Flüchtlinge & Asylbewerber im Handwerk

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© Bolhuis / Handwerkskammer

Das Handwerk bietet Flüchtlingen und Asylbewerbern eine attraktive Chance. Viele der geflüchteten Menschen bringen Talente und eine hohe Motivation mit und können nach entsprechender Qualifizierung einen Teil der Fachkräfte von morgen bilden.


Über die grundsätzlichen Möglichkeiten der Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylbewerbern im Handwerk sowie die Unterstützungsangebote der Handwerkskammer können Sie sich hier informieren. Für Fragen und Beratung in Ihrem individuellen Fall stehen unsere Ansprechpartner zur Verfügung.

Unser Angebot


Für Betriebe, Flüchtlinge und Asylbewerber

Willkommenslotsen

Betrieben, die einen Geflüchteten aufnehmen wollen, stehen die Willkommenslotsen der Handwerkskammer zur Seite – ganz gleich, ob es dabei um ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung (EQ), eine Ausbildung oder den direkten Einstieg in eine Beschäftigung geht. Sie erhalten bei uns:
 
  • Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterstützung bei verwaltungstechnischen Abläufen (z.B. Aufenthaltsstatus, Arbeitserlaubnis, Umgang mit Behörden)
  • Unterstützung bei der Besetzung offener Praktikums- und Ausbildungsplätze mit geeigneten Geflüchteten
  • Hilfestellung bei der Integration der Geflüchteten in Ihrem Betrieb
  • Kontaktvermittlung zu regionalen Institutionen, Ämtern und Projekten
  • Beratung bei zusätzlichem Qualifikations- und Unterstützungsbedarf, z.B. zu Sprachförderung oder sozialpädagogischer Begleitung.


Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)

Das Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA) richtet sich an Geflüchtete, die den Willen haben, eine Ausbildung im Handwerk zu absolvieren. Es bietet neben einem Beratungsangebot zu ausbildungsrelevanten Themen auch die Möglichkeit, im Rahmen zweier Maßnahmen (PerjuF-H und BOF) verschiedene handwerkliche Berufe vorab praktisch zu erproben, um schließlich eine fundierte Berufswahlentscheidung treffen zu können. Ziel des Projektes ist es, seine Teilnehmer abschließend in eine handwerkliche Ausbildung zu vermitteln und diese noch mindestens ein halbes Jahr lang zu begleiten.
Flüchtlinge und Asylbewerber in eine Ausbildung im Handwerk zu vermitteln, ist Ziel des IHAFA-Projekts. Unser Video zeigt Ihnen, wie das Projekt aufgebaut ist und gibt Einblicke in den Ablauf.

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)

Bei dieser Maßnahme steht die berufliche Orientierung im Handwerk im Vordergrund. Die Teilnehmer werden an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt und können sich in verschiedenen Gewerken in unseren Technologiezentren in Braunschweig, Lüneburg oder Stade ausprobieren, bevor sie schließlich in betreuten Praktika erste Betriebskontakte knüpfen. Zudem finden berufliche Kenntnisvermittlung und Sprachunterricht statt. 
 

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Diese Maßnahme stellt eine vertiefende Berufsorientierung dar und schließt an die Maßnahme PerjuF-H an. Die Teilnehmer erhalten eine Vorbereitung auf den betrieblichen Alltag und können sich in bis zu drei verschiedenen Gewerken ausprobieren. Außerdem finden berufsbezogener Unterricht als auch Sprachunterricht statt. Auch in dieser Maßnahme werden Praktika durchgeführt und von uns begleitet.



Teilnahmevoraussetzungen (PerjuF-H und BOF)
  • Interesse am Handwerk
  • Nicht älter als  25 Jahre
  • Nicht mehr schulpflichtig
  • Sprachniveau mindestens A2

Handwerkliche Vokabeln


Handwerkliche Vokabeln

Vokabelheft für Flüchtlinge - Titelbild
Der Landesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk Niedersachsen und Bayern e.V. hat ein Bildwörterbuch für Flüchtlinge herausgebracht. Auf 56 Seiten sind rund 180 Begriffe aus elf verschiedenen Handwerksberufen in die Sprachen Englisch, Französisch, Polnisch, Arabisch und Farsi übersetzt. Ergänzt werden die Vokabeln mit entsprechenden Bildern.
Unterstützt wurde die Umsetzung von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, der Hanns-Seidel-Stiftung sowie der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Handwerk in Hannover.

Häufig gestellte Fragen


Häufig gestellte Fragen

Für Betriebe


Ich möchte gerne einen Flüchtling in meinem Betrieb aufnehmen. Welche Möglichkeiten gibt es und was muss ich dabei beachten?
Grundsätzlich bestehen die Möglichkeiten, einen Flüchtling im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (EQ), eines Praktikums, einer Ausbildung oder einer dauerhaften Anstellung zu beschäftigten. Je nach Art der Beschäftigung und Aufenthaltsstatus müssen unterschiedliche Punkte berücksichtigt werden (z.B. Arbeitserlaubnis). Einen Überblick, welche Punkte zu berücksichtigen sind, geben die Übersichtstabellen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA). Weitere Informationen erhalten Sie zudem bei unseren Willkommenslotsen.
Welche Förder- bzw. Unterstützungsangebote gibt es für Betriebe, die einen Flüchtling aufnehmen? Welche Kosten kommen auf mich zu?

Betriebe, die einen Flüchtling in einer Einstiegsqualifizierung beschäftigen, haben die Möglichkeit, einen Anteil der monatlichen Vergütung in Höhe von 231 Euro sowie Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 116 Euro pro Monat von der Agentur für Arbeit refinanzieren zu lassen.

Ein Betrieb, der einen Flüchtling in ein Lehrverhältnis aufnimmt, bekommt keinerlei finanzielle Unterstützung.

Wenn ein Betrieb einen Flüchtling in ein Anstellungsverhältnis nimmt, hat er die Möglichkeit, einen Eingliederungszuschuss bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter zu beantragen. Die Förderung kann für einen begrenzten Zeitraum eine Höhe von bis zu 50 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts betragen. Voraussetzung ist, dass dem Flüchtling noch notwendige Kenntnisse fehlen und mit einer längeren Einarbeitungszeit zu rechnen ist.
Wie ist die Bleibeperspektive für Flüchtlinge und Asylbewerber?

Flüchtlinge, die aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea oder Somalia kommen haben grundsätzlich eine gute Bleibeperspektive. Personen, die aus den sog. „sicheren Herkunftsländern“ kommen und den Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt haben, dürfen nicht beschäftigt werden. Zu den sicheren Herkunftsländern gehören die Mitgliedsstaaten der EU, Norwegen und die Schweiz sowie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien. Die Liste der sicheren Herkunftsländer soll um die Länder Algerien, Marokko und Tunesien erweitert werden. Bisher fehlt jedoch noch die Zustimmung des Bundesrates (Stand: August 2016).



 

Für Flüchtlinge und Asylbewerber


Wo kann ich mir einen Überblick über die verschiedenen Berufe verschaffen?
Das Handwerk bietet rund 130 verschiedene Berufe. Nähere Informationen sowie eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Berufe finden Sie auf www.handwerk.de. Dort erhalten Sie ebenfalls Informationen zum dualen Ausbildungssystem sowie Tipps rund um das Thema Bewerbung.
Welche Förderangebote kommen für mich in Frage?

Sowohl während der Einstiegsqualifizierung als auch während der Ausbildung stehen verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung. Welches Angebot konkret in Frage kommt, hängt dabei maßgeblich vom Aufenthaltsstatus ab.
 

Assistierte Ausbildung (AsA)
Die assistierte Ausbildung  wendet sich an junge Menschen mit Förderbedarf. Während der Ausbildung und ggf. auch bereits bei einer vorgeschalteten Orientierungsphase erhalten Auszubildender und Ausbildungsbetrieb Unterstützung durch einen Bildungsträger, der auf die individuelle Situation im Betrieb eingeht und zur Stabilisierung beiträgt.

 

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)
Hierbei handelt es sich um eine persönliche Unterstützung während der Ausbildung bzw. Einstiegsqualifizierung. Der Auszubildende wird dabei von Lehrkräften, Pädagogen und Ausbildern betreut. Dies betrifft vor allem ausbildungsrelevante Themen, aber auch Alltagsschwierigkeiten.

 

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Auszubildende, die aufgrund der Distanz zwischen Ausbildungsbetrieb und Wohnort für die Zeit der Ausbildung dort nicht wohnen können, können während dieser Zeitspanne auf finanzielle Unterstützung hoffen. 

 

Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen (VerA)
Im Rahmen der VerA-Initiative wird Auszubildenden, die während ihrer Ausbildung Probleme haben, ein ehrenamtlicher Pate zur Seite gestellt.

Ich habe in meiner Heimat bereits einen Abschluss (Schule, Studium, Beruf) gemacht. Wird er anerkannt?

Wer über eine im Ausland erworbene Berufsqualifikationen verfügt, kann einen Antrag auf Anerkennung stellen. Der „Anerkennungs-Finder“ hilft dabei, die für den jeweiligen Beruf zuständige Antragsstelle zu finden.


Das IQ-Netzwerk Niedersachsen ist eine Erstanlaufstelle zur Bewertung ausländischer Abschlüsse und unterstützt auf dem Weg zur Anerkennung von Qualifikationen.
 

 

Veranstaltungen


Veranstaltungen

Ansprechpartner


Ansprechpartner

Für Fragen und Beratung in Ihrem individuellen Fall stehen unsere Ansprechpartner zur Verfügung
Willkommenslotsen

in Braunschweig

Anika Münnich

Telefon 0531 1201-403
Fax 0531 1201-555



in Lüneburg

Vita Makaschutin

Telefon 04131 712-308
Fax 04131 712-478



in Stade

Lora Holzer

Telefon 04141 6062-81
Fax 04141 6062-17

IHAFA, PejuF-H, BOF

in Braunschweig

Elif Aydin

Telefon 0531 1201-506
Fax 0531 1201-555



in Stade

Andreas Küpper-Melzer

Telefon 04141 6062-44
Fax 04141 6062-17