mini, mindestlohn, arbeit, minijob, jobsuche, stellenangebot, mini-job, minigehalt, nebenjob, bezahlung, aushilfstätigkeit, arbeitgeber, jobs, arbeitnehmer, zeitarbeit, arbeitsmarkt, arbeitsplatz, arbeitssuche, aushilfe, aushilfsjob, entlohnung, gehalt, geringfügig, beschäftigung, job, würfel, jobben, jobcenter, lohn, minijobber, nebenberuf, nebentätigkeit, personal, personalberater, freigestellt, freisteller, isoliert, personalvermittler, personalvermittlung, stellenangebote, stellenmarkt, studentenjob, tageszeitung, teilzeit, teilzeitjob, vermittler, vermittlung, zeitung
fotogestoeber - stock.adobe.com

Mehrarbeit wegen Corona

450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden

Aufgrund der Corona-Krise beschäftigen Betriebe ihre 450-Euro-Minijobber teilweise in größerem Umfang als ursprünglich vereinbart. Dies kann zum Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro führen. Für eine Übergangszeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 ist ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze möglich, sofern es gelegentlich und unvorhersehbar ist.

Unvorhersehbar ist es, wenn die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart wurde und beispielsweise aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäne-Maßnahmen erforderlich wurde. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun übergangsweise auf 5 Monate  bzw. 115 Arbeitstage erhöht.

Entsprechend kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres  (12-Monats-Zeitraum) erfolgen. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Kalendermonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher.

Beispiel

Eine Raumpflegerin, die seit dem 1.03.2019 für ein monatliches Entgelt von 350 Euro angestellt ist, soll aufgrund des erhöhten Reinigungsbedarfs vorrübergehend  in den Monaten März und April mehr arbeiten. Ihr Verdienst erhöht sich in diesem Zeitraum auf 1.500 Euro monatlich.

Im Vorjahr hatte die Raumpflegerin in den Monaten Juni, August und Dezember Krankheitsvertretungen übernommen und ebenfalls die Verdienstgrenze von 450-Euro überschritten.

Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Die Frist für den Monat Mai verläuft entsprechend vom 1.06.2019 – 31.05.20. Innerhalb dieses Zeitraums hat die Reinigungskraft in insgesamt fünf Monaten unvorhersehbar mehr verdient. Damit liegt ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze vor und es handelt sich weiter um einen Minijob.



Überschreiten der Verdienstgrenze nach der Übergangszeit

Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach überschritten, darf dies in nicht mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt.