Symbolfoto Ausbildung
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Teilzeitausbildung

Seit Jahresbeginn auch ohne besonderen Grund möglich.

Wer den betrieblichen Teil seiner Ausbildung in Teilzeit absolvieren möchte, musste bislang einen besonderen Grund wie Kinderbetreuung oder Pflege eines Angehörigen nachweisen. Das ist seit 1. Januar nicht mehr erforderlich. Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zum Jahresbeginn steht die Teilzeitausbildung allen offen. Einzige Voraussetzung: Auszubildende und Betrieb müssen sich einig sein. Beide Parteien können eine Verkürzung um bis zu 50 Prozent der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit vereinbaren. Dabei verlängert sich im Gegenzug die Ausbildungsdauer um die gekürzte Zeit. Die Ausbildungsvergütung vermindert sich entsprechend der tatsächlichen wöchentlichen Ausbildungszeit.

Wenn also zum Beispiel  Auszubildender und Betrieb eine Verkürzung von 40 Stunden auf 32 Stunden pro Woche, also 20 Prozent weniger, vereinbaren, dann verlängert sich die Ausbildungsdauer um jene 20 Prozent von 36 auf 43,2 Monate. Da angefangene Monate abgerundet werden, sind im Ausbildungsvertrag 43 Monate einzutragen. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend gekürzt, also ebenfalls um 20 Prozent.

Durch die Erweiterung der Möglichkeiten für eine Teilzeitausbildung sieht auch der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Detlef Bade, Vorteile für Ausbildungsplatzsuchende und Betriebe: "Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen Situation eine Vollzeitausbildung für sich ausgeschlossen haben, erhalten nun die Chance, sich zu bewerben. Für Betriebe erweitert sich damit das Potenzial an Bewerbern." Informationen zur Teilzeitausbildung gibt die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer unter der Email-Adresse  Ausbildungsberater@hwk-bls.de.