Bauerfeld / Handwerkskammer

Beitrag & Gebühren

Beiträge

Gemäß § 113 des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HWO) sind zur Deckung der Ausgaben einer Kammer Beiträge zu erheben. Die Vollversammlung der Handwerkskammer hat die Festsetzung die Beiträge zur Handwerkskammer für das Jahr 2017 am 18.11.2016 beschlossen.

Der Beitrag bemisst sich nach dem Bescheid des Finanzamts für 2014 über den einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag (gemäß §§ 7 - 10 a GewStG). Liegt ein Gewerbeertrag nicht vor oder ist dieser mit 0,00 € festgesetzt worden, so ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb heranzuziehen (Steuerbescheid 2014).

Es wird der ungeteilte Gewerbeertrag bzw. der ungeteilte Gewinn vor Anwendung eines Freibetrages herangezogen.

1. Grundbeitrag

1. Existenzgründer aus dem Jahr 2016, die erstmalig ein Gewerbe angemeldet haben und die Voraussetzungen gemäß § 113 HwO erfüllen, zahlen den halben Grundbeitrag

2. Einzelunternehmen und Personengesellschaften

mit einem Gewerbeertrag bis 5.200 €: 120 €
mit einem Gewerbeertrag über 5.200 bis 30.000 €: 180 €
mit einem Gewerbeertrag über 30.000 €: 260 €

3. Juristische Personen und GmbH & Co. KG: 390 €

2. Zusatzbeitrag

Für Betriebe, die in der Rechtsform eines Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft einschließlich GmbH & Co. KG geführt werden, wird bei der Berechnung des Zusatzbeitrages ein Freibetrag in Höhe von 24.500 € berücksichtigt.

Der Zusatzbeitrag beträgt:

1,25 % bis zu einem Gewerbeertrag 2014 bzw. Gewinn 2014 in Höhe von 90.000 €
0,9 % bei einem Gewerbeertrag 2014 bzw. Gewinn 2014 über 90.000 € bis 115.000 €
0,4 % bei einem Gewerbeertrag 2014 bzw. Gewinn 2014 über 115.000 € hinausgehend.

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat die Festsetzung der Beiträge zur Handwerkskammer am 21.12.2016 genehmigt.

Dauer der Beitragspflicht

Die Beitragspflicht besteht für die Dauer der Eintragung des Betriebes in den bei der Kammer geführten Verzeichnissen. Wird das Gewerbe nicht mehr ausgeübt und ist die Betriebstätigkeit tatsächlich eingestellt, ist ein anteiliger Jahresbeitrag zu berechnen, sofern die Abmeldung bei der Handwerkskammer ordnungsgemäß erfolgt ist.

Neu- bzw. Nachberechnung des Handwerkskammerbeitrags, wenn die korrekte Bemessungsgrundlage noch nicht vorliegt

Liegt der für die Berechnung maßgebende Gewerbeertrag bzw. der Gewinn aus Gewerbebetrieb zum Zeitpunkt dieses Beitragsbescheids nicht vor, wird die vollständige Berechnung später erfolgen. Wird der maßgebende Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb berichtigt und neu festgesetzt, werden auch die Bescheide entsprechend berichtigt.

Sollten Sie eine falsche Bemessungsgrundlage oder andere offensichtliche Unrichtigkeiten in diesem Beitragsbescheid feststellen, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen, damit der Beitragsbescheid möglichst unbürokratisch berichtigt werden kann.

Der Beitrag ist eine öffentliche Abgabe, die notfalls im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen werden kann. Die hierdurch anfallenden Kosten sind von Ihnen zu tragen (§ 5 der Kostenordnung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in Verbindung mit Ziffer 5.3 des Kostentarifs).

 

Osa Swendrak

Tel. 0531 1201-380
Fax 0531 1201-399
swendrak--at--hwk-bls.de





Die Beitragsordnung der Handwerkskammer

Stand: 07.11.2017

§ 1 Handwerkskammerbeitrag

1. Zur Deckung der durch die Errichtung und Tätigkeit der Handwerkskammer entstehenden und anderweitig nicht gedeckten Kosten wird jährlich ein Handwerkskammerbeitrag nach Maßgabe des § 113 der Handwerksordnung erhoben.

2. Beitragsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Beitragspflicht

1. Beitragspflichtig sind alle natürlichen und juristischen Personen sowie Personengesellschaften, die in der Handwerksrolle, im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen sind. Personen, die gemäß § 90 Abs. 3 Handwerksordnung Mitglied der Handwerkskammer sind und deren Gewerbeertrag oder Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro übersteigt, sind ebenfalls beitragspflichtig.

2. Natürliche Personen, die erstmalig ein Gewerbe angemeldet haben, sind für das Jahr der Anmeldung von der Entrichtung des Grundbeitrages und des Zusatzbeitrages, für das zweite und dritte Jahr von der Entrichtung der Hälfte des Grundbeitrages und vom Zusatzbeitrag und für das vierte Jahr von der Entrichtung des Zusatzbeitrages befreit, soweit deren Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuergesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, deren nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro je Kalenderjahr nicht übersteigt.

3. Die Beitragspflicht beginnt mit dem auf die Eintragung in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (Handwerksrolle), in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder handwerksähnlichen Gewerbe folgenden Monat. Sie endet mit Ablauf des Monats, in dem die Eintragung des Beitragspflichtigen in dem Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (Handwerksrolle), in dem Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder handwerksähnlichen Gewerbe gelöscht wird. Der Beitrag wird anteilig für die der Beitragspflicht unterliegenden Monate erhoben. Erfolgt die Abmeldung des Gewerbes bei der Gemeinde nachweislich zu einem früheren Zeitpunkt als die Löschung des Beitragspflichtigen, so kann auf Antrag für die Berechnung des Beitrages das Datum zu Grunde gelegt werden, zu dem die Abmeldung bei der Gemeinde eingereicht wurde. Der Beitragspflichtige hat hierzu darzulegen, dass eine spätere Löschung des Eintrags bei der Handwerkskammer nicht auf ein schuldhaftes Versäumnis seinerseits zurückzuführen ist. Ihm obliegt auch der Nachweis über den Zeitpunkt, zu dem der Betrieb eingestellt wurde.

4. Der Anspruch auf den jeweiligen Jahresbeitrag entsteht mit Beginn des Beitragsjahres oder mit dem auf die Eintragung in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (Handwerksrolle), in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder handwerksähnlichen Gewerbe folgenden Monat.

5. Die Beitragspflicht wird durch die Eröffnung eines Liquidations- und Insolvenzverfahrens nicht berührt.

§ 3 Gewerbeertrag, Gewinn aus Gewerbebetrieb

1. Der Gewerbeertrag wird nach § 7 Gewerbesteuergesetz (GewStG) unter Berücksichtigung von § 10 a GewStG ermittelt.

2. Wird für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt, tritt an die Stelle des Gewerbeertrages der nach dem Einkommensteuer- oder Körperschaftssteuergesetz ermittelte Gewinn aus Gewerbebetrieb.

3. Zum Beitrag nach dem Gewinn aus Gewerbebetrieb werden Betriebe herangezogen, für die ein Gewerbeertrag nicht oder mit 0,00 Euro festgesetzt wurde.

§ 4 Zusammensetzung des Beitrages

1. Der Jahresbeitrag besteht aus einem Grundbeitrag und einem Zusatzbeitrag.

2. Die Bemessungsgrundlagen, das Bemessungsjahr sowie die Beitragshöhe werden jährlich durch die Vollversammlung in einer Haushaltssatzung beschlossen.

§ 5 Grundbeitrag

1. Der Grundbeitrag kann gemäß § 113 Absatz 2 Satz 2 HwO nach der Leistungskraft der Beitragspflichtigen gestaffelt werden.

2. Staffelungen und Zuschläge können nach dem Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb und/ oder der Rechtsform sowie nach sonstigen Kriterien der Leistungskraft der Betriebe festgesetzt werden.

3. Durch entsprechende Beschlüsse der Vollversammlung können

a) für juristische Personen und Betriebe, die in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG geführt werden, abweichende Grundbeiträge festgesetzt werden;

b) für bestimmte Zwecke Sonderumlagen nach einheitlichen Maßstäben festgesetzt werden;

c) Sonderbeiträge erhoben werden.

4. Liegt der für die Berechnung des Jahresbeitrages maßgebende Gewerbeertrag bzw. der Gewinn aus Gewerbebetrieb noch nicht vor, so kann ein vorläufiger Beitrag auf der Grundlage des letzten Gewerbeertrages oder Gewinns erhoben werden.

§ 6 Zusatzbeitrag

1. Der Zusatzbeitrag errechnet sich auf der Grundlage des Gewerbeertrages oder des Gewinns aus Gewerbebetrieb (§ 3 der Beitragsordnung).

2. Wird der Gewerbesteuermessbetrag auf verschiedenen Gemeinden zerlegt, so wird der Zusatzbeitrag nur aus denjenigen Anteilen der jeweiligen Bemessungsgrundlagen errechnet, die auf den Kammerbezirk entfallen. Dies gilt nicht, wenn der Beitragspflichtige im Beitragsjahr außerhalb des Kammerbezirks tätig geworden ist, ohne in die Handwerksrolle, das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke oder das Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe für den Betriebsort eingetragen zu sein.

3. Sofern der Gewerbeertrag oder der Zerlegungsanteil für das Bemessungsjahr noch nicht vorliegt, kann der Beitrag aufgrund des letzten vorliegenden Gewerbeertrages oder – soweit ein solcher nicht vorliegt - aufgrund einer Schätzung in entsprechender Anwendung des § 162 Abgabenordnung vorläufig veranlagt werden. Satz 1 findet entsprechende Anwendung auf den Gewinn aus Gewerbebetrieb.

4. Ändert sich die Bemessungsgrundlage nach Erteilung des Beitragsbescheides, so erlässt die Handwerkskammer einen berichtigenden Bescheid. Zuviel gezahlte Beiträge werden erstattet, zu wenig erhobene Beiträge werden nachgefordert.

5. Das Handwerkskammermitglied ist verpflichtet, der Handwerkskammer Auskunft über die zur Festsetzung des Beitrags erforderlichen Grundlagen zu geben; die Handwerkskammer ist berechtigt, die sich hierauf beziehenden Geschäftsunterlagen einzusehen. Werden von dem Handwerkskammermitglied Angaben, die zur Feststellung seiner Beitragspflicht oder zur Beitragsfestsetzung erforderlich sind, nicht gemacht, kann die Handwerkskammer die Beitragsbemessungsgrundlagen entsprechend § 162 Abgabenordnung schätzen; dabei sind alle Umstände zu berücksichtigen, die für die Schätzung von Bedeutung sind.

§ 7 Beitragsabgrenzung

1. Bei einer Beitragsabgrenzung wird der Grundbeitrag nicht aufgeteilt. Er ist auch dann in voller Höhe zu entrichten, wenn der Betrieb oder seine Betriebsstätte nur mit einem Betriebsteil beitragspflichtig sind.

2. Beitragspflichtige, die nach § 3 Abs. 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHK-Gesetz) Beiträge zur Industrie- und Handelskammer zahlen, werden bei der Berechnung des Zusatzbeitrages nur mit dem Teil des Gewerbeertrages herangezogen, der dem handwerklichen Betriebsteil zuzurechnen ist.

3. Kann der Betriebsinhaber den nach Abs. 2 maßgeblichen Anteil nicht ermitteln, wird dieser unter Berücksichtigung hierfür bedeutsamer Betriebsmerkmale von der Handwerkskammer festgestellt. Der Gewerbetreibende hat nach dem § 113 Abs. 2 der Handwerksordnung der Handwerkskammer die für die Beitragsfestsetzung erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Kommt er einem entsprechenden Verlangen der Handwerkskammer nicht nach, kann die Kammer die Bemessungsgrundlage hinsichtlich des Abgrenzungsanteils schätzen.

4. Besteht für den Beitragspflichtigen keine Beitragspflicht zu einer Industrie- und Handelskammer, wird der Berechnung des Zusatzbeitrages der volle Gewerbeertrag oder der volle Gewinn aus Gewerbebetrieb zugrunde gelegt.

§ 8 Neugründung von Betrieben

Werden Beiträge des laufenden Jahres nach Gewerbeerträgen oder Gewinnen aus zurückliegenden Jahren berechnet und liegt infolgedessen bei der Neugründung eines Betriebes der für die Beitragsbemessung des laufenden Beitragsjahres heranzuziehende Gewerbeertrag oder der Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht vor, so ist stattdessen der Gewerbeertrag oder der Gewinn des ersten vollen Jahres nach der Betriebsgründung für die Beitragsbemessung maßgebend.

§ 9 Beitragsberechnung bei erstmaliger Gewerbeanmeldung

Für die Berechnung der Grund- und Zusatzbeiträge für Beitragspflichtige gemäß § 2 Absatz 2, deren Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro übersteigt, wird im Eintragungsjahr und den drei folgenden Jahren der Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb des jeweiligen Veranlagungsjahres herangezogen. Ab dem fünften Jahr der Existenzgründung erfolgt die Beitragsberechnung gemäß der Haushaltssatzung.

§ 10 Übernahme bestehender Betriebe

1. Wird der Betrieb im Wege der Erbfolge oder in anderer Weise als durch entgeltlichen Erwerb übernommen, so errechnet sich der Zusatzbeitrag nach dem für den bisherigen Betrieb festgesetzten Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb. Dieser Grundsatz gilt auch dann, wenn der Betrieb zwar in anderer Rechtsform (z.B. GmbH), jedoch unter maßgeblicher Beteiligung des früheren Inhabers oder der früheren Inhaber fortgeführt wird.

2. Ist der erste ganzjährige Gewerbeertrag oder Gewinn aus Gewerbebetrieb des neuen Inhabers niedriger als der zunächst herangezogene Ertrag des Vorgängerbetriebes, so ist dieser auf Antrag abweichend von Absatz 1 der Berechnung zugrunde zu legen.

§ 11 Fälligkeit der Beitragsschuld

Der Beitrag wird mit Ablauf von 2 Wochen nach Bekanntgabe des Beitragsbescheides fällig.

§ 12 Mahnung, Beitreibung

1. Der Handwerkskammerbeitrag wird bei nicht rechtzeitiger Bezahlung schriftlich angemahnt. Hierbei wird eine weitere Zahlungsfrist von zwei Wochen gesetzt. Der Beitragspflichtige ist darauf hinzuweisen, dass bei fruchtlosem Fristablauf der Beitrag zwangsweise beigetrieben werden kann.

2. Für jede Mahnung werden Mahngebühren zuzüglich Auslagen gemäß der Kostenordnung der Handwerkskammer erhoben.

3. Wird der Beitrag trotz Mahnung nicht bezahlt, so wird er durch die zuständige Vollstreckungsbehörde beigetrieben. Die Kosten der Beitreibung trägt der Beitragsschuldner.

4. Im Übrigen gelten für die Mahnung und Beitreibung die Vorschriften über die Beitreibung gemeindlicher Abgaben.

§ 13 Stundung, Erlass, Niederschlagung

1. Beiträge können auf Antrag gestundet werden, wenn die Einziehung bei Fälligkeit eine erhebliche Härte für den Beitragspflichtigen bedeuten würde und der Beitragsanspruch durch die Stundung nicht gefährdet erscheint.

2. Im Falle einer unbilligen Härte können Beiträge ganz oder teilweise erlassen werden. Im Interesse einer gleichmäßigen Behandlung aller Beitragspflichtigen ist an den Begriff der unbilligen Härte ein strenger Maßstab anzulegen.

3. Beiträge können niedergeschlagen werden, wenn ihre Beitreibung keinen Erfolg verspricht oder wenn Aufwand und Kosten der Beitreibung in einem Missverhältnis zur Beitragshöhe stehen.

§ 14 Verjährung

Die Festsetzungsverjährung beträgt vier Jahre, die Zahlungsverjährung fünf Jahre. Im Übrigen gelten die Vorschriften der Abgabenordnung über die Verjährung der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen entsprechend.

§ 15 Inkrafttreten

Die Beitragsordnung tritt mit Wirkung vom 30.01.2015 in Kraft und ersetzt die Beitragsordnung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, die von der Vollversammlung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade am 13.11.2014 beschlossen und im Norddeutschen Handwerk vom 29.01.2015 veröffentlicht worden ist.

 

Ausgefertigt:
Braunschweig, 7. November 2017

Detlef Bade Eckhard Sudmeyer
Präsident Hauptgeschäftsführer

Die Änderung der Beitragsordnung hinsichtlich des rückwirkenden Inkrafttretens wurde von der Vollversammlung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade am 26.09.2017 im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat den Beschluss mit Verfügung vom 02.11.2017 (Az. 21-32113/1840) genehmigt.

Alle Gebühren auf einen Blick

(Anlage zur Kostenordnung vom 12.11.2009, zuletzt geändert in der Vollversammlung am 08.11.2012, genehmigt vom MW am 18.12.2012, veröffentlicht am 31.01.2013)



1.Handwerksrolle und Verzeichnis zulassungsfreier Handwerke
und handwerksähnlicher Betriebe
 
1.1Eintragung in die Handwerksrolle einschließlich Ausstellung der Handwerkskarte mit Meister-, Ingenieur- oder Dipl.-Ing. Prüfung bzw. mit Ausnahmebewilligung oder sonstiger Berechtigung180,00 €
1.2a) Eintragung in die Handwerksrolle juristischer Personen und Personengesellschaften in die Handwerksrolle360,00 €
 b) bei der Eintragung von mehr als drei Handwerken/Gewerben; für die Eintragung jedes weiteren Handwerkes/Gewerbes zusätzlich35,00 €
 c) Eintragung von zusätzlichen Betriebsstätten (Filialen)50,00 €
1.3a) Eintragung in das Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnlicher Gewerbe betrieben werden können160,00 €
 b) bei der Eintragung von mehr als drei Handwerken/Gewerben; für die Eintragung jedes weiteren Handwerkes/Gewerbes zusätzlich35,00 €
 c) Eintragung von zusätzlichen Betriebsstätten (Filialen)50,00 €
1.4Rechtserhebliche Änderungen und Eintragung zusätzlicher Handwerke oder handwerksähnlicher Gewerbe60,00 €
1.5Löschung von Amts wegen50,00 - 150,00 €
1.6Zweitausfertigung der Handwerks-/Gewerbekarte30,00 €
1.7Ablehnung von Eintragungsanträgen50,00 - 100,00 €
1.8§§ 7a, 7b, 8, 9 HwONds. AllGO
1.9Bestätigung gemäß EU/EWR HwV50,00 €
2.Ausbildungswesen 
2.1Eintragung in das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse für Lehrlinge (Auszubildende)60,00 €
2.2Zwischenprüfung/gestreckte Prüfung Teil I Gesellenprüfung für Lehrlinge (Auszubildende)75,00 - 250,00 €
2.3Gesellen- oder Abschlussprüfung Teil II der gestreckten Gesellenprüfung für Lehrlinge (Auszubildende)130,00 - 380,00 €
2.4Gesellen- oder Abschlussprüfung für Personen, die nicht in das Verzeichnis der Auszubildendenverhältnisse eingetragen sind130,00 - 380,00 €
2.5Wiederholung einer Gesellen-/Abschlussprüfung 
 - Gesamtwiederholungvolle Gebühr
 - Wiederholung des theoretischen Teils½ Gebühr
 - Wiederholung des praktischen Teils¾ Gebühr
2.6Entscheidungen nach BBiG/HwO 
 a) Widerrufliche Zuerkennung der fachlichen Eignung zur Ausbildung70,00 - 355,00 €
 b) Untersagung des Einstellens von Auszubildenden und des Ausbildens66,00 - 192,00 €
 c) Untersagung der Berufsausbildungsvorbereitung66,00 - 192,00 €
2.7Registrierung von Praktikantenverträgen50,00 €
3.Fortbildungsprüfungen100,00 - 900,00 €
 - Gesamtwiederholungvolle Gebühr
 - Wiederholung des theoretischen Teils½ Gebühr
 - Wiederholung des praktischen Teils¾ Gebühr
4.Meisterprüfungswesen 
4.1Abnahme der gesamten Meisterprüfung900,00 €
 a) Teil I350,00 €
 b) Teil II300,00 €
 Teil I und II zusammen600,00 €
 c) Teil III250,00 €
 d) Teil IV250,00 €
 Teil III und IV zusammen400,00 €
4.3Wiederholung der Meisterprüfung 
 a) Gesamtwiederholung900,00 €
 b) bei Wiederholung von Teilen oder einzelnen Fachgebieten gelten die Gebührensätze zu 4.2 entsprechend. 
4.4Bei der Anberaumung einer Einzelprüfung auf Antrag des Prüflings tatsächlich hat dieser die neben den Gebühren zu Nr. 4.1-4.3 entstandenen entstandene Mehrkosten zu tragen. Die Mehrkosten entfallen, wenn innerhalb Kosten des letzten Jahres seit der Antragstellung keine Prüfung in dem Handwerk stattgefunden hat.tatsächlich entstandene Kosten
4.5Zulassung zur Meisterprüfung in Ausnahmefällen75,00 €
4.6Abnahme der praktischen Prüfung an einem vom Prüfungskandidaten bestimmten Ort und Überwachung zusätzlich120,00 €
5.Sonstige Verwaltungsgebühren 
5.1Zweitausfertigung eines Prüfungszeugnisses40,00 €
5.2Zweitausstellung eines Schmuckbriefes50,00 €
5.3Mahnverfahren 
 a) erste Mahnung4,00 €
 b) für die Durchführung der Amtshilfe35,00 €
5.4Erlass von Widerspruchsbescheiden25,00 - 365,00 €
5.5Erteilung einer amtlichen Bescheinigung10,00 - 75,00 €
5.6Gleichwertigkeitsprüfung nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz100,00 - 600,00 €
6.Sachverständigenwesen 
6.1Bestellung von Sachverständigen150,00 €
6.2Aufhebung der Bestellung150,00 - 250,00 €
7.Überbetriebliche Berufsausbildung 
7.1Kursgebühren
Es werden kostendeckende Gebühren bis zur Höchstgrenze von 600,00 € pro Woche erhoben.
Die kostendeckende Gebührenhöhe für die einzelnen Kurse wird unter Beachtung der beschlossenen Höchstgrenze durch den Vorstand bestimmt.
Die kostendeckende Gebühr ist bei der Veranlagung um die Zuschüsse des Bundes, des Landes oder anderer Stellen zu kürzen.
600,00 €
7.2Übernachtung und Verpflegung
Es werden kostendeckende Gebühren in einem Gebührenrahmen von 150,00 € bis zu einer Höchstgrenze von 250,00 € pro Woche erhoben.
Die kostendeckende Gebührenhöhe wird unter Beachtung der beschlossenen Höchstgrenze durch den Vorstand bestimmt.
Die kostendeckende Gebühr ist bei der Veranlagung um die Zuschüsse des Bundes, des Landes oder anderer Stellen zu kürzen.
150,00 €
8.Beratungswesen 
8.1Beratungsgesprächkostenfrei
8.2Erstellung von Beratungsunterlagen nach vorheriger Vereinbarung nach Aufwand50,00 - 100,00 €
8.3Pauschale für Verwaltungsaufwand und Fahrtkosten auf besondere Aufforderung - je Beratung50,00 €
8.4Erstellung von Gutachten und Stellungnahmen 
 - Stellungnahmen gegenüber den Arbeitsämtern100,00 €
 - Stellungnahmen für Eigenkapitalhilfe50,00 €
8.5Gebühr für die Vermittlung von Personal, soweit keine Kostenerstattung von dritter Seite erfolgt. Nach Zeitaufwand je Stunde50,00 €