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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Bis Ende 2020 gilt für den Fall der Überschuldung eines Unternehmens eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Um die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern, wurde im März 2020 eine zeitlich befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht beschlossen. Diese Sonderregelung soll antragspflichtigen Unternehmen die Gelegenheit geben, ein Insolvenzverfahren, insbesondere unter Inanspruchnahme der staatlichen Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden. 

Vom 1. März bis zum 30. September 2020 galt für Unternehmen, bei denen die Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) auf den Folgen der Corona-Pandemie beruhte und bei denen gleichzeitig  Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestand, eine vorrübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht. Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2020 gilt die Sonderregel weiterhin – allerdings nur für den Fall der Überschuldung eines Unternehmens und nicht bei bereits eingetretener Zahlungsunfähigkeit. Das heißt, dass ab dem 1. Oktober bei Zahlungsunfähigkeit für Unternehmen wieder eine Antragspflicht gilt.