Junge Flüchtlinge starten Ausbildung im Handwerk


Die erfolgreichen Absolventen der Integrationsmaßnahmen zusammen mit Eckhard Sudmeyer (4.v.r.), Inge Schlote (2.v.r.) und weiteren Projektpartnern.

© Versec / Handwerkskammer

Handwerkskammer hilft zwölf Projekteilnehmern beim Berufsstart mit den Projekten PerjuF-H und BOF in Stade (31.07.2017).
Durch die Flüchtlingsmaßnahmen der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade haben zwölf junge Flüchtlinge den Start in das Berufsleben geschafft. Sie haben die berufsvorbereitenden Maßnahmen „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk“ (PerjuF-H) und „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ (BOF) erfolgreich abgeschlossen und beginnen nun eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung im Handwerk.
 
Im Rahmen der Integrationsmaßnahmen der Handwerkskammer wurden die Teilnehmer in den vergangenen acht Monaten an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt, um nach erfolgreichem Abschluss des Projekts in den Arbeitsalltag starten zu können. „Das Engagement der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit Stade zur Integration von Flüchtlingen hat sich bewährt“, sagt Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. „Dass alle Teilnehmer des Projekts den Einstieg in das Berufsleben geschafft haben, ist ein wichtiger Schritt auch für die Fachkräftesicherung in unserem Land.“
 
Die Integrationsmaßnahmen wurden in drei Phasen durchlaufen: In der Einstiegsphase wurden zunächst die persönlichen und beruflichen Kompetenzen sowie das Sprachniveau festgestellt. In der zweiten Phase erprobten sich die Teilnehmer im Technologiezentrum der Handwerkskammer in Stade in den Berufsbereichen Metall, Elektro, Holz und Farbe. In der dritten Phase wurden die Flüchtlinge schließlich in ein vierwöchiges Praktikum vermittelt, um einen ersten Einblick in den Arbeitsalltag in Deutschland zu gewinnen. „Für mich war es die perfekte Vorbereitung auf die deutsche Arbeitswelt“, sagt Mir Zafar Iqbal Nabizada, Flüchtling aus Afghanistan. Der 28-Jährige beginnt im August eine Ausbildung zum Elektroniker bei CS-Elektrotechnik GmbH in Buxtehude.
 
Inge Schlote, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Stade, betont: „Die Arbeitgeber dürfen motivierte Auszubildende erwarten, die neben ersten berufsspezifischen Kenntnissen mit den Verhaltensregeln in einem deutschen Ausbildungsbetrieb vertraut sind und über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.“ Das gemeinsame Integrationsprojekt werde laut Michael Binder, Abteilungsleiter Integrationsförderung der Handwerkskammer, weitergeführt. „Die Maßnahmen wurden bereits ein weiteres Mal gestartet“, erklärt er. Das Konzept zur Integration von Geflüchteten sei erfolgreich und eine große Chance für das Handwerk, sagt Binder.
 
Die Maßnahmen PerjuF-H und BOF sind Bestandteile der bundesweiten Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“. Zudem sind sie Kompetenzfeststellungsmaßnahmen im „Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ (IHAFA) der niedersächsischen Handwerkskammern in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen und dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Die Maßnahmen werden durch die Agentur für Arbeit Stade (PerjuF-H) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BOF), das Projekt IHAFA durch das Land Niedersachsen finanziert.

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BU: Die erfolgreichen Absolventen der Integrationsmaßnahmen zusammen mit Eckhard Sudmeyer (4.v.r.), Inge Schlote (2.v.r.) und weiteren Projektpartnern.

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BU: Mir Zafar Iqbal Nabizada, angehender Elektrotechniker aus Afghanistan, im Technologiezentrum der Handwerkskammer.