Außenwirtschaft

Keine Angst vor Auslandsaufträgen

Überblick


© Sandor Jackal - Fotolia.com

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Was gibt es zu beachten, wenn ich als Handwerksunternehmer außerhalb von Deutschland aktiv werden will? Bei uns erhalten Sie die für Ihr Auslandsgeschäft notwendigen Informationen - individuell und kostenlos!

Die Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer hilft beim Weg ins Ausland und berät Unternehmen, die international Geschäfte machen wollen.

Sie bietet unter anderem:
 
  • Auslandsadressen für Export- oder Importgeschäfte
  • Informationen zu Besonderheiten bei Auslandsaktivitäten
  • Tipps zur Finanzierung und Kreditsicherung bei Auslandsgeschäften
  • Informationsveranstaltungen
  • aktuelle Informationen und Unternehmerreisen in die EU-Mitgliedstaaten
  • Kalkulationstipps

Matthias Reichert

Telefon 04141 6062-13
Fax 04141 6062-90

Aktuelles


Aktuelles

Autohandel - Abholung von Fahrzeugen in Österreich

© arthurdent - Fotolia.com

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Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die neuen Entsenderegelungen in Österreich hinweisen. Autohäuser, die Fahrzeuge in Österreich kaufen und diese mit eigenem Fahrzeug in Österreich abholen, müssen ihren ArbeitnehmerInnen (Fahrer) in Österreich anmelden bzw. entsenden.

Die Finanzpolizei in Österreich wird auch 2017 Kontrollen durchführen und nicht angemeldete Arbeitnehmer/innen bzw. deren Unternehmen mit Bußgeldern belegen. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei unserem Außenwirtschaftsberater.
 

Veranstaltungen und Unternehmerreisen


Aus der Praxis


Von den Erfahrungen anderer lernen

Was es alles für Möglichkeiten gibt, als Handwerksunternehmen Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland aufzubauen, zeigen Beispiele von Betrieben, die bereits im Ausland aktiv sind oder waren: Wie zum Beispiel die Großfeld Lüftungstechnik aus Lüneburg.
 
Handwerksmeister Tim Großfeld. © Handwerkskammer

Handwerksmeister Tim Großfeld. © Handwerkskammer

Ein Auslandsauftrag sollte gründlich kalkuliert und vorausschauend geplant werden. Diese Erfahrung hat die Großfeld Lüftungstechnik aus Lüneburg gemacht.


Mehr als 800 Kilometer trennen den Firmensitz der Technische Isolierungen und Feinblechbau Großfeld GmbH & Co. KG von Itingen im Kanton Basel. In das schweizerische Dorf haben vier Monteure des Handwerksbetriebs aus Lüneburg für gut zwei Wochen ihren Arbeitsplatz verlegt. "Im Auftrag eines Hamburger Trocknungsspezialisten haben wir eine gewerbliche Lüftungsanlage installiert", sagt Tim Großfeld, der das Projekt koordiniert hat. Die Herausforderung: "Die Produkte, die dort hergestellt werden, erfordern eine extrem trockene Umgebungsluft. Deshalb musste das Kanalsystem absolut dicht sein", erläutert Großfeld, der bei seinem Onkel, Dipl.-Ing. Axel Großfeld, als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister angestellt ist. Wenn dieser sich in einigen Jahren aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zurückzieht, wird sein Neffe das Familienunternehmen weiterführen. Normalerweise ist der auf die Bereiche Lüftungs- und Klimatechnik, Feinblechverarbeitung und technischen Schallschutz spezialisierte Betrieb im norddeutschen Raum tätig. "Einsätze außerhalb der EU waren Neuland für uns", bestätigt Tim Großfeld. "Um optimal vorbereitet zu sein, haben wir uns Unterstützung von der Handwerkskammer geholt." Besonders hilfreich seien die Tipps zur Berechnung der Mindestlöhne gewesen, die in der Schweiz deutlich höher ausfallen als hierzulande. "Wer sich hier nicht auskennt, ist bei der Auftragskalkulation auf verlorenem Posten", gibt er offen zu.

"Damit Betriebe gut gerüstet für Baustellenkontrollen sind, empfehle ich das Mitführen von Mappen", sagt Außenwirtschaftsberater Matthias Reichert. "Diese sollten Papiere wie Entsendebescheinigung, Bestätigung der Entsendemeldung, Kopie des gültigen Arbeitsvertrags, Auftragsbestätigung, Stundenzettel und Handwerkskarte enthalten." Und tatsächlich: Auch bei den Monteuren aus Lüneburg ließ eine Vorort-Überprüfung nicht lange auf sich warten: Aufgrund der vorbildlich gestalteten Mappen für die Mitarbeiter gab es jedoch keinerlei Beanstandungen. Und der Einsatz selbst? "Zu 90 Prozent hat alles geklappt", resümiert Großfeld. Weil ein Fenster im Bauplan falsch eingezeichnet war, habe man nachträglich Material mit einem Kurier aus Deutschland kommen lassen müssen. "Alles halb so wild", sagt der 29-Jährige, der von dem Hamburger Auftraggeber bereits ein weiteres Projekt auf dem Tisch liegen hat - allerdings nicht in der Schweiz, sondern in Schwerin.


(Text: Kirsten Friedrichs, Norddeutsches Handwerk 26.05.2016)

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