Bei der Elektro-Rosin GmbH aus Uelzen wird Familienfreundlichkeit gelebt. Hierfür bekam er den FaMi-Award 2015.
Hans Jürgen Wege

Flexible Arbeitszeitmodelle sind Trumpf

Bei der Elektro-Rosin GmbH aus Uelzen wird Familienfreundlichkeit gelebt. Für sein Engagement ist der Betrieb mit dem FaMi-Award ausgezeichnet worden.

Wenn die Tagesmutter von Tina Sarmann mal ausfällt, kann sie ihren zweijährigen Sohn mit in den Betrieb nehmen. Für ihren Chef Christoph Rosin ist das selbstverständlich. Als Vater einer kleinen Tochter weiß der Geschäftsführer der Elektro-Rosin GmbH selbst, wie schwierig der Spagat zwischen Arbeit und Familie sein kann. Zur Firmenphilosophie gehört für ihn ein offenes und faires Miteinander. Sein Motto: „Lösungen finden sich immer.“ Denn zufriedene Kundinnen und Kunden gebe es nur mit glücklichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben der Notfallbetreuung gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit zu den familienfreundlichen Angeboten, die der Handwerksbetrieb aus Uelzen seinen mehr als 50 Angestellten ermöglicht. „Wir bemühen uns, auf jeden Mitarbeitenden individuell einzugehen und die familiäre Situation mit der Arbeitszeit in Einklang zu bringen“, bekräftigt Elektroinstallateurmeister Rosin. Tina Sarmann zum Beispiel ist nach der Elternzeit in Teilzeit an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die gelernte Industriekauffrau – bei Elektro Rosin zuständig für den Bereich Personalwesen – hält ihrem Arbeitgeber seit mehr als zehn Jahren die Treue. „Wir sind ein super Team – es macht Spaß, hier zu arbeiten“, bekräftigt die 33-Jährige. Vor rund drei Jahren hat Elektro-Rosin ein besonderes Bonbon eingeführt: Die Betreuung von Kindern der Mitarbeitenden wird mit Zuschüssen von bis zu 300 € pro Monat unterstützt.

Für das Gesamtpaket an famlienfreundlichen Maßnahmen ist das Unternehmen mit dem FaMi-Award 2015 – Kategorie 20 bis 100 Beschäftigte – in Lüneburg ausgezeichnet worden. Bei der Preisübergabe betonte Heidi Kluth, Vizepräsidentinder Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade: „Die Situation im Handwerk hat sich mit der neuen Generation komplett gewandelt. Junge Väter bringen sich heute viel stärker in das Familienleben ein. Und haben daher auch mehr Verständnis für Mitarbeitende, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen.“

Und welche Bedeutung hat der FaMi-Award für den Betrieb? „Wir sind stolz auf die Auszeichnung“, sagt Tina Sarmann, die sich um die Bewerbung gekümmert hat. Das Siegel sei aber auch Ansporn für einen stetigen Verbesserungsprozess. Im Rahmen des Qualitätsmanagements will Elektro-Rosin die Familienfreundlichkeit weiter ausbauen. Unter anderem seien Langzeitarbeitskonten geplant, um Mitarbeiter*innen längere Auszeiten zu ermöglichen. Auch das Thema „Freistellung bei der Angehörigenpflege“ soll künftig stärker berücksichtigt werden.

Tina Sarmann und Christoph Rosin freuen sich über die Auszeichnung.
Friedrichs / Handwerkskammer

FaMi-Siegel

Aktuelle Studien belegen: Für Arbeitnehmer*innen spielt das Thema „Familienfreundlichkeit“ bei der Arbeitgeberwahl eine wichtige Rolle. Familienfreundlichen Betrieben fällt es leichter, Mitarbeiter*innen zu finden und zu binden. Durch die Auszeichnung mit dem FaMi-Siegel zeigen Unternehmen, dass sie ihren Angestellten gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten. Darüber hinaus steigern sie ihre Arbeitgeberattraktivität und verbessern die Chancen im Wettbewerb um die besten Fachkräfte.



Christina Völkers, Abteilungsleiterin Koordinierungsstelle zur Frauenförderung Handwerkskammer

Christina Völkers

Abteilungsleiterin Koordinierungsstelle zur Frauenförderung

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