Symbolbild Geldscheine und Münzen
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Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2019

Arbeitgeber müssen sich an den gesetzlichen Mindestlohn halten und gegebenenfalls Arbeitsverträge entsprechend anpassen.

Der gesetzliche Mindestlohn wurde angehoben und beträgt seit dem 1. Januar 2019 9,19 Euro brutto je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde. Ab dem 1. Januar 2020 beträgt der gesetzliche Mindestlohn dann 9,35 Euro brutto je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde.

Arbeitgeber müssen sich an diesen gesetzlichen Mindestlohn halten und gegebenenfalls Arbeitsverträge entsprechend anpassen. Bei Nichteinhaltung des Mindestlohns drohen Bußgeld, Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen und gegebenenfalls Ausschluss von öffentlichen Aufträgen.

Minijobber

Minijobber haben durch die Anhebung des Mindestlohns eine geringere Arbeitszeit im Monat. Seit dem 1.1.2019 beträgt die maximale monatliche Arbeitszeit 48,9 Stunden. Ab 1.1.2020 beträgt die maximale monatliche Arbeitszeit dann 48,1 Stunden. Diese Arbeitszeit gilt es entsprechend einzuhalten, andernfalls wird die Geringfügigkeitsgrenze von 450,00 Euro überschritten und die Vorteile eines Minijobs gehen verloren. Minijobber leisten monatlich also weniger Arbeitsstunden, andernfalls wird ihre Tätigkeit sozialversicherungspflichtig.

Steuern

In Bezug auf Steuern gilt es zu beachten, dass für versicherungspflichtige Beschäftigte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Diese führt der Arbeitgeber pauschal ab. Minijobber können sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Sie erhalten den Mindestlohn dann abzugsfrei.

Ausnahmen

Neben der allgemeinen Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns gibt es auch noch einige Ausnahmen:



Dachdeckerhandwerk ab 01.01.2019Fachkräfte 13,20 Euro brutto
Elektrohandwerk ab 01.01.2019Bundesweiter Mindestlohn von 11,40 Euro brutto
Gebäudereinigerhandwerk ab 01.01.2019Innen- und Unterhaltsreinigung:
10,56 Euro brutto im Westen
10,05 Euro brutto im Osten

Glas- und Fassadenreinigung:
13,82 Euro brutto im Westen
12,83 Euro brutto im Osten
Bauhauptgewerbe ab März 2019Lohngruppe 1 – ungelernte Angestellte bundesweit 12,20 Euro brutto

Lohngruppe 2 für Facharbeiter
15,20 Euro brutto im Westen
15,05 Euro brutto in Berlin
Ostdeutschland - keine Lohngruppe 2
Maler- und Lackierergewerbe ab Mai 2019Lohnuntergrenzenanhebung

Ungelernte Angestellte bundesweiter Mindestlohn von 10,85 Euro brutto