Meisterprüfung, Praktische Prüfung, Steinmetz
Bartel / Handwerkskammer

Coronavirus FAQs: Ausbildung

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Ausbildung.

Förderprogramme

Bund und Land haben zwei Förderprogramme zur Stärkung der Ausbildung geschaffen. Die einzelnen Maßnahmen zielen darauf ab, Ausbildungskapazitäten zu erhalten und den Abschluss neuer Ausbildungsverträge zu fördern.

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Das Programm sieht verschiedene Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent) vor, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. Dazu zählen unter anderem Ausbildungsprämien zur Aufrechterhaltung bzw. Erhöhung des Ausbildungsniveaus. Betriebe, die Azubis aus pandemiebedingt insolventen Betrieben übernehmen, sollen eine Übernahmeprämie erhalten. Wer seine Ausbildungsaktivitäten trotz erheblichen Arbeitsausfalls fortsetzt und Auszubildende und Ausbilder*innen nicht  in Kurzarbeit bringt, soll ebenfalls von dem Förderprogramm profitieren.

Aufgrund der andauernden Pandemie wurde die Förderrichtlinie erneut überarbeitet mit dem Ergebnis, dass das Förderprogramm verlängert und die Konditionen verbessert wurden (höheren Prämien, erleichterte Zugangskriterien).

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Landesprogramm "Aktionsplan Ausbildung"

Auch das Landesprogramm sieht eine Ausbildungsprämie für Betriebe vor, die zusätzliche Ausbildungsverträge abschließen. Die Einmalzahlung richtet sich dabei an Betriebe, die nicht die Fördervoraussetzungen der Bundesförderung (erhebliche Betroffenheit) erfüllen. Ferner sollen Betriebe, die Ausbildungsverträge pandemiebedingt verlängern, einen einmaligen Zuschuss von 500 Euro erhalten. Auch eine Förderung der Überbetrieblichen Ausbildung ist vorgesehen.

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Inhalt aktualisiert am 23. April 2021

Das Landesprogramm „Aktionsplan Ausbildung“ sieht eine Mobilitätsprämie für Auszubildende vor: Wer mindestens 45 Kilometer entfernt vom Wohnort einen Ausbildungsplatz annimmt oder entfernungsbedingt den Wohnort wechselt, soll nach Ende der Probezeit eine Einmalzahlung von 500 Euro erhalten. Außerdem startet das Land eine Vermittlungsoffensive an den Berufsbildenden Schulen mit dem Ziel, möglichst viele Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit noch in diesem Jahr in eine berufliche Ausbildung zu vermitteln.
Die Anträge sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Die Antragsformulare finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit als Download. Dem Antragsformular ist eine von der Handwerkskammer ausgestellte Bescheinigung über Ausbildungsverhältnisse sowie eine De-minimis-Erklärung beizufügen. Bei der Übernahmeprämie benötigen Sie zusätzlich eine Bescheinigung des Insolvenzverwalters.
Für die Bescheinigung nutzen Sie das von der Arbeitsagentur zur Verfügung gestellte Formular "Bescheinigung der zuständigen Stelle" und schicken es zur weiteren Bearbeitung vorausgefüllt an ausbildungsberatung@hwk-bls.de.
Nein, für die Förderung (Ausbildungsprämie (plus) und Übernahmeprämie) ist allein der Ausbildungsbeginn maßgeblich (Ausbildungsbeginn frühestens am 24. Juni 2020).


Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)

Ja, die Lehrgänge der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung finden unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen statt.

Inhalt aktualisiert am 23. April 2021

Um die Lehrgänge durchführen zu können, wurden besondere Schutz- und Hygienemaßnahmen getroffen: Auf dem Gelände sowie in den Werkstätten und Schulungsräumen der Technologiezentren gilt die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung. Für die praktischen Arbeiten kommt zusätzlich teilweise ein Gesichtsschutz (Face-Shield) zum Einsatz. Ferner sind Regelungen zum Lüften der Räume und Werkstätten getroffen worden.

Die hierfür notwendige Schutzausrüstung wird den Auszubildenden von der Handwerkskammer kostenlos zur Verfügung gestellt.

Inhalt aktualisiert am 26. April2021

Vor dem Hintergrund der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vom 30. Oktober 2020, zuletzt geändert am 8. Mai 2021, muss die Handwerkskammer zweimal wöchentlich eine schriftliche Eigenerklärung über ein negatives Testergebnis von den Teilnehmenden der Aus-, Fort- und Weiterbildung einholen.
Die Handwerkskammer geht weiterhin davon aus, dass die Betriebe ihrer gesetzlichen Testangebotspflicht nachkommen und die Auszubildenden auch für die Dauer der Lehrgänge mit Selbsttests ausstatten, damit eine Negativ-Erklärung und somit eine Lehrgangsteilnahme erfolgen kann. Alternativ können auch die Bürgertestzentren in Anspruch genommen werden.

Inhalt aktualisiert am 11. Mai 2021

Ja, die Versorgung durch die Mensen ist weiter gewährleistet. Je nach rechtlichen Vorgaben und daraus resultierenden Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen kann es jedoch zu Einschränkungen kommen (z. B. eingeschränkte Nutzung des Speisesaals).


Inhalt aktualisiert am 11. Januar 2020

Ja, die Gästehäuser sind in Betrieb.
Die Gästehäuser verfügen aber nur über eine verringerte Anzahl von Betten, da eine Einzelunterbringung vorgeschrieben ist. Mit der Anmeldung für eine Unterbringung im Gästehaus, unter Angabe der Anfahrtsdauer, erhalten Sie nach Prüfung eine schriftliche Bestätigung der Heimleitung. Eine Unterbringung ist nur mit einer schriftlichen Fax-Bestätigung/E-Mail-Bestätigung verbindlich. Auszubildende, die ohne verbindliche Zusage der Heimleitung anreisen, können in den Gästehäusern nicht aufgenommen werden.


Inhalt aktualisiert am 11. Januar 2021


Prüfungen

Ja, Prüfungen finden unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen statt.


Inhalt aktualisiert am 13. Januar 2021

Neben den allgemein bekannten Abstands- und Hygieneregeln ist das Tragen von medizinischen Masken (sog. OP-Masken oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2) vorgeschrieben. Ferner sind Regelungen zum Lüften der Räumlichkeiten getroffen worden.

Aus Gründen des Eigen- und Fremdschutzes empfiehlt sich eine vorherige Testung auf das Corona-Virus.


Inhalt aktualisiert am 28. April 2021
Nein, außer das zuständige Gesundheitsamt hebt die Quarantäne ausdrücklich für den Prüfungstag auf.

Inhalt aktualisiert am 12. Januar 2021

Wenn Sie noch nicht zur Prüfung angemeldet sind, aber bereits von uns dazu aufgefordert wurden, sollten Sie uns Ihre Prüfungsanmeldung zusenden.


Inhalt aktualisiert am 24. März 2020

Nein, die Prüfungsanforderungen sind in den Ausbildungsordnungen beschrieben und können nicht verändert werden. Besteht nach mehrwöchigem Unterrichtsausfall die Sorge, dass das Ausbildungsziel nicht erreicht wird, kann ein Antrag auf Verlängerung der Ausbildung nach § 27 b Absatz 2 HwO / § Absatz 2 BBiG gestellt werden.

 
Inhalt aktualisiert am 6. April 2020

Die Folgen der Corona-Krise haben auch Auswirkungen auf die Ausbildung: Einschränkungen im Arbeitsalltag bis hin zu temporären Betriebsschließungen und entfallener Berufsschulunterricht können sich negativ auf den Ausbildungsstand auswirken.

Wenn die schulischen Leistungen nicht ausreichen, können Betriebe die sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bei der Arbeitsagentur beantragen und damit Nachhilfeunterricht für ihre Auszubildenden finanzieren.

Das Angebot hilft übrigens nicht nur bei Wissenslücken, die durch die Corona-Folgen entstanden sind, sondern steht allen Azubis zur Seite, deren Ausbildungsabschluss gefährdet ist. Der kostenfreie Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit ist unter 0800 4 5555 20 zu erreichen.

 
Inhalt aktualisiert am 25. Mai 2020

 


Ausbildung allgemein

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte.

Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.

Inhalt aktualisiert am 24. März 2020

Ja, auch während angezeigter Kurzarbeit können jederzeit neue Ausbildungsverträge geschlossen werden. Für den Abschluss der Verträge bedarf es keiner Zustimmung der Agentur für Arbeit.

Gleiches gilt für Auszubildende, die während ihrer Lehrzeit aus einem anderen Betrieb übernommen werden.


Inhalt aktualisiert am 24. Juni 2020

Nachwuchskräfte können nach dem Abschluss ihrer Berufsausbildung ohne zusätzliche Abstimmung mit der Agentur für Arbeit übernommen werden.

In diesen Fällen muss in der monatlichen Abrechnung von Kurzarbeit lediglich ergänzend eine Erklärung abgegeben werden, dass sich die Gesamtzahl der Beschäftigten aufgrund der Übernahme von Auszubildenden erhöht hat. Nach der Ausbildung bzw. dem Studium übernommene Nachwuchskräfte können vom ersten Tag an in die Kurzarbeit einbezogen werden.


Inhalt aktualisiert am 24. Juni 2020

Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Umstellung des Lehrplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
  • Versetzung in eine andere Abteilung
  • Durchführung besonderer Ausbildungsveranstaltungen.

Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist allerdings restriktiv zu handhaben.

Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen.


Inhalt aktualisiert am 24. März 2020

Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen, es sei denn der Ausbildungsbetrieb kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Unternehmens, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.

Inhalt aktualisiert am 24. März 2020

Auszubildende können nicht pauschal in “Zwangsurlaub” geschickt werden. Urlaub muss vom Auszubildenden beanragt werden, er kann nicht gegen dessen Willen einfach angeordnet werden. Ähnliches gilt für den Abbau von Überstunden. Der Auszubildende selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall.

Inhalt aktualisiert am 24. März 2020

Die Ausbildung muss so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Dies ist u. U. für eine kürzere Zeit auch ohne Öffnung des Betriebes für Kunden möglich (Einzelfallbeurteilung). Ist die Ausbildung nicht mehr möglich, muss die Ausbildung ggf. ausfallen. In diesem Fall besteht die Pflicht zur Fortzahlung der Vergütung nach § 19 Absatz 1 Nr. 2 a) BBiG. Es kann ein Recht zur außerordentlichen Kündigung durch den Betrieb entstehen, z.B. wenn eine Betriebsaufgabe geplant ist.

Inhalt aktualisiert am 6. April 2020