Corona-Selbsttests
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Testangebotspflicht für Betriebe

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung schreibt mindestens zwei Testangebote für alle Beschäftigten vor, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten.

LautCorona-Arbeitsschutzverordnung müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zwei Corona-Tests pro Woche anbieten. Ein Verweisen der Beschäftigten auf die kostenlosen Bürgertests ist in diesem Fall nicht erlaubt.

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

  • Die Kosten für die Tests sind grundsätzlich von den Arbeitgebern zu tragen.
  • Eine Pflicht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Testangebot anzunehmen, gibt es nicht.
  • Ebenso wenig ist eine Bescheinigungspflicht über das Testergebnis vorgesehen.

Als Nachweis reichen entsprechende Rechnungen etwaiger Lieferanten oder Verträge und Abrechnungen mit den zur Durchführung beauftragten Dienstleistern aus. Auch sollte formlos notiert werden, wann und in welcher Form die Beschäftigten über das Testangebot informiert wurden. Die Dokumente sind für Überprüfungen durch die zuständigen Behörden bis einschließlich 19.März 2022 vorzuhalten.

FAQs

Bitte beachten Sie auch die umfangreichen FAQs des Bundesarbeitsministeriums.

Die Verordnung verpflichtet die Arbeitgeber nur, ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zwei Tests pro Kalenderwoche anzubieten. Der Arbeitgeber ist jedoch nicht dafür verantwortlich, dass die Beschäftigten die Tests auch durchführen - es handelt sich lediglich um eine Pflicht zum Angebot. Auch muss der Arbeitgeber seine Beschäftigten nicht selbst testen (lassen) bzw. einen Test unter Aufsicht anbieten.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021
Sie gilt bis einschließlich 19. März 2022.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021
Zur Erfüllung der Testangebotspflicht  kommen verkehrsfähige Tests zum direkten Erregernachweis von SARS-CoV-2 in Frage. Das umfasst PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests zur professionellen beziehungsweise zur Selbstanwendung, die auf Grund ihrer CE-Kennzeichnung oder auf Grund einer gemäß § 11 Absatz 1 des Medizinproduktegesetzes erteilten Sonderzulassung in Verkehr gebracht worden sind.

Hiervon zu unterscheiden sind Antikörpertests, die nicht das Virus selbst nachweisen, sondern Antikörper, die aufgrund einer Infektion oder einer Impfung gebildet wurden. Diese Tests zeigen keine akute Infektion an und können nicht zur Erfüllung der Anforderungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung an ein regelmäßiges Testangebot herangezogen werden.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Der Arbeitgeber kann unter Beachtung der Anforderungen des Datenschutzes geeignete Beschäftigte oder Dritte mit der Beaufsichtigung und Dokumentation beauftragen.

Die aufsichtführenden Personen müssen überprüfen und dokumentieren, ob die jeweiligen Personen das Testverfahren ordnungsgemäß entsprechend der Gebrauchsanleitung des verwendeten Testkits durchführen.

Bei Testungen unter Aufsicht führen die zu testenden Personen die Probenentnahme und Weiterverarbeitung der Probe selbst durch. Körperkontakte der aufsichtführenden Personen zu den getesteten Personen sind nicht erforderlich, sondern im Gegenteil zu vermeiden. Für die Entsorgung der verwendeten Testkits durch die aufsichtsführenden Personen sind geeignete Einwegschutzhandschuhe und Behältnisse zur Verfügung zu stellen und zu benutzen.

Zur Schulung der aufsichtsführenden Personen genügt eine Unterweisung durch den Arbeitgeber. Die Unterweisung muss neben der Gebrauchsanweisung der verwendeten Testkits vor Allem auf die für die Testung unter Aufsicht erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen für alle Beteiligten  (Abstandsgebot, Maskenpflicht, Lüftung, infektionsschutzgerechte Entsorgung des Probematerials) umfassen.

Für die Dokumentation der Testungen genügt es, Name, Vorname von Aufsichtsführenden und Probanden sowie Datum und Uhrzeit der Probenahme  zum Beispiel in einer Tabelle – gegebenenfalls auch digital – zu dokumentieren.

Selbsttests unter Aufsicht gelten nur im Bereich der ausführenden Organisation als 3G-Nachweis. Das Ausstellen einer Bescheinigung für die Beschäftigten, die diese auch außerhalb des Betriebes als 3G-Nachweis nutzen können, ist daher nicht erforderlich und auch nicht sinnvoll.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Antigen-Schnelltests können im z.B. im Fachhandel für Medizinprodukte oder in Apotheken bestellt werden. Informationen zu Anbietern von Antigen-Schnelltests in Deutschland finden Sie hier.

Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung sind darüber hinaus für alle Personen mittlerweile auch im Einzelhandel frei käuflich.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Die Testangebotspflicht der Arbeitgeber und eine anschließende Testung der Beschäftigten sind Maßnahmen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes. Die Kosten für derartigen Maßnahmen hat grundsätzlich der Arbeitgeber zu tragen.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Die Durchführung von Testung der Beschäftigten kann auch durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass die wöchentlichen kostenlosen Bürgertests nicht für die Testung der Beschäftigten durch die Arbeitgeber zur Verfügung stehen.

Werden Dienstleister für die Testung der Beschäftigten beauftragt, so muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass nur Personen die Tests durchführen, die über die erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung verfügen und entsprechend eingewiesen sind.


Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Die Arbeitgeber müssen für die Erfüllung ihrer Angebotspflicht gemäß der SARS-CoV-2- Arbeitsschutzverordnung eigene Testangebote unterbreiten und finanzieren. Ein Verweisen der Beschäftigten auf Bürgertests ist nicht erlaubt.

Dies ist zu unterscheiden von der Nachweispflicht der Beschäftigten gem. § 28 b Abs. 1 IfSG. Da die Beschäftigten selbst für die Gültigkeit ihres 3G-Nachweises Sorge tragen müssen, ist in Fällen, in denen Beschäftigte bei der Zugangskontrolle keinen gültigen Nachweis vorlegen können, ein Verweis auf die kostenlosen Bürgertestungen statthaft.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Ort und Zeit der Testung sind den Betrieben freigestellt. Alle Testangebote sollten möglichst vor Aufnahme der eigentlichen Tätigkeit ermöglicht und wahrgenommen werden.

Werden Selbsttests zur Verfügung gestellt, bietet es sich an, dass diese von den Beschäftigten jeweils schon in der Wohnung vor dem Weg zur Arbeit durchgeführt werden.


Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Als Nachweis reichen entsprechende Rechnungen etwaiger Lieferanten oder Verträge und Abrechnungen mit den zur Durchführung beauftragten Dienstleistern aus. Auch sollte formlos notiert werden, wann und in welcher Form die Beschäftigten über das Testangebot informiert wurden.

Die entsprechenden Dokumente sind für Überprüfungen durch die zuständigen Behörden bis einschließlich 19. März 2022  vorzuhalten.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Nein, aus der Verordnung geht keine Verpflichtung des Arbeitgebers hervor, den Beschäftigten eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Beschäftigte, bei denen ein positives Antigen-Schnelltestergebnis vorliegt, gelten als Verdachtsfall und müssen sich in Absonderung begeben. Insbesondere bei einem Selbsttest werden hohe Anforderungen an das eigenverantwortliche Handeln gestellt. Betroffene müssen sich telefonisch mit der Hausarztpraxis oder einem geeigneten Testzentrum in Verbindung setzen, damit eine PCR-Testung in die Wege geleitet wird, um das Ergebnis des Antigen-Schnelltests zu bestätigen oder zu widerlegen.

Aufgrund der geringeren Genauigkeit der Nachweismethode des Antigen-Schnelltests kann es in einigen Fällen vorkommen, dass das Ergebnis falsch positiv ist und somit ein "Fehlalarm" vorliegt. Informationen zu den Stellen, die entsprechende PCR-Nachtestungen durchführen, sind über das zuständige Gesundheitsamt, die kommunalen COVID-19-Testzentren, die Hausärzte und die Betriebsärzte erhältlich. Ein PCR-Nachtest ist von den betroffenen Beschäftigten grundsätzlich selbst einzuleiten, bei begleiteten Antigen-Schnelltests unterstützt das durchführende Fachpersonal.

Beschäftigte, bei denen ein positives PCR-Ergebnis vorliegt, müssen sich umgehend in Isolation begeben. Weitere Informationen hierzu sind in verschiedenen Sprachen auf der Seite des Robert Koch-Instituts oder über das Gesundheitsamt erhältlich.

Positive Ergebnisse von PCR-Tests werden vom Labor automatisch an das zuständige Gesundheitsamt weitergegeben. Das Gesundheitsamt wird sich mit positiv getesteten Beschäftigten in Verbindung setzen und sie über ihre Rechte und Pflichten aufklären.


Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Nein. Alle aktuell vorgesehenen Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes sind uneingeschränkt weiter zu beachten.

Regelmäßige Tests tragen zusätzlich dazu bei, bisher unerkannte Infektionen zu erkennen und die Betriebsangehörigen, Kunden und Geschäftspartner sowie andere Personen vor Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2 Coronavirus zu schützen.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021

Die Wahrnehmung von Testangeboten auf Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist den Beschäftigten freigestellt. Die Bundesregierung empfiehlt jedoch, das Testangebot anzunehmen.

Weitergehende Testverpflichtungen in bundes- oder landesrechtlichen Bestimmungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes bleiben unberührt.

Inhalt aktualisiert am 30. November 2021