Katharina Meier - Nachfolgemoderatorin der Handwerkskammer.
Bjoern Schoenfeld

Katharina Meier

Nachfolgemoderatorin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Steckbrief

Beruf und Erfolg

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Seit ich denken kann, haben Vierbeiner einen festen Platz in meinem Leben. So ist es nur logisch gewesen, dass ich bereits während der Schulzeit auf meinen damaligen Traumberuf hingearbeitet habe: Tiermedizin! Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Tiere begleiten mich auch heute noch in meiner Freizeit, nur dass ich jetzt nicht sie "verarzte", sondern unsere Handwerker.

Wo können Sie am besten arbeiten? Wo haben Sie gute Ideen?

Berufsbedingt ist man als Nachfolgemoderatorin auch schon mal viel auf deutschen Straßen unterwegs. Hier werden auch tatsächlich viele meiner Ideen und Gedanken geboren.

Was haben Sie sich beruflich für die Zukunft vorgenommen?

Weiterhin möglichst vielen Handwerkern bei der Übergabe ihres Lebenswerkes behilflich sein zu dürfen und Nachfolgern zu einem neuen und spannenden Lebensabschnitt zu verhelfen. Als Nachfolgemoderatorin in einem tollen Team weiterhin eine gute Sache voranzutreiben.

Wie stellen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance sicher?

Die Thematiken, mit denen man sich als Nachfolgemoderatorin beschäftigt, sind zu 95% immer emotional und sehr persönlich. Das macht es des Öfteren schwierig, viele Dinge gedanklich nicht mit nach Hause zu nehmen. Man muss es üben und bekanntlich macht Übung den Meister. Freizeitaktivitäten mit meinen Hunden und meinem Pferd wirken da wahre Wunder, den Ausgleich zu schaffen und damit die Dinge mit Ruhe und Weitsicht anzugehen.

Werdegang

Beschreiben Sie Ihren Weg zur Handwerkskammer

Kurz und schmerzlos. Nach einigen Praktika im Handwerk und der Erkenntnis, dass ich praktisch für den erprobten Handwerkszweig als "völlig talentfrei" gelte, musste ein Plan B her. Handwerk ist super, nur leider galt ich ja seit kurzem als praktisch nicht zu gebrauchen. Operative Arbeiten haben mir hingegen immer besonders gut gelegen.

Also führte mich mein Weg zur Handwerkskammer, bei der ich dann damals meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beginnen durfte. Seitdem habe ich, neben dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung, während der ich alle Abteilungen im Hause durchlaufen durfte, dann seit mittlerweile 2009 die Kollegen in der Unternehmensförderung tatkräftig unterstützt.

Nachfolgemoderatorin Katharina Meier im Beratungsgespräch
Bjoern Schoenfeld

In dieser Zeit habe ich festgestellt, dass dieser Geschäftsbereich der Kammer für mich der Spannendste und Beste ist: Direkter Kontakt zum Handwerker mit all seinen Höhen und Tiefen, facettenreiche Aufgabenstellungen, so facettenreich wie die Ideen und Probleme von Handwerkern nur sein können. Und man lernt noch dazu niemals aus. Erfahrungen, die ich während meiner Anfangszeit in der Unternehmensförderung sammeln konnte, habe ich es letztlich zu verdanken, dass ich heute selbst ganz aktiv als Nachfolgemoderatorin etwas Tolles und Hilfreiches für das Handwerk und seine Menschen dahinter tun darf. Das Handwerk an sich mit seinen Menschen hat mich in dieser Zeit immer mehr gefangen und lässt mich seitdem nicht mehr los.

Welche Qualifikationen haben Sie erworben?

2009 schloss ich meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Handwerkskammer ab. Noch im selben Jahr schloss sich nahtlos ein nebendienstliches Studium der BWL an – seit 2012 darf ich mich hochoffiziell Betriebswirtin (VWA) schimpfen und dies war gleichzeitig mein Ticket für mein persönliches Highlight: Nachfolgemoderatorin.

Motivation

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Was nutzt einem Wissen und Begeisterung für einen Bereich, wenn man es mit niemandem wirklich teilen kann? Bei meiner Arbeit als Nachfolgemoderatorin macht einfach alles Sinn. Es gibt Probleme, aber auch Lösungen, so unscheinbar sie den Betroffenen auf den ersten Blick auch erst einmal erscheinen mögen. Es gibt Menschen hinter dem Konstrukt "Handwerksbetrieb", mit Persönlichkeit, Sorgen und häufig auch vielen Zweifeln. Nirgendwo sonst sind mir bisher so viel Persönlichkeit, menschliche Originale und Emotionen begegnet wie im Handwerk.

Gerade beim Thema Nachfolge prallen häufig verschiedenste Charaktere mit unterschiedlichen Ansichten vieler Generationen aufeinander. Es gibt nicht DEN Lösungsweg, viele Wege führen nach Rom. Die Generationenvielfalt, verschiedene Ansichten und Charaktere bei der emotionalsten Sache, nämlich das persönliche Lebenswerk abzugeben und einer jüngeren Generation als Grundlage für einen neuen Lebensabschnitt mit auf den Weg zu geben, birgt viel Organisationsaufwand und Arbeit an sich selbst und seinen individuellen Zielen und Wünschen. An diesem Punkt im Leben eines Handwerkers sind "Jung" und "Alt", Individuen wie sie unterschiedlicher nicht sein können, aufeinander angewiesen. Eine Rolle, und sei es auch nur eine Rolle auf Zeit, an diesem wichtigen Punkt zu spielen und gefordert zu werden, ist, was mir besonders an der Arbeit als Nachfolgemoderatorin gefällt.

Was motiviert Sie besonders?

Etwas dazu beigetragen zu haben, einen neuen Lebensabschnitt für "Jung" und "Alt" geebnet zu haben, mit dem beide Parteien ganz lange glücklich sein werden. Der Vertrauensvorschuss, den ich ausnahmslos bei jedem Besuch entgegengebracht bekomme, und die Gewissheit, dass das, was man tut, eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Sache ist.

Persönlich

Wie wohnen Sie?

Als waschechtes Landei in einem Haus auf dem platten Land.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

In Ermangelung von Lesestoffnachschub: Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes.

Sie gewinnen im Lotto: Was dann?

Dann fällt mir sofort der Spruch ein: Gewinnt der Otto viel Geld im Lotto, darf er’s nicht zeigen und sollte schweigen.

Handwerkskammer

Ihr Bewerbungsgespräch bei der Handwerkskammer: Woran erinnern Sie sich noch?

Kein Vorstellungsgespräch vorher, war jemals vergleichbar mit dem bei der Kammer. Ich war da, es wurde gelacht, es wurde über die Ausbildungsbedingungen und das Konstrukt Handwerkskammer gefachsimpelt; die Zeit verging wie im Flug. Ich kam nach Hause mit dem heute noch unglaublichen Gefühl im Bauch, als hätte ich einen netten Vormittag mit meiner besten Freundin gehabt. Am 01.09.2006 wurde ich dann tatsächlich in die "Kammer-Familie" adoptiert und habe es bis heute nicht bereut.

Welche Eigenschaft schätzen Sie an Ihren Handwerkskammer-Kollegen?

Teamgeist, Menschlichkeit und das Gefühl, dass jeder Kollege als Individuum wahrgenommen und mit allen seinen Macken akzeptiert wird.

Sie sind bei der Handwerkskammer zu Hause, weil...

...ich mich mit dem, was ich hier tun darf, angekommen fühle.



So erreichen Sie mich

Katharina Meier

Tel. 04131 712-208
Fax 04131 712-198
katharina.meier--at--hwk-bls.de