betriebe würden gern zusätzliches Personal einstellen, was aber immer schwieriger werde. Die Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer bestätigt das: 44 Prozent der befragten Handwerksbetriebe haben aktuell offene Stellen, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Gesucht werden vor allem gewerblich-technische Fachkräfte und Auszubildende.

Im Branchenvergleich an der Spitze ist weiterhin das Bauhauptgewerbe mit einem Geschäftsklimaindex von 149 Punkten. Es folgen das Ausbauhandwerk (145 Punkte) und das Gesundheitshandwerk (144 Punkte). Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf und im Kfz-Handwerk liegt der Geschäftsklimaindex jeweils bei 139 Punkten. Im Nahrungsmittelhandwerk werden 136 Punkte erreicht. Der niedrigste Wert ergibt sich mit 110 Punkten in den personenbezogenen Dienstleistungshandwerken.

Die Zukunftsaussichten für die Handwerkskonjunktur sind laut Kammerumfrage weiterhin gut. 42 Prozent der befragten Betriebe erwarten in den kommenden Monaten eine Verbesserung der Geschäftslage, nur sechs Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Konjunkturindikatoren wie künftige Umsatzentwicklung, Entwicklung der Auftragsbestände, Beschäftigtenentwicklung und Investitionstätigkeit zeigen allesamt deutlich nach oben.





Blick auf die Handwerkskonjunktur in den Regionen:

Braunschweig:

60 Prozandwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, weitere 28 Prozent als befriedigend. 42 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, fünf Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 142 Punkten auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Lüneburg:

56 Prozent der Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, weitere 36 Prozent als befriedigend. 42 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, fünf Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 142 Punkten um einen Punkt unter dem Vorjahreswert von 143 Punkten.

Stade:

59 Prozent der Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, weitere 32 Prozent als befriedigend. 43 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, neun Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 142 Punkten um zwei Punkte über dem Vorjahreswert von 140 Punkten.



Neue Berechnung des Geschäftsklimaindex

Der Geschäftsklimaindex im Handwerk wurde bundesweit angepasst, sodass die Umfrageergebnisse nun mit den Ergebnissen anderer Kammern direkt vergleichbar sind. In die Berechnung gehen sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen ein. Die Vergangenheitswerte wurden entsprechend umgerechnet.