Justiz, Recht, Gesetz, Verordnung
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Corona-Verordnung: Was gilt für das Handwerk?

Seit 10. Januar gilt die geänderte Fassung der Niedersächsischen Verordnung. Lehrgänge und Prüfungen der Handwerkskammer finden weiter statt.

Die auf Basis des Bund-Länder-Beschlusses vom 5. Januar 2021 aktualisierte Fassung der Niedersächsischen Corona-Verordnung ist am 10. Januar 2021 in Kraft getreten und gilt zunächst bis einschließlich 31. Januar 2021. Für das Handwerk haben sich durch die geänderte Verordnung keine Veränderungen ergeben. Die seit dem 16. Dezember 2020 geltenden Regelungen sind weiterhin in Kraft.

Betriebe der körpernahen Dienstleistungen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege müssen ab dem 16.12.2020 schließen; neben den Kosmetiksalons müssen nun auch Friseurbetriebe schließen. Ausnahmen davon gelten für Einrichtungen für medizinisch notwendige Behandlungen wie Praxen für Podologie oder Fußpflege, Betriebe des Orthopädieschuhmacher-Handwerks und des Handwerks der Orthopädietechnik.

Groß- und Einzelhandel

Der Einzelhandel muss schließen. Weiterhin geöffnet bleiben die Geschäfte für die Versorgung mit Lebensmitteln oder mit Gütern bzw. Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Dazu zählen unter anderem:

  • Lebensmittelhandel
  • Sanitätshäuser
  • Optiker*innen
  • Hörgeräteakustiker*innen
  • Kfz- oder Fahrrad-Werkstätten sowie Reparaturwerkstätten für Elektronikgeräte
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Fotoshops

Außerdem dürfen Großhandel und Baumärkte weiterhin für gewerbliche Kund*innen öffnen.

Die Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen gelten unverändert ebenso wie die Zutrittsbeschränkungen.

Lieferdienste oder kontaktlose Übergaben außerhalb der Geschäftsräume unter Einhaltung der Abstandsregeln sind möglich.

Gastronomie

Unverändert gilt, dass Restaurants und andere gastronomische Angebote wie Imbisse und Cafés schließen müssen. Der Außer-Haus-Verkauf ist ebenso wie Lieferangebote weiter zulässig.

Kantinen, die der Versorgung von Mitarbeitenden und Studierenden dienen, dürfen nur ein Speise- und Getränkeangebot zum Mitnehmen anbieten. Die Nutzung gemeinsamer Speiseräume und -säle ist nur in Ausnahmen möglich wie z.B. für Betriebskantinen von Unternehmen der Ernährungswirtschaft oder für Betriebskantinen, in denen aus hygienischen oder sonstigen zwingenden Gründen eine Nahrungsaufnahme am Arbeitsplatz nicht möglich ist.

Der Verzehr von im Rahmen des Außer-Haus-Verkaufs abgeholten Speisen in der Öffentlichkeit ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu den Betrieben untersagt.

Die Verordnung sieht neben der Verlängerung des Shutdowns vor allem Verschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen vor. Demnach dürfen sich künftig die Mitglieder eines Hausstands nur noch mit maximal einer weiteren Person eines anderen Hausstands treffen. Die Verschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen gelten aber nicht für den beruflichen Bereich, wenngleich auch hier die Kontakte auf ein notwendiges Minimum reduziert werden sollen. Die Corona-Hygieneregeln gelten unverändert weiter.

Die örtlich zuständigen Behörden können weitergehende Anordnungen treffen, soweit es im Interesse des Gesundheitsschutzes erforderlich ist. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz von 200 oder mehr Neuinfektionen je 100.000 Einwohner können die örtlich zuständigen Behörden eine Beschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnsitz erlassen. Diese Entscheidung ist den örtlich zuständigen Behörden überlassen.

Lehrgänge in den Technologiezentren/Prüfungen

Die Lehrgänge in den Technologiezentren der Handwerkskammer werden weiterhin an allen Standorten wie geplant unter Beachtung der geltenden Corona-Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt. Auch Prüfungen finden unter Einhaltung der entsprechenden Regelungen weiter statt.


Fragen?

Bei Fragen zur Corona-Verordnung stehen Ihnen unsere Berater*innen unterstützend zur Seite. Sie erreichen uns per Mail unter corona@hwk-bls.de oder telefonisch:

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