Das Team von Wichmann Hörgeräte und Brillen aus Peine
Wichmann Hörgeräte und Brillen

Vom Augenoptiker zum Gesundheitszentrum

Nils Pliefke hat den Augenoptikbetrieb seines Vaters zu einem Gesundheitszentrum für Sehen und Hören ausgebaut.

„Nur der Name erinnert noch an unsere Vorgänger“, erzählt Augenoptikermeister Nils Pliefke aus Peine. Im Januar hat er den Betrieb, der in diesem Jahr seit 125 Jahren besteht, von seinem Vater Detlef übernommen und ist seitdem alleiniger Inhaber von Wichmann Hörgeräte und Brillen.

Mit ihm hat sich einiges verändert: „In unserem Gesundheitszentrum setzen wir ein einzigartiges Konzept zum gesunden Sehen und Hören um“, erzählt er. „Uns interessiert, was im Auge passiert. Ungefähr zehn Jahre im Voraus sind Anomalien im Auge zu sehen, die später zu Krankheiten führen. Wenn man sie frühzeitig erkennt, kann man die Krankheiten umgehen“, erklärt er. Dazu gehörten zum Beispiel Netzhautablösung oder Makuladegeneration. Moderne Geräte zeigten, ob das Auge genug Nährstoffe bekomme. Auch Ablagerungen im Auge, die die Sehschärfe beeinträchtigen, könne man durch geeignete Therapien wieder entfernen. „Häufig spielt auch die Ernährung eine Rolle“, erklärt der Augen-Fachmann den ganzheitlichen Ansatz.

Nils Pliefke ist nicht nur Augenoptikermeister, sondern auch Hörakustikermeister. Für die Kunden des Gesundheitszentrums wird daher auch Gesundheitsvorsorge für die Ohren angeboten. „Das Ohr ist mit dem Gehirn vernetzt. Wenn das Ohr nicht funktioniert, kann auch das Gehirn nicht richtig arbeiten“, sagt Pliefke. Im Gesundheitszentrum gebe es verschiedene Simulationsmöglichkeiten für Alltagsgeräusche, mit denen sich das Hörgerät für jeden Kunden richtig einstellen lasse. Die Augen- und Ohrenvorsorge komme bei den Kunden gut an. Interessant sei für sie auch die offene Werkstatt. „Jeder kann uns bei der Arbeit zuschauen. Wenn man sieht, wie etwas gemacht wird, schafft das Vertrauen in die Qualität unserer Arbeit.“

Für die Mitarbeitenden war die Umstellung vom Augenoptikbetrieb zum Gesundheitszentrum eine Herausforderung. „Das ganzheitliche Gesundheitssehen ist komplex. Alle wurden komplett neu geschult.“ Dazu kam ein Umzug aus der Peiner Innenstadt in größere Räumlichkeiten in der Celler Straße. „Unsere Mitarbeitenden und die beiden Auszubildenden sind ein tolles Team. Das ist ganz wichtig. Auch beim Umstellen auf das Gesundheitszentrum haben alle toll mitgemacht“, freut sich der Chef.

Augenoptikermeister Nils Pliefke berät einen Kunden
Wichmann Hörgeräte und Brillen

Die Ausbildung zum Augenoptiker hat Nils Pliefke bei seinem Vater gemacht. Nach Stationen in anderen Betrieben und der Meisterausbildung stieg er im väterlichen Betrieb mit ein. Vater Detlef Pliefke hat seine Ausbildung noch bei der Familie des Firmengründers von Brillen Wichmann absolviert, dann aber ebenfalls in anderen Betrieben gearbeitet. 2002 ist er schließlich zurückgekommen, um den Betrieb von Ellen Wichmann, der Tochter von Firmengründer Adolf Wichmann, zu übernehmen.

Mit dem Eintritt seines Sohnes hat sich Detlef Pliefke nach und nach aus dem laufenden Geschäft zurückgezogen. „Er hat mich beraten und betreut nun noch seine Stammkunden.“ Nils Pliefke ist unverändert auf der Suche nach neuen Herausforderungen. An den Augenoptikermeister schloss er daher noch die Ausbildung zum Hörakustiker samt Meistertitel an. „Ich habe gemerkt, dass das noch nicht alles ist. Darum habe ich mit meinem Vater überlegt, was man aus seinem Betrieb machen kann, und er hat mich machen lassen.“ So feiert das Traditionsunternehmen Wichmann nun als Gesundheitszentrum sein 125-jähriges Bestehen.

www.brillenwichmann.de

Augenoptikermeister Nils Pliefke erklärt einer Kundin das menschliche Auge.
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Ehrungen & Urkunden

Ihr Betrieb feiert Jubiläum? Stellen Sie einen Antrag bei 25, 40, 50 oder 75 Jubeljahren auf eine Urkunde. Ab 100-jährigem Jubiläum oder einem Meisterjubiläum von 50 oder 60 Jahren möchte die Handwerkskammer darüber hinaus einen Artikel in Form eines Porträts im Norddeutschen Handwerk veröffentlichen, aber auch digital auf Homepage oder in Social-Media-Kanälen der Handwerkskammer berichten.

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Urkundenübersicht und Formular