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Marketing für Handwerker

Sie schalten Anzeigen und bekleben Ihre Fahrzeuge? Prima, aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, Werbung für Ihren Betrieb zu machen.

Für einen ersten Überblick, berät der Marketingberater der Handwerkskammer zu folgenden Themen:

  • Wie können Betriebe ihre Marketingstrategien an die Märkte im Wandel anpassen?
  • Welche Möglichkeiten zum Aufbau einer dauerhaft tragfähigen Kundenbeziehung werden bisher noch nicht genutzt?
  • Was macht einen Betrieb einzigartig und begehrenswert?
  • Wie kann ich die Attraktivität meines Betriebes als Arbeitgeber herausstellen?

Marketing-Spezial

10 Tipps zur besseren Kundenansprache

Wie man mit einfachen Mitteln die Kommunikation mit dem Kunden verbessert. Die Tipps finden Sie jeweils zum Herunterladen.



Tipp 1: Überzeugende Geschäftsbriefe schreiben

Angebote, Rechnungen, Werbebriefe – erfolgreiche Geschäftsschreiben tragen zum Erfolg Ihres Betriebs bei. So schreiben Sie Briefe, die ankommen.

Tipp 2: E-Mail-Knigge

E-Mails sparen Geld und Aufwand im Betrieb. Sie werfen aber auch Fragen auf: Wie schnell soll ich eine E-Mail beantworten? Was schreibe ich in die Betreffzeile? Sind Smileys erlaubt? So schreiben Sie die passende E-Mail.

Tipp 3: E-Mails - so sprechen Sie Ihre Kunden gewinnend an

Jede E-Mail an einen Kunden ist eine Chance: Sie kann Vertrauen aufbauen und zum nächsten Auftrag führen. Lesen Sie, wie Sie E-Mails kundenfreundlich schreiben.

Tipp 4: Beim Kunden gut ankommen

Sie möchten, dass Ihre Kunden vertrauensvoll mit Ihnen zusammenarbeiten? Dann machen Sie einen guten ersten Eindruck! Das sind die Spielregeln.

Tipp 5: Professionell telefonieren

Die Dusche leckt, der Monteur lässt auf sich warten, ein Kunde hat Fragen zum Angebot. Gerade im Handwerk kosten Anrufe viel Zeit und Nerven. So behalten Sie am Telefon die Zügel in der Hand.

Tipp 6: Smalltalk? Aber sicher!

Smalltalk öffnet Türen und stärkt die Kundenbindung. Trotzdem ist er nicht jedermanns Sache. Hier sind 7 Tipps für das leichte Gespräch zwischendurch.

Tipp 7: Zuhören, fragen, lösen

Fachkompetenz ist viel, aber nicht alles. Am erfolgreichsten sind Betriebe, die Kundenwünsche genau ergründen und deshalb individuell erfüllen können.

Tipp 8: Der Kunde ist zu Gast im Haus

Meine Werkstatt, mein Schaufenster, meine Mitarbeiter – wenn ein Kunde Ihren Betrieb betritt, bekommt er einiges mit. Welcher Ton herrscht in Ihrem Unternehmen? Wie professionell präsentiert es sich? Und vor allem: Fühlt man sich als Gast willkommen und wichtig?

Tipp 9: Hart, aber fair: Kritik geben und nehmen

Ob man es will oder nicht, Kritik kommt in den besten Betrieben vor. Mal teilt man sie aus, mal steckt man sie ein.

Tipp 10: Handwerker-Knigge - der souveräne Auftritt vor Ort

Gute Manieren zählen im Handwerk noch mehr als in anderen Berufen. Das hat einen einfachen Grund: Als Handwerker dringen Sie in den privatesten Bereich Ihrer Kunden vor.



Verfasserin der praxisnahen Tipps ist die Sprachwissenschaftlerin Dr. Doris Märtin, Lehrbeauftragte der Hochschule Augsburg und Autorin zahlreicher Bücher und Fachartikel zum Thema Kommunikation und Marketing:





Mit Markenzeichen und Auszeichnungen punkten

Wenn Ihr Unternehmen in einem Bereich Besonderes leistet, dann lassen Sie es die Kunden wissen, zum Beispiel durch den Erwerb von Markenzeichen.


FaMi-Siegel – der familienfreundliche Betrieb

Unternehmen, die ein familienfreundliches Arbeitsumfeld schaffen, punkten bei Fachkräften als Arbeitgeber. Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnt sich Familienfreundlichkeit, wenn dadurch Kosten vermieden werden, die sonst durch die Überbrückung von Elternzeitphasen oder die Wiedereingliederung nach der Elternzeit entstehen. Familienfreundliche Maßnahmen haben positive Folgen:

  • Beschäftigte kehren frühzeitig aus der Elternzeit zurück
  • Die Beschäftigen werden stärker an den Betrieb gebunden
  • Die Kosten der Personalsuche bleiben gering
  • Die Produktivität des Betriebs steigt
  • Die Attraktivität als Arbeitgeber nimmt zu
  • Das Ansehen des Unternehmens in der Region steigt

 

Christina Völkers

Tel. 04141 6062-28
Fax 04141 6062-90
voelkers--at--hwk-bls.de

logo-famisiegel

Als "ausgezeichnet familienfreundlicher Betrieb" dürfen Unternehmen zwei Jahre lang kostenlos mit dem Siegel werben. Auch auf der Internetseite des Projekts wird das Unternehmen als gutes Beispiel vorgestellt.

 
Hinweis
Wie familienfreundlich Ihr Betrieb ist, können Sie mit Hilfe eines Fragebogens unter www.famisiegel.de ermitteln.

Das FaMi-Siegel ist eine Gemeinschaftsinitiative von Arbeitgeberverband Lüneburg Nordostniedersachsen e.V., DGB - Region Nordostniedersachsen, Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Leuphana Universität Lüneburg, Stadt und Landkreis Lüneburg, Überbetrieblicher Verbund Frau & Wirtschaft e.V.


Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort

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Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es wichtiger denn je, sich frühzeitig auf die Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft einzustellen. Handwerksbetriebe, die Kunden mehr Lebensqualität, Wohlbefinden und Eigenständigkeit bieten, können sich langfristig neue Geschäftszweige und Zielgruppen erschließen.

Von dem Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb" profitieren Unternehmen, die generationenfreundliche Produkte und Dienstleistungen für die individuellen Wünsche und Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen anbieten. Mit dem Markenzeichen können Sie diese gezielt bewerben und von Kunden besser gefunden werden.

In drei Schritten zum Markenzeichen
  1. Machen Sie sich mit einer Checkliste ein Bild davon, inwieweit sich Ihr Betrieb bereits für das Thema Generationenfreundlichkeit engagiert. Die Mitarbeiter der Handwerkskammer prüfen diese Checkliste und schauen gemeinsam mit Ihnen, wo Ihr Betrieb steht und was die nächsten Schritte sind.
  2. Absolvieren Sie oder mindestens einer Ihrer Mitarbeiter das 16-stündige Basisseminar mit vier praxisorientieren Modulen oder lassen Sie Ihre bisher erworbenen vergleichbaren Qualifikationen und Referenzprojekte anerkennen.
  3. Ein Berater der Handwerkskammer besucht Sie in Ihrem Betrieb. Dabei unterzeichnen Sie eine Selbsterklärung, mit der Sie sich zum beständigen Einsatz gegenüber den Zielen und Inhalten des Markenzeichens verpflichten. Anschließend erhalten Sie Ihr Markenzeichen mit einer repräsentativen Urkunde. Zudem werden Sie kostenfrei auf der Website www.generationenfreundlicher-betrieb.de in einer bundesweiten Datenbank sowie auf der Website der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade gelistet und können mit dem Logo des Markenzeichens werben.

 
in Lüneburg

Sarah-Lee Sljaka

Tel. 04131 712-161
Fax 04131 712-198
sljaka--at--hwk-bls.de

in Braunschweig

Heike Vetter

Tel. 0531 1201-213
Fax 0531 1201-444
heike.vetter--at--hwk-bls.de

Mehr Infos für Betriebe

Unternehmensprofil und Checkliste
Seminar zum Erwerb des Markenzeichens (Infoflyer)
Mehr Infos und Links (Übersicht)


Mehr Infos für Verbraucher

Übersicht: Betriebe mit dem Markenzeichen im Bezirk der Handwerkskammer


Seminar zum Markenzeichen: Jetzt informieren und buchen

Das Basis-Seminar ist der Einstieg in die Zukunftstechnologie des generationengerechten Wohnen und Lebens und die daraus entstehenden Chancen für das Handwerk (Ambient Assisted Living). An zwei Tagen lernen Handwerker die Grundlagen zur generationengerechten Gestaltung von Wohn- und Ausstellungsräumen und die besonderen Anforderungen kennen, die der wachsende Kundenmarkt "50 Plus" an sie stellt.



Das Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort" ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.



Aus der Praxis

Beispiel: Familienfreundlicher Betrieb

Christoph Rosin und Tina Sarmann
Handwerkskammer
Christoph Rosin und Tina Sarmann

Bei der Elektro-Rosin GmbH aus Uelzen wird Familienfreundlichkeit gelebt. Für sein Engagement ist der Betrieb mit dem FaMi-Award 2015 ausgezeichnet worden.

Wenn die Tagesmutter von Tina Sarmann mal ausfällt, kann sie ihren zweijährigen Sohn mit in den Betrieb nehmen. Für ihren Chef Christoph Rosin ist das selbstverständlich. Als Vater einer kleinen Tochter weiß der Geschäftsführer der Elektro-Rosin GmbH selbst, wie schwierig der Spagat zwischen Arbeit und Familie sein kann. Zur Firmenphilosophie gehört für ihn ein offenes und faires Miteinander. Sein Motto: "Lösungen finden sich immer." Denn zufriedene Kunden gebe es nur mit glücklichen Mitarbeitern.

Neben der Notfallbetreuung gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit zu den familienfreundlichen Angeboten, die der Handwerksbetrieb aus Uelzen seinen mehr als 50 Angestellten ermöglicht. "Wir bemühen uns, auf jeden Mitarbeiter individuell einzugehen und die familiäre Situation mit der Arbeitszeit in Einklang zu bringen", bekräftigt Elektroinstallateurmeister Rosin. Tina Sarmann zum Beispiel ist nach der Elternzeit in Teilzeit an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die gelernte Industriekauffrau – bei Elektro Rosin zuständig für den Bereich Personalwesen – hält ihrem Arbeitgeber seit mehr als zehn Jahren die Treue. "Wir sind ein super Team – es macht Spaß, hier zu arbeiten", bekräftigt die 33-Jährige. Vor rund drei Jahren hat Elektro-Rosin ein besonderes Bonbon eingeführt: Die Betreuung von Mitarbeiterkindern wird mit Zuschüssen von bis zu 300 € pro Monat unterstützt.

Für das Gesamtpaket an famlienfreundlichen Maßnahmen ist das Unternehmen jetzt mit dem FaMi-Award 2015 – Kategorie 20 bis 100 Beschäftigte – in Lüneburg ausgezeichnet worden. Bei der Preisübergabe betonte Heidi Kluth, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade: "Die Situation im Handwerk hat sich mit der neuen Generation komplett gewandelt. Junge Väter bringen sich heute viel stärker in das Familienleben ein. Und haben daher auch mehr Verständnis für Mitarbeiter, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen."

Und welche Bedeutung hat der FaMi-Award 2015 für den Betrieb? "Wir sind stolz auf die Auszeichnung", sagt Tina Sarmann, die sich um die Bewerbung gekümmert hat. Das Siegel sei aber auch Ansporn für einen stetigen Verbesserungsprozess. Im Rahmen des Qualitätsmanagements will Elektro-Rosin die Familienfreundlichkeit weiter ausbauen. Unter anderem seien Langzeitarbeitskonten geplant, um Mitarbeitern längere Auszeiten zu ermöglichen. Auch das Thema "Freistellung bei der Angehörigenpflege" soll künftig stärker berücksichtigt werden.

(Text: Kirsten Friedrichs, Norddeutsches Handwerk 12.11.2015)



Beispiel: Generationenfreundlicher Betrieb

Daniel Freiholz mit Sarah-Lee Sljaka © Handwerkskammer
Handwerkskammer
Daniel Freiholz mit Sarah-Lee Sljaka © Handwerkskammer

"Der Badplaner" aus Braunschweig wurde mit dem Markenzeichen Generationenfreundlicher Betrieb Service + Komfort ausgezeichnet.

Die Anforderungen an moderne Bäder haben sich komplett gewandelt: Statt Badewannen und Duschen mit hohem Einstieg, vorgebauten Schränken mit vielen Ecken und Kanten sowie niedrigen Waschtischen bevorzugen Kunden schwellenlose Bäder mit barrierefreien Duschen und Einbaumöbeln, die in puncto Höhe individuell angepasst werden können. "Das Thema 'Baddesign' wird - vor allem für die jüngere Generation - immer wichtiger", sagt Daniel Freiholz von "Der Badplaner" aus Braunschweig. "Aus Bädern werden zunehmend Wellnessoasen." Und dafür seien Kunden auch gern bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. "Großzügige Duschen treten zunehmend in den Vordergrund", ergänzt der SHK-Meister, der seinen Betrieb 2007 gegründet hat und mit vier Mitarbeitern und zwei Lehrlingen vorwiegend im Bereich Badsanierung tätig ist. Wenn Badewanne, dann freistehend. "Dazu muss der Raum aber groß genug sein, damit die Wanne rundum begehbar ist", so Freiholz. Auch Dusch-WCs gehören zur Angebotspalette von Freiholz. Die papierlosen Lösungen, die die Funktion einer Toilette und die Reinigungsmöglichkeit eines Bidets vereinen, bieten vor allem für ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen ein Höchstmaß an Komfort. Um Komplettlösungen anbieten zu können, arbeitet er mit anderen Gewerken wie Fliesenlegern, Malern und Elektrikern zusammen. Sein Fazit: "Networking ist wichtig."

Der nutzer- und bedarfsorientierte Badumbau hat dem Betrieb jetzt das Qualitätssiegel "Markenzeichen Generationenfreundlicher Betrieb - Service + Komfort" beschert. "Daniel Freiholz ist ein Paradebeispiel für generationenfreundliche Lösungen mit schwellenlosen Duschen für den leichten Einstieg", sagt Sarah-Lee Sljaka, Beauftragte für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer.

(Text: Kirsten Friedrichs, Norddeutsches Handwerk 03.03.2016)