100 Jahre Bade Dächer
Handwerkskammer

100 Jahre Bade Dächer"Ausbildung ist die beste Personalquelle"

Man muss sich immer wieder wandeln, um am Markt zu bleiben“, sagt Hermann Bade. Der Dachdecker- und Klempnermeister ist Geschäftsführer von Bade Dächer aus Bad Bevensen. Dieses Erfolgsrezept hat dazu geführt, dass der Betrieb in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden ist und weiter optimistisch in die Zukunft schaut.

Der Familienbetrieb wurde am 19. April 1922 von Dachdeckermeister Hermann Bade gegründet. Mit dem Fahrrad und einem Rucksack voller Werkzeug war Bade von Visselhövede nach Bevensen geradelt, weil er erfahren hatte, dass dort ein zuverlässiger Dachdecker fehlt. Also gründete er dort sein Bedachungs-Geschäft und warb mit sauberer, handwerklich guter Arbeit. „Diesen Anspruch haben wir natürlich auch heute noch“, sagt der aktuelle Geschäftsführer. „Aber heute verkaufen wir fertige Leistungen nach den Wünschen unserer Kunden, sauber geplant und möglichst aus einer Hand.“ Dazu hat der Betrieb heute ein breites Portfolio: Von klassischen Ziegeln über Schiefer, Kupfer, Zink und Aluminium bietet er auch Holzbau oder Abdichtungen mit verschiedenen Stoffen.

100 Jahre Bade Dächer
Bade Dächer
Henrik Bade auf einem Metalldach

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Denkmalschutz. „Wir sanieren viele Kirchendächer. Es macht Freude, Altes zu bewahren“, sagt Henrik Bade. Er ist die vierte Generation im Familienbetrieb. Seine Ausbildung absolvierte er in Ingolstadt, arbeitete vier Jahre in der Schweiz und ist nach seiner Meisterprüfung zum Klempnermeister im vergangenen Jahr nun wieder in Bad Bevensen zu Hause. „Wir arbeiten mit neuer Technik und computergesteuerten Maschinen. Dadurch können wir sehr präzise sein. Aber die Arbeit auf dem Dach selbst muss immer noch mit Hand, Werkzeug und Augenmaß ausgeführt werden. Am Ende sehe ich, was ich geschafft habe. Das macht mich stolz.“

Für Aufträge im Denkmalschutz brauche man Erfahrung, sagt Hermann Bade. „Bei jedem Projekt sammelt man weitere Erfahrungen dazu. Denn gerade bei alten Gebäuden gibt es keine fertige Gebrauchsanleitung und man lernt viel durch Ausprobieren.“ Damit dieses Wissen im Betrieb bleibt und weiterwächst, schicke er immer ältere und jüngere Mitarbeitende gemeinsam los. „Das Wissen muss von einem Mitarbeitenden zum nächsten weitergegeben werden.“ Um die Mitarbeitenden zu motivieren, versucht er, alle Projekte frühzeitig zu planen. „Die Identifikation mit dem zugeteilten Projekt steigt dadurch. Das brauchen wir, um gut zu sein“, sagt Bade.

Die Zukunft von Bade Dächer ist durch den Einstieg von Henrik Bade in den Familienbetrieb gesichert; Vater und Sohn haben viele Ideen, wie das Unternehmen fortgeführt werden kann. Unter anderem sind sie der Kooperation ‚100 Top Dachdecker‘ beigetreten. „Die Kooperation ist Netzwerk, Wissensaustausch und Qualitätsmanagement. Wir bekommen dadurch wichtige Impulse“, erklärt Hermann Bade. Auch zum Thema Personalsuche. „Es ist sehr schwer, neue Mitarbeitende zu finden“, sagt der Handwerker. „Unsere beste Personalquelle ist und bleibt daher die Ausbildung.“ Auf Berufsfindungstagen in Schulen sei der Betrieb deshalb immer zu finden. Einen besonderen Mehrwert bietet die Firma ihren Auszubildenden: „Wenn es passt, schicken wir unsere Auszubildenden über die Mobilitätsberatung der Handwerkskammer nach Norwegen, damit sie dort Erfahrungen sammeln können. Was sie an Wissen von dort mitbringen, tut unserem ganzen Betrieb gut,“ sagt Hermann Bade.

 www.bade-daecher.de