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Handwerk leidet unter Corona-Krise

Handwerkskammer drängt auf Soforthilfe und unbürokratische Unterstützung für Betriebe

Die Corona-Krise erfasst das Handwerk immer stärker. „Für einige Handwerksbetriebe wird die Situation zunehmend kritisch. Kunden bleiben weg, Aufträge werden storniert, Mitarbeiter melden sich krank“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Viele Firmen seien existenziell gefährdet, weil Umsätze einbrechen und Lieferengpässe entstehen. Viele Betriebe wüssten außerdem nicht, ob sie arbeiten dürfen oder nicht. Andere müssten es, wie im Falle der Friseure, obwohl sie es zum Teil gar nicht wollten. Zudem gebe es große Beeinträchtigungen durch die angeordneten Ladenschließungen. „Wir reagieren auf diese Situation, indem wir unsere Kräfte darauf konzentrieren, unsere Mitgliedsbetriebe zu beraten und Ihnen Hilfe und Orientierung zu geben“, erklärt Sudmeyer. „Unser gesamtes Netzwerk ist jetzt auf die Beratung der Betriebe ausgerichtet.“ An allen Standorten laufe trotz der Schließung für den Publikumsverkehr die Betriebsberatung per Telefon oder online weiter. „Das Aufkommen wächst stündlich“, so Sudmeyer.

In dieser Phase der Krise komme es aber auch entscheidend auf Sofortmaßnahmen der Politik an. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade setzt sich daher gemeinsam mit ihrer Landesvertretung in Hannover und den Spitzenorganisationen des Handwerks an vielen Stellen dafür ein, dass das Handwerk in den Fokus der politischen Unterstützung rückt. „Wir drängen auf eine schnelle und unbürokratische Unterstützung und Soforthilfe für Betriebe, die in Not geraten“, betont Sudmeyer. Das habe oberste Priorität. Gerade die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe seien eine Säule der deutschen Wirtschaft und hielten in dieser schwierigen Zeit das Leben in Deutschland am Laufen. „In dieser Ausnahmesituation dürfen unsere Betriebe nicht im Regen stehen gelassen werden,“ sagt Sudmeyer.

Der Kammerchef kündigte an, auch mit den regionalen Kreditinstituten reden zu wollen. „Die Banken sollten in diesen Tagen dem Handwerk zur Seite stehen, indem sie möglichst bürokratiearme Unterstützung bieten und die Absicherung der Bürgschaftsbanken rasch und zuverlässig an das Handwerk weitergeben“, hofft Sudmeyer. „Für den wirtschaftlichen Erfolg nach der Corona-Krise müssen jetzt die Weichen gestellt werden.“

Informationen und Hinweise für Handwerksbetriebe rund um das Thema Corona-Krise sowie zu unserem Beratungsangebot unter www.hwk-bls.de/corona.