Schutzmaske auf Werkzeugbank
Schmitz / Handwerkskammer

Corona-Arbeitsschutzverordnung

Verordnung wird verlängert und ergänzt. Bisherige Arbeitsschutzmaßnahmen gelten weiterhin.

Mit einer erneuten Anpassung derCorona-Arbeitsschutzverordnung wurden die Vorgaben zum betrieblichen Infektionsschutz über den 10. September hinaus verlängert. Während die bisherigen Corona-Maßnahmen bestehen bleiben, enthält sie auch Neuerungen: So sollen Unternehmen ihre Beschäftigten künftig für den Impftermin freistellen.

Impfung während der Arbeitszeit ermöglichen

Arbeitgeberinnen  und Arbeitgeber sollen ihre Beschäftigten künftig über die Risiken einer Covid-19 Erkrankung sowie bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren. Außerdem müssen sie ihren Beschäftigten ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Soweit Betriebsärzte Impfungen im Betrieb durchführen, sollen sie dabei organisatorisch und personell unterstützt werden.

Tests bieten weiterhin zusätzliche Sicherheit

Bisherige Maßnahmen des Corona-Arbeitsschutzes bleiben bestehen – etwa die Pflicht für Arbeitgeber*innen, allen in Präsenz arbeitenden Beschäftigten zweimal pro Woche einen Test anzubieten, wobei vollständig geimpfte oder genesene Personen von der Angebotspflicht ausgenommen werden können. Allerdings sind die Beschäftigten nicht verpflichtet, über ihren Impfstatus Auskunft zu geben. Auch wenn die Zahl geimpfter und genesener Personen in den Betrieben kontinuierlich zunimmt, sind die Tests ein niedrigschwelliges Angebot, dass den Beschäftigten zusätzliche Sicherheit bietet.

Darüber hinaus bleiben Unternehmen weiterhin verpflichtet, die folgenden Maßnahmen umzusetzen:

  • Begrenzung der Beschäftigtenzahl in geschlossenen Arbeits- und Pausenräumen,
  • Bildung von festen betrieblichen Arbeitsgruppen,
  • das Tragen von Mund-Nasen-Schutz bei unvermeidbarem Kontakt und
  • die Erstellung und Umsetzung von betrieblichen Hygienekonzepten.


Die Verlängerung und Ergänzung der Verordnung ist Teil der Umsetzung der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom 10. August 2021. Das Kabinett hat die Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung zur Kenntnis genommen. Die überarbeitete Verordnung tritt am 10. September in Kraft. Sie gilt für die Dauer der pandemischen Lage, längstens bis 26. November.