Ausbildung im Handwerk

Sie haben gute Ideen und möchten sie direkt in die Tat umsetzen. Ihnen gefällt es, wenn Ihre Produkte im Alltag der Menschen eine wichtige Rolle spielen. Sie können nicht nur ordentlich anpacken, sondern schalten auch gern Ihr Gehirn ein. Und die Bedienung modernster Technik macht Ihnen Spaß. Dann ist bestimmt ein Handwerksberuf genau der richtige.

Überblick


Die Ausbildung im Handwerk ist in drei Teile gegliedert:

Im Betrieb lernen Sie nicht nur das allgemeine, sondern auch das spezielle Handwerkszeug Ihres Gewerks. Die sogenannte Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) findet in den Bildungszentren der Handwerkskammer statt. Sie ergänzt die betriebliche Ausbildung durch praxisorientiertes Training in den Werkstätten. Außerdem findet theoretischer Unterricht in der Berufsschule statt.

 
Weitere Infos www.handwerk.de

Die Berufsschule


Die Berufsschule

© Falk Heller - www.argum.com

© Falk Heller - www.argum.com

Fachtheoretische Kenntnisse werden in der Schule vermittelt

Der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen in der Woche oder als mehrwöchiger Blockunterricht statt. Die Auszubildenden eines Berufs werden in einer Fachklasse zusammengefasst.

Gibt es in einem Beruf zu wenig Auszubildende, werden inhaltlich verwandte Lehrberufe in einer Klasse zusammengefasst. In einigen wenigen Ausbildungsberufen findet der Berufsschulunterricht schul-, bezirks- oder sogar länderübergreifend statt. Den jeweiligen Standort der Berufsschul-Fachklasse erfahren Sie bei der Handwerkskammer.

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung


Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

© Handwerkskammer / Bauerfeld

© Handwerkskammer / Bauerfeld

Praktisches Training im Bildungszentrum

Nicht alles, was in der Ausbildungsordnung steht, kann auch im Betrieb vermittelt werden. Dazu gibt es die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Bildungszentrum der Handwerkskammer.

Sie gewährleistet für alle Lehrlinge des Handwerks die Vermittlung einer breiten Grundausbildung, die Vervollständigung und Ergänzung der betrieblichen Ausbildung entsprechend der Ausbildungsordnung, die schnelle Berücksichtigung moderner Technologien und Verfahren.

Teilzeitausbildung


Teilzeitausbildung

Familie und Ausbildung – geht das?

Eine Ausbildung in Teilzeit erleichtert es, Ausbildung und Familie besser unter einen Hut zu bringen. Bei der Teilzeitausbildung wird die tägliche bzw. wöchentliche Ausbildungszeit auf zwischen 20 und 35 Stunden pro Woche im Betrieb reduziert. Damit erleichtert die Teilzeitausbildung aber nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung, sondern unterstützt ebenso bei berechtigtem Interesse in besonderen Lebenssituationen.
 

Ausbildung und Studium


Ausbildung und Studium miteinander verbinden

Duale Studiengänge sind für Abiturienten eine gute Möglichkeit, Theorie und Praxis während der Ausbildung miteinander zu verzahnen, indem sie sowohl ein Studium als auch eine Berufsausbildung absolvieren. Dies kann gerade im Handwerk eine sehr interessante Alternative zum herkömmlichen Ausbildungsweg sein.

 

Berufsakademie Hamburg


Die Berufsakademie Hamburg gGmbH bietet ausschließlich duale Bachelor-Studiengänge an. Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist daher ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Bei der Suche von Ausbildungsbetrieben ist die Hochschule gern behilflich.

Die Berufsakademie bietet folgende duale Bachelor-Studiengänge an:
  • Betriebswirtschaft KMU
  • Technik & Management Erneuerbarer Energien
  • Energieeffizienz (TMEE)

Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ist Gesellschafter der Berufsakademie Hamburg gGmbH (BAH).
 

Hochschulen im Kammerbezirk


Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften informiert auf ihren Internetseiten über die Studiengänge im Praxisverbund. Mit der Handwerkskammer zusammen gibt es den Studiengang "Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund". Die Akademie für erneuerbare Energien bietet ein passgenaues studienbegleitendes Kurs- und Beratungsangebot (KuBa) für Handwerker und Techniker an.

Die Hochschule 21 in Buxtehude bietet ebenfalls duale Studiengänge an:
  • Bauingenieurwesen DUAL
  • Bauen im Bestand DUAL
  • Bau- und Immobilienmanagement DUAL
Hinweis: Weitere Informationen zu den Studienmöglichkeiten sowie den dualen Studiengängen finden Sie auf den Internetseiten der Landesvertretung der Handwerkskammern in Niedersachsen (LHN).
Weitere Informationen www.handwerk-lhn.de

Rechte und Pflichten


Rechte und Pflichten

Welche Rechte und Pflichten Sie während der Ausbildung haben, können Sie in einer Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nachlesen.
 

Weiterführende Informationen


Weiterführende Informationen

Die Ausbildungsordnung

Grundlage für die bundeseinheitliche betriebliche Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen bilden die Ausbildungsordnungen. Sie legen Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die Gegenstand der Berufsausbildung sind, sachliche und zeitliche Gliederung und die Prüfungsanforderungen fest. Die Ausbildungsordnungen finden Sie beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Von der Uni ins Handwerk


Von der Uni ins Handwerk

Wenn die Uni nichts für Sie ist, versuchen Sie es doch mit dem Weg ist Handwerk. Eine Ausbildung und der Meisterbrief sind spannende Alternativen zum Hörsaal. Die Berater der Handwerkskammer helfen Ihnen gerne weiter.