Handwerkskammer setzt Video-Reihe mit Stimmen aus der Praxis zur Kommunalwahl 2026 fortKommunalwahl 2026: Sanitär-, Heizungs- und Klimabetrieb aus Stade fordert klare Aufgabenverteilung

Carsten Mühlenkamp aus Stade macht deutlich, dass Handwerksbetriebe auf faire Wettbewerbsbedingungen angewiesen sind.

Kugeler, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

Mit einer Video-Reihe mit Stimmen aus der Praxis zur Kommunalwahl 2026 zeigt die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, wie kommunale Entscheidungen den Alltag von Handwerksbetrieben beeinflussen. Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kammerbezirk schildern darin ihre Erfahrungen und formulieren ihre Erwartungen an die Kommunalpolitik.

Im vierten Video-Statement kommt Carsten Mühlenkamp, Geschäftsführer der Mühlenkamp GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus Stade, zu Wort. Er macht deutlich, dass Handwerksbetriebe auf faire Wettbewerbsbedingungen angewiesen sind. Aus seiner Sicht sollten sich Kommunen auf ihre hoheitlichen Aufgaben konzentrieren und keine Leistungen anbieten, die von qualifizierten Handwerksbetrieben vor Ort erbracht werden können. „Uns gehen dadurch Kundenkontakte und Aufträge verloren. Wir wünschen uns daher eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“, sagt Mühlenkamp.

Mit den Video-Statements veranschaulicht die Handwerkskammer die zentralen Forderungen ihres von der Vollversammlung beschlossenen Positionspapiers zur Kommunalwahl 2026. Das Handwerk setzt sich darin für eine klare Aufgabenteilung zwischen Kommunen und Privatwirtschaft ein. Gefordert werden unter anderem ein partnerschaftliches Miteinander kommunaler Unternehmen und des Handwerks, die Vermeidung von Konkurrenz kommunaler Betriebe zur Privatwirtschaft, die Einhaltung der bewährten Arbeitsteilung zwischen Versorgern und Handwerk sowie der Verzicht auf die Ausweitung kommunaler Dienstleistungen in privatwirtschaftliche Märkte.

„Unser Positionspapier beschreibt die politischen Erwartungen des Handwerks. Die Video-Reihe zeigt, warum diese Forderungen wichtig sind. Hinter jeder einzelnen Forderung stehen nämlich konkrete Erfahrungen aus den Betrieben“, sagt Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. „Das Handwerk braucht faire Wettbewerbsbedingungen. Kommunale Unternehmen erfüllen wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge. Gleichzeitig müssen privatwirtschaftliche Märkte dort erhalten bleiben, wo leistungsfähige Handwerksbetriebe die erforderlichen Dienstleistungen zuverlässig erbringen. Nur ein partnerschaftliches Miteinander stärkt die regionale Wirtschaft und sichert die Vielfalt des Handwerks vor Ort.“

Das vierte Video-Statement erscheint am (morgigen) Mittwoch auf den Instagram- und Facebook-Kanälen der Handwerkskammer. Außerdem ist es auf dem YouTube-Kanal sowie auf der Internetseite der Handwerkskammer abrufbar. Bis zur Kommunalwahl werden weitere Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kammerbezirk ihre Erwartungen an die Kommunalpolitik schildern.

Weitere Informationen sowie das Positionspapier zur Kommunalwahl 2026 gibt es unter: www.hwk-bls.de/kommunalwahlen-2026.



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