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Bartel / Handwerkskammer

Kurzarbeit und Urlaub 2021

Zur Vermeidung von Kurzarbeit muss grundsätzlich zuerst Urlaub abgebaut werden. Ein Urlaubsplan macht Erholungsurlaub dennoch möglich.

Es ist grundsätzlich geregelt, dass nicht verplanter Erholungsurlaub zur Vermeidung von Kurzarbeit einzufordern ist. Von dieser gesetzlichen Regelung sah die Bundesagentur für Arbeit bis zum 31. Dezember 2020 ab.

Diese Erleichterungen gelten seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr, weshalb Arbeitnehmende in diesem Jahr wieder zuerst ihren Urlaub abbauen müssen, bevor ihr*e Arbeitgeber*in sie in Kurzarbeit schicken kann. Damit der Urlaub nicht zur Vermeidung von Kurzarbeit genommen werden muss, ist die Erstellung eines Urlaubsplans sinnvoll. Bereits verplanter Urlaub lässt sich nicht mehr zur Vermeidung von Kurzarbeit nehmen. Im Falle einer Prüfung der Agentur für Arbeit, können Sie so die Urlaubsplanung schriftlich vorlegen. Auch mit schriftlichen Urlaubsanträgen der Mitarbeitenden lässt sich nachweisen, dass Urlaubstage bereits verplant sind. 

Resturlaub 2020 muss vor Antritt der Kurzarbeit genommen werden

Der Resturlaub aus 2020 muss zur Vermeidung von Kurzarbeit eingebracht werden, bevor dieser verfällt. Erfolgt dies nicht, liegt kein unvermeidbarer Arbeitsausfall vor.

Eine Ausnahme bildet das Bauhauptgewerbe:  Gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen ihren Resturlaubsanspruch aus 2020 für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld nicht vorrangig einbringen. Ausnahme: Der Arbeitsausfall tritt gegen Jahresende 2021 ein (§ 8 Nr. 7 BRTV Bau). Dies gilt jedoch nicht für Angestellte (Gehaltsempfänger*innen) des Bauhauptgewerbes und für die anderen Bereiche der Bauwirtschaft.