Wird ein Arbeitnehmer krank, braucht er eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
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Telefonische Krankschreibung erneut verlängert

Ausnahmeregelung für leichte Atemwegserkrankungen wurde bis Ende September verlängert

Wer über leichte Atembeschwerden klagt, kann sich noch bis Ende September telefonisch krankschreiben lassen. Angesichts des immer noch bundesweit relevanten COVID-19-Infektionsgeschehens hat der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die dafür notwendige Sonderregelung um weitere drei Monate bis Ende September verlängert.

Der Krankschreibung geht eine eingehende telefonische Befragung durch den behandelnden Arzt voraus und ist auf maximal sieben Kalendertage begrenzt, wobei eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung telefonisch für weitere sieben Kalendertage erfolgen kann.

Erfahrungen zeigen verantwortungsvollen Umfang

Bereits zu Beginn der Pandemie wurde die Ausnahmeregelung vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen geschaffen, um volle Wartezimmer zu vermeiden und so das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Die Erfahrungen im Frühjahr hätten laut des Beschlussgremiums – bestehend aus Kassenärztlicher Bundesvereinigung, Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung, Deutscher Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen – gezeigt, dass Beschäftigte umsichtig mit der telefonischen Krankschreibung umgehen. Das bestätigen auch die Zahlen der IKK classic, wonach die Arbeitsunfähigkeitsquote, die den Anteil von Versicherten mit mindestens einem Arbeitsunfähigkeitstag anzeigt, in den Monaten April und Mai sogar unter den Vorjahreswerten lag.