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Was bedeutet der höhere Mindestlohn für Minijobs?

Steigt das durchschnittliche Monatsgehalt über die 450-Euro-Grenze, handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Zum 1. Januar 2021 wurde der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro auf 9,50 Euro Erhöht. Bis zum 1. Juli 2022 sollen weitere Erhöhungen im Halbjahrestakt auf 10,45 Euro erfolgen.

Für Beschäftigte im Minijob-Verhältnis gilt jedoch unverändert die Verdienstgrenze von durchschnittlich 450 Euro pro Monat bzw. 5.400 Euro im Jahr. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, handelt es sich in der Regel nicht länger um einen Minijob sondern um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

Wer als Minijobber*in den gesetzlichen Mindestlohn erhält und bereits vor der Erhöhung die Verdienstgrenze voll ausgeschöpft hat, muss die Stunden reduzieren, sofern das Beschäftigungsverhältnis als Minijob fortgeführt werden soll. Wird nur der Mindestlohn als Vergütung und keine weiteren Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gezahlt, liegt die Grenze ab Januar 2021 bei durchschnittlich rund 47 Stunden im Monat. Unter Berücksichtigung der weiteren stufenweisen Erhöhungen gelten folgende maximale Arbeitszeiten (ohne Einmalzahlungen):

StichtagGesetzl. MindestlohnBerechnungMax. Arbeitszeit
01.01.219,50 Euro pro Stunde450 € / 9,50 €/Std.47,37 Stunden pro Monat
01.07.219,60 Euro pro Stunde450 € / 9,60 €/Std.46,88 Stunden pro Monat
01.01.229,82 Euro pro Stunde450 € / 9,82 €/Std.45,82 Stunden pro Monat
01.07.2110,45 Euro pro Stunde450 € / 10,45 €/Std.43,06 Stunden pro Monat

Abgrenzung Minijob / sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Liegt der Jahresverdienst nicht oberhalb der 5.400 Euro-Grenze (12 Monate x 450 Euro pro Monat), darf der Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst jedoch die Grenze von 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht hat, hängt die Einstufung als Minijob oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung davon ab, ob die Überschreitung regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgte.

Bei nur gelegentlich und nicht vorhersehbarem Überschreiten (maximal drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum) bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen. Als „nicht vorhersehbar“ gilt beispielsweise eine Krankheitsvertretung, saisonale Mehrarbeit wird jedoch als „vorhersehbar“ eingestuft.



Mehr Infos

www.blog.minijob-zentrale.de

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Kilian Böse

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