Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Ja, für Menschen, bei denen aus aufgrund einer Behinderung durch die Mund-Nasen-Bedeckung zu erheblichen Einschränkungen in der Kommunikation oder Sinneswahrnehmung kommt (z.B. blinde oder taube Menschen) gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht. Gleiches gilt für Personen, denen das Tragen einer Bedeckung aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist (z.B. bei allergischen Reaktionen auf die Maske, bei entsprechender psychischer Beeinträchtigung oder anderen Krankheitsbildern, wie etwa einem verringerten Lungenvolumen, bei schwerem Asthma, Herz- oder Lungenerkrankungen etc.).

Der Nachweis kann beispielsweise über den Schwerbehindertenausweis oder ein ärztliches Attest erfolgen, es besteht jedoch keine Pflicht, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen. Im Rahmen des Hausrechts kann jedoch verlangt werden, dass Kunden ohne Mund-Nasen-Bedeckung, die kein Attest haben, wieder gehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kundinnen und Kunden nicht auf andere Weise die gesundheitlichen Einschränkungen glaubhaft machen können, die sie daran hindern, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In Betracht kommt beispielsweise das Vorzeigen eines Asthmasprays.



Inhalt aktualisiert am 19. Mai 2020