Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Veranstalter, Rechtsträger

Diese Teilnahmebedingungen gelten für Bildungsmaßnahmen, die durch die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade als Veranstalter durchgeführt werden. Grundsätzlich stehen die Bildungsmaßnahmen der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade jedem offen. Sofern für die Zulassung zur Prüfung besondere Zulassungsvoraussetzungen gelten, müssen diese erfüllt werden. Die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme begründet nicht den Anspruch auf Prüfungszulassung.

Für einige Bildungsmaßnahmen gelten spezielle Teilnahmebedingungen auf die im Programm der jeweiligen Bildungsmaßnahme hingewiesen wird.

2. Vertragsabschluss

Mit der verbindlichen Bestätigung der Anmeldung kommt der Vertrag zustande.

 3. Entgelte

Die Lehrgangsentgelte werden mit Zugang der Rechnung fällig.

4. Zahlungsbedingungen, Ratenzahlung

Die Einzelheiten der beantragten Ratenzahlung werden in einer individuellen Vereinbarung zwischen dem Teilnehmer und dem Veranstalter festgelegt. Kommt es zu keiner Einigung hierüber, schuldet der Teilnehmer das Entgelt gemäß Ziffer 3. Ein Anspruch auf Ratenzahlung besteht nicht.

5. Rücktritt des Teilnehmers

Bis spätestens 14 Tage vor Lehrgangsbeginn kann der Teilnehmer durch Erklärung in Textform gegenüber dem Veranstalter zurücktreten. Für den Zeitpunkt des Rücktritts ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei dem Veranstalter maßgebend. Vom 13. Tag vor Lehrgangsbeginn (erster Tag nach Ablauf der vorgenannten Rücktrittsfrist) bis zum Tag des Lehrgangsbeginns ist ein Rücktritt in der vorgenannten Form mit folgender Maßgabe möglich: Der Veranstalter kann einen pauschalierten Schadensersatz in Höhe von

  • 50 % der Kosten/des Entgeltes bei Lehrgängen mit einer Dauer bis 120 Unterrichtsstunden
  • 30 % der Kosten/des Entgeltes bei Lehrgängen mit einer Dauer bis 240 Unterrichtsstunden
  • 15 % der Kosten/des Entgeltes bei Lehrgängen mit einer Dauer über 240 Unterrichtsstunden verlangen.

Kann der Teilnehmer den Nachweis erbringen, dass dem Veranstalter ein wirtschaftlicher Nachteil nicht oder wesentlich niedriger als der genannte pauschalierte Schadensersatz entstanden ist, so hat der Veranstalter nur einen Zahlungsanspruch in Höhe des nachgewiesenen wirtschaftlichen Nachteils.

5a. Abweichende Regelungen für Tages- und Kurzseminare

Die Anmeldung zum Seminar ist verbindlich. Nach erfolgter Anmeldung gelten für den Rücktritt folgende Bedingungen:

  • Bei Rücktritt bis eine Woche vor Seminarbeginn entstehen keine Kosten.
  • Bei Rücktritt bis zu einem Tag vor Seminarbeginn sind 50 % des jeweiligen Seminarpreises zu zahlen.
  • Bei einer Absage am Tag der Durchführung des Seminars ist in jedem Fall der volle Seminarpreis zu entrichten.

Die Absage oder Kündigung kann telefonisch oder in Textform bei dem angegebenen Ansprechpartner erfolgen.

6. Kündigung durch den Teilnehmer nach Lehrgangsbeginn

Zur Kündigung genügt die Textform. Zur Fristwahrung gilt das Datum des Poststempels bzw. das rechtzeitige Absenden des Textes in elektronischer Form. Bei berufsbegleitenden Lehrgängen bzw. Teilzeitschulen ist eine Kündigung mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende möglich. Bei Vollzeitlehrgängen bzw. Tagesschulen ist eine Kündigung mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende möglich. Das Lehrgangsentgelt ist bis zum Ende der Kündigungsfrist anteilig zu zahlen.

Kann der Teilnehmer den Nachweis erbringen, dass dem Veranstalter durch die Kündigung kein oder wesentlich niedrigerer wirtschaftlicher Nachteil entstanden ist, so hat der Veranstalter nur einen Zahlungsanspruch in Höhe des nachgewiesenen wirtschaftlichen Nachteils.

7. Rücktritt durch den Veranstalter

Der Veranstalter ist berechtigt, bei ungenügender Beteiligung, Ausfall eines Dozenten oder anderen zwingenden Gründen bis zum Beginn des Lehrgangs diesen abzusagen. Bereits bezahlte Entgelte werden erstattet; weitergehende Ansprüche des Teilnehmers, insbesondere Schadenersatzansprüche, sind ausgeschlossen. Der Veranstalter behält sich vor, organisatorische und inhaltliche Änderungen, die den Ablauf der Veranstaltung oder den Einsatz von Dozenten betreffen, aus wichtigem Grunde vorzunehmen.

8. Computernutzung

Der Teilnehmer ist verpflichtet, die Software nur für Schulungszwecke zu nutzen, nicht zu vervielfältigen, zu ändern oder an Dritte weiterzugeben bzw. Dritten nutzbar zu machen. Genauso dürfen Zugangsdaten nicht an Dritte weitergegeben werden bzw. Dritten nutzbar gemacht werden. Des Weiteren ist der Teilnehmer nicht berechtigt, Konfigurationen an Hard- und Software sowie Installationen fremder Software und externer Daten ohne Zustimmung des Dozenten durchzuführen. Urheberrechte sind zu beachten.

9. Internetnutzung

Der Teilnehmer darf den Internetzugang der Schulungscomputer nicht für schulungsfremde Zwecke nutzen. Schulungsfremde Zwecke sind insbesondere das Aufrufen oder Downloaden von Seiten mit z.B. pornografischen, politisch radikalen, gewaltverherrlichenden oder volksverhetzenden Inhalten. Ferner dürfen keine Uploads durchgeführt werden.

10. Hausordnung/Gästehausordnung

Der Teilnehmer hat die Hausordnung und ggf. die Gästehausordnung zu befolgen.

11. Ausschluss von Lehrgängen

Der Veranstalter kann den Teilnehmer, der das jeweilige Lehrgangsentgelt oder die entsprechende Rate nicht bezahlt hat, von der weiteren Teilnahme durch Kündigung des Vertrages ausschließen. Ebenso kann der Veranstalter in den Fällen verfahren, in denen der Teilnehmer die Vorschriften der Computer- und Internetnutzung (Ziffer 8 u. 9) sowie die Hausordnung (Ziffer 10) nicht beachtet oder die Durchführung des Lehrgangs gefährdet. Der Teilnehmer hat einen ggf. zu verantwortenden Schaden zu ersetzen. Die Pflicht zur Entrichtung des gesamten Lehrgangsentgeltes bleibt in diesem Fall bestehen.

12. Haftung

Bei Diebstahl oder Beschädigung des Eigentums eines Teilnehmers während des Aufenthaltes am Lehrgangsort haftet der Veranstalter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

13. Sonstiges

Im Falle der Unwirksamkeit einzelner Klauseln der vorstehenden Allgemeinen Teilnahmebedingungen bleibt die Wirksamkeit der anderen Bestimmungen unberührt. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.


Teilnahmebedingungen für spezielle Frauenseminare

Anmeldung in Textform

Die Anmeldung zu den Seminaren muss in Textform erfolgen.

Rücktrittsfrist

Wird eine Seminaranmeldung nicht mindestens 10 Tage (Eingang des Poststempels) vor Seminarbeginn in Textform widerrufen, so wird die volle Kursgebühr auch bei Nichtteilnahme fällig, da sonst keine kostendeckende Durchführung gewährleistet ist.

Kursbestätigung

Wir teilen Ihnen ca. 10 Tage vor Kursbeginn mit, ob das von Ihnen gebuchte Seminar stattfindet.

Bezahlung

Überweisen Sie die Seminarkosten bitte erst nach Erhalt der Rechnung!

Ermäßigte Kosten

Frauen, die bei Seminarbeginn während der letzten 12 Monate nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, haben Anspruch auf die ermäßigten Kurskosten.


Prüfungsinformationen

Allgemeines

Bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade werden Meisterprüfungen in 27 Handwerksberufen sowie diverse Fortbildungsprüfungen abgenommen.

Die Prüfungsabteilung ist Dienstleistungszentrum für alle Prüflinge und Prüfungsausschüsse. Sie organisiert die Prüfungen und betreut die Prüfungsausschüsse.

Die Meisterprüfung ist Regelvoraussetzung für die Selbstständigkeit im Handwerk. Daneben eröffnet sie aber auch Möglichkeiten für den Aufstieg zur Führungskraft im Handwerk und in anderen Wirtschaftsbereichen. Die Bezeichnung Meister in Verbindung mit einem Handwerk darf nur führen, wer nach der Handwerksordnung die Meisterprüfung in diesem Handwerk bestanden hat. Der Meistertitel ist gesetzlich geschützt.

Zuständigkeit

Sofern wir für Ihren Beruf eine Kommission vorhalten, können Sie die Prüfung bei uns ablegen, wenn Sie

  • in unserem Bezirk Ihren ersten Wohnsitz haben oder
  • in einem Arbeitsverhältnis stehen oder
  • eine Maßnahme zur Meistervorbereitung besuchen oder
  • ein Handwerk oder ein sonstiges Gewerbe selbstständig betreiben.

Ausnahmen sind möglich.

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Zulassung zur Meisterprüfung benötigen Sie einen einschlägigen Gesellen-/Facharbeiterabschluss. Sollten Sie keinen einschlägigen Berufsabschluss haben, benötigen Sie eine einschlägige Berufstätigkeit. In Ausnahmefällen ist auch eine Zulassung ohne Berufsabschlussprüfung möglich. Der Besuch eines Vorbereitungslehrganges ist nicht vorgeschrieben, für den erfolgreichen Abschluss einer Meisterprüfung aber empfehlenswert. Die Aufnahme in einen Lehrgang beinhaltet nicht die Zulassung zur Prüfung. Ob Lehrgänge oder Technikerschulen als praktische Berufstätigkeit anerkannt werden, können Sie bei uns erfragen.

Befreiungen

Aufgrund anderer Examen (z. B. Meistertitel, Ingenieurstudium, Techniker u. a.) können Sie unter Umständen von Fächern oder Teilen der Meisterprüfung befreit werden. Wenden Sie sich bitte an uns.

Aufbau der Meisterprüfung

Die Meisterprüfung umfasst folgende vier selbstständige Prüfungsteile:

  • Teil I Praktische Prüfung
  • Teil II Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse
  • Teil III Prüfung der betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse
  • Teil IV Prüfung der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse
Rechtsgrundlagen

Die Handwerksordnung, die Meisterprüfungsverfahrensordnung, die Verordnung über die gemeinsamen Anforderungen in der Meisterprüfung sowie die Prüfungsanforderungen im praktischen und fachtheoretischen Teil des jeweiligen Handwerks können bei uns eingesehen werden.

Prüfungsgebühren

Aufgrund einer Änderung der Gebührentarife müssen sämtliche Gebühren für Meister- und Fortbildungsprüfungen zurzeit neu kalkuliert werden. Die neuen Gebühren werden voraussichtlich im April 2015 feststehen. Im Einzelfall erfragen Sie bitte die aktuell gültigen Gebühren bei den angegeben Ansprechpartnern.

Anmeldung

Anträge auf Zulassung zur Meisterprüfung sowie zu Fortbildungsprüfungen und Anträge auf Befreiung von Prüfungsteilen richten Sie bitte an die:

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

 

für Braunschweig

Burgplatz 2 + 2a
38100 Braunschweig
Telefax 0531 1201-207

für Lüneburg und Stade

Friedenstraße 6
21335 Lüneburg
Telefax 04131 712-217

 

Stand: 2017