Einweihung Werkstattzentrum 3
Handwerkskammer investiert in moderne Ausbildung
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat am Donnerstag (04.06.2026) in Lüneburg nach etwas mehr als zweijähriger Bauzeit das neue Werkstattzentrum der Handwerkskammer für die überbetriebliche Ausbildung (ÜLU) im Kfz-Bereich und für Fahrzeuglackierer eingeweiht. „Das neue Werkstattzentrum ist ein weiterer Schritt, die Bedeutung der dualen beruflichen Bildung sichtbar zu machen. Wenn wir die Gleichwertigkeit tatsächlich leben wollen, braucht es genau solche Investitionen in die Infrastruktur der beruflichen Bildung.“ sagte Prien. Auch Kammerpräsident Detlef Bade begrüßte den Neubau: „Wir haben mit unseren Investitionen in die Zukunft der beruflichen Bildung die Weichen frühzeitig richtig gestellt. Denn gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat unseres regionalen Handwerks.“ Die Handwerkskammer biete nun Werkstätten und Einrichtungen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befänden.
Mit dem Werkstattzentrum 3 ist am Technologiezentrum (TZH) der Handwerkskammer in Lüneburg ein zukunftsfähiger Bildungsstandort mit über 2.000 Quadratmetern Schulungsfläche, sieben modernen Werkstätten, theoretischen Lerninseln und Unterrichtsräumen entstanden. Die ursprünglichen Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Der Bund förderte den Neubau mit 11,2 Millionen Euro (60 Prozent des Fördervorhabens), das Land Niedersachsen beteiligte sich mit etwa 3,7 Millionen Euro (20 Prozent). Die Handwerkskammer trägt mit rund 10,1 Millionen Euro die verbleibenden Ausgaben. „Ohne diese Förderung wäre die Realisierung des Baus nicht möglich gewesen“, betonte Bade und bedankte sich bei den Vertretern von Bund und Land.
Der Neubau wurde notwendig aufgrund der begrenzten Kapazitäten und mittlerweile unzureichenden technischen Ausstattung der bisherigen Werkstätten. Neben sechs Kfz-Werkstätten umfasst er einen mehr als 650 Quadratmeter großen Bereich für Fahrzeuglackiererinnen und -lackierer mit zwei modernen Lackierkabinen, einer Trocknungskabine sowie Neben- und Lagerräumen. Außerdem wurden Unterrichtsräume integriert, um handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen. „Damit schaffen wir eine leistungsfähige Ausbildungsinfrastruktur, die unseren Auszubildenden die besten Bedingungen für ihre berufliche Zukunft bietet“, erklärte der Kammerpräsident. Ziel sei es, dem technologischen Wandel im Handwerk gerecht zu werden und sicherzustellen, dass auch künftige Generationen von Fachkräften praxisnah, technisch zeitgemäß und zukunftsorientiert am Standort Lüneburg ausgebildet werden können. Insgesamt sollen dort mehr als 2500 Teilnehmende jährlich im Rahmen der ÜLU ausgebildet werden. „Davon profitiert nicht nur das Handwerk, sondern auch die Stadt Lüneburg und die ganze Region“, so Bade.