Vom Meister- zum Aufstiegs-BAföG


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Zum 1.08.2016 treten zahlreiche Änderungen in Kraft (30.06.2016).
Wenn die dritte Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) zum 1. August diesen Jahres in Kraft tritt, ergeben sich umfassende Verbesserungen. Neben einer Umbenennung von „Meister-BAföG“ in das „Aufstiegs-BAföG“ dürfen sich AFBG-Geförderte über höhere Bedarfssätze, Zuschussanteile und Freibeträge freuen.

Darüber hinaus ergeben sich strukturelle Verbesserungen des AFBG mit dem insbesondere die Familienfreundlichkeit des AFBG erhöht und Bürokratie abgebaut wird.

 
Das AFBG im Überblick

Mit dem AFBG werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung – etwa zum Meister, Techniker oder Fachwirt – altersunabhängig finanziell unterstützt. Sie erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einen einkommensabhängigen Beitrag zum Lebensunterhalt. Dabei erfolgt die Förderung teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

 
Leistungsverbesserungen im Überblick
 
  • Der Basisunterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen steigt von 645 Euro auf 708 Euro; der Zuschussanteil hierauf nach Abzug des Pauschbetrages steigt von 44 Prozent auf 50 Prozent.
  • Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag werden für den Teilnehmer von 52 Euro auf 60 Euro, für den Ehepartner von 215 Euro auf 235 Euro und für Kinder von 210 Euro auf 235 Euro erhöht. Für den Kindererhöhungsbetrag steigt der Zuschussanteil von 50 Prozent auf 55 Prozent. Für die weiteren Erhöhungsbeträge wird erstmals ein Zuschussanteil (von 50 Prozent) eingeführt.
  • Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangskosten) steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Der Zuschussanteil hierauf wird von 30,5 Prozent auf 40 Prozent erhöht.
  • Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 113 auf 130 Euro erhöht.
  • Mit einem „Attraktivitätspaket Meisterstück“ werden die Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt bis zu 2000 Euro gefördert (bisher 1.534 Euro) und ein Zuschussanteil (von 40 Prozent) erstmals eingeführt.
  • Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung wird von 25 auf 40 Prozent erhöht.
  • Der Basisvermögensfreibetrag wird von 35.800 Euro auf 45.000 Euro erhöht; die Erhöhungsbeträge hierauf für den Ehepartner und je Kind von 1.800 Euro auf 2.100 Euro.
  • Die Einkommensfreibeträge im AFBG sind bereits mit dem 25. BAföGÄndG für den Teilnehmer von 255 Euro auf 290 Euro, für den Ehepartner von 535 Euro auf 570 Euro und je Kind von 485 Euro auf 520 Euro erhöht worden.
 
AFBG beantragen

Das AFBG wird bei den AFBG-Förderämtern der Länder beantragt.
 
  • Eine Liste der zuständigen Förderämter finden Sie hier.
  • Antragsformulare finden Sie hier.

Mit der Bewilligung haben Sie Anspruch auf Abschluss eines Darlehensvertrages mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), 53170 Bonn, von der Sie den Darlehensanteil erhalten. Das Darlehen ist während der Dauer der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit – insgesamt maximal bis zu sechs Jahre – zins- und tilgungsfrei.

 
Weiterführende Informationen

Weitere umfassende Informationen zu den Förderungsvoraussetzungen, zur Förderungshöhe und den Neuerungen finden Sie unter:

www.meister-bafoeg.info