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Was gilt für Kosmetik- und Nagelstudios?

Die Arbeit darf nur unter Einhaltung verschiedener Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen erfolgen.

++ Update ++ 13.05.20 ++

Die BGW hat einen speziellen Arbeitsschutzstandard für Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios veröffentlicht.



Die neueNiedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erlaubt Kosmetikstudios sowie Maniküre- und Pedikürestudios unter Beachtung von Hygieneregeln ab dem 11. Mai wieder zu öffnen, sofern – analog zu den Friseuren –  folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Kunden müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Kunden einhalten
  • Das Personal muss bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich nach jedem Kunden die Hände desinfizieren

Außerdem dürfen nur Kunden bedient werden, die bereit sind, ihren Namen und ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Ferner muss der Zeitpunkt des Vertretens und Verlassens des Salons dokumentiert und für drei Wochen aufbewahrt werden, damit bei möglichen Infektionen eine Rückverfolgung möglich ist.

Zusätzlich sollten die branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards beachten werden. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat deshalb den allgemeinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard branchenspezifisch für diese Betriebe konkretisiert.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetikstudios

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen  Arbeitsschutzstandard für Kosmetikstudios erarbeitet, damit sie während der Corona-Pandemie sicher arbeiten können. Dieser Arbeitsschutzstandard ergänzt den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums um branchenspezifische Vorgaben und dient als Richtschnur für die Beratung sowie zur Überwachung durch den Aufsichtsdienst der BGW.

Ziel ist es, das Risiko einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Kosmetikstudios bestmöglich zu reduzieren.

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Der neue Branchenstandard enthält Hygieneregeln, Handlungsanweisungen, räumliche Vorgaben und Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung. Dabei gilt die Rangfolge: technische vor organisatorischen vor persönlichen Schutzmaßnahmen.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Mund-Nasen-Bedeckung für Beschäftigte und Kundschaft
  • Bei gesichtsnahen Behandlungen: Atemschutzmaske ohne Ausatemventil, ergänzt um Schutzbrille oder Gesichtsschild zum Schutz vor Kontaktinfektionen
  • Ausreichende Schutzabstände, gegebenenfalls mit Anpassung von Behandlungsplätzen
  • Abschaffung von Wartezonen
  • Verwendung jeweils gereinigter Arbeitsmaterialien je Kunde
  • Optimierte Lüftung
  • Unterweisung der Beschäftigten in Schutzmaßnahmen, Händehygiene und Hautschutz

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie direkt bei derBGW.



SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios

Damit Beschäftigte in Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios während der Corona-Pandemie sicher arbeiten können hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen branchenspezifischen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für sie entwickelt. Der Standard konkretisiert branchenspezifisch den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums und dient als Richtschnur für die Beratung sowie zur Überwachung durch den Aufsichtsdienst der BGW.

Ziel ist es, das Risiko einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios bestmöglich zu reduzieren.

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Der neue Branchenstandard enthält Hygieneregeln, Handlungsanweisungen, räumliche Vorgaben und Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung. Dabei gilt die Rangfolge: technische vor organisatorischen vor persönlichen Schutzmaßnahmen.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Kunden oder Kundinnen werden gebeten, sich bei der Ankunft die Hände zu waschen oder zu desinfizieren
  • Mund-Nasen-Bedeckung für Beschäftigte und Kundschaft
  • Ausreichende Schutzabstände, gegebenenfalls mit Anpassung von Behandlungsplätzen
  • Abschaffung von Wartezonen
  • Verwendung von Einmalinstrumenten oder aufbereiteten Instrumenten je Kunde
  • Optimierte Lüftung

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie direkt bei der BGW.



Häufig gestellte Fragen (FAQs)


Was ist bei der Erhebung von Kundendaten zu berücksichtigen?

Die Dokumentation der Kundendaten muss datenschutzkonform erfolgen, d.h. die Daten müssen technisch und organisatorisch vor unberechtigtem Einblick und Zugriff geschützt werden. Außerdem müssen die Kunden – wie bei jeder Erhebung von Kundendaten – darüber informiert werden, welche Daten zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und genutzt werden. Erhobene Daten dürfen nur für die vorgesehenen Zwecke des Infektionsschutzes verwendet werden und nicht etwa zu Werbezwecken. Nach einer dreiwöchigen Aufbewahrungsfrist sind die erhobenen Daten datenschutzkonform zu löschen bzw. zu vernichten.

Ausführliche Informationen zum Thema Datenschutz sowie Mustervordrucke finden Siehier.


Was ist, wenn Kunden keine Daten hinterlassen wollen?

Kunden, die der Dokumentation der Kundendaten nicht zustimmen, müssen auf die Dienstleistung verzichten.


Müssen Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung im Salon tragen?

Ja, Kundinnen und Kunden müssen grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ist eine Behandlung am Gesicht möglich, wenn der Kunde oder die Kundin keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt?

Ja, vorausgesetzt die Beschäftigten tragen eine FFP2-Maske bzw. N95 oder KN95-Maske ohne Ausatemventil sowie eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Visier). Wichtig ist, dass die Masken nach Herstellerangaben verwendet und gewechselt werden.

Müssen Gesichtsbehandlungen mit Handschuhen durchgeführt werden, wenn das Gesicht gründlich gereinigt ist?

Neben dem Schutz vor Hautschäden kann das Tragen von flüssigkeitsdichten Einmalhandschuhen vor Hautkontakt mit Corona-Viren schützen. Allerdings besteht kein 100%-iger Schutz, da Handschuhe beispielsweise undicht sein können, sodass die Hände nach dem Ausziehen der Handschuhe immer desinfiziert werden sollen.

Die BGW empfiehlt zum richtigen Einsatz von Einmalhandschuhen während der Corona-Pandemie:

  • Einmalhandschuhe müssen nach jedem Kunden entsorgt werden, anschließend müssen die Hände desinfiziert werden
  • Einmalhandschuhe nach DIN 374 sind als geeignet anzusehen
  • Wenn unter den Einmalhandschuhen Baumwollhandschuhe genutzt werden, müssen auch diese nach dem Kunden gewechselt und gewaschen (mindestens 60 Grad und mit Vollwaschmittel) werden

Ausnahmsweise ist eine Gesichtsbehandlung ohne Handschuhe unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Die Beschäftigten tragen eine FFP2 Maske bzw. N95 oder KN95-Maske und eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Visier).
  • Im Anschluss an die Behandlung müssen die Beschäftigten ihre Hände desinfizieren.