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home / Aktuelles / Presse / Aktuell aus Lüneburg / 2011 / Oktober / Auftakt-Workshop: das Niedersächsische Zentrum für internationale Berufsbildung forciert grenzüberschreitende Verbundausbildung (10.10.2011)
"Internationale Kompetenz ist ein wichtiger Aspekt"

Auftakt-Workshop: das Niedersächsische Zentrum für internationale
Berufsbildung forciert grenzüberschreitende Verbundausbildung

Dem Lehrling im Handwerk zu ermöglichen, einen Teil der Aubildung im Ausland absolvieren zu können, ist das erklärte gemeinsame Ziel der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und weiterer Akteure im Berufsbildungssystem. Bei dieser grenzüberschreitenden Verbundausbildung vereinbaren der Ausbildungsbetrieb in Deutschland und ein oder mehrere Betriebe im Ausland, den Lehrling gemeinsam, also im Verbund auszubilden und stimmen sich zum Ablauf, den Inhalten und der Finanzierung ab. Auch die berufsbildenden Schulen sind involviert. Teile der Ausbildung werden somit ins Ausland verlagert. Grundlage hierfür ist das Berufsbildungsgesetz: bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit kann im Ausland absolviert werden. "Es gibt genug Gründe, um Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung des dualen Systems genauso selbstverständlich zu machen wie während eines Studiums", erklärte jetzt Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, beim Auftakt-Workshop in Lüneburg vor Betriebsinhabern, Lehrlingen und Vertretern verschiedener Bildungseinrichtungen.

"Gerade auch für Handwerksbetriebe ist internationale Kompetenz ein ganz wichtiger Aspekt", sagte Bünten. Betriebe, die ihre Lehrlinge im Ausland berufliche Erfahrungen sammeln lassen, steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Das sei insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel und der Suche nach den besten Lehrlingen und Mitarbeitern nicht zu unterschätzen, so Bünten.

Der Auftakt-Workshop, initiiert vom Niedersächsischen Zentrum für internationale Berufsbildung (NieZiB), einer Einrichtung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, war der Startschuss zu einer Konzeptentwicklung für die grenzüberschreitende Verbundausbildung aus der Praxis für die Praxis. Die Teilnehmer des Workshops zeigten sich für dieses Thema offen und betrachten die dadurch entstehenden Chancen im Handwerk als positiv. Im Rahmen einer transnationalen Woche im kommenden November werde weiter an einer praktischen Umsetzung gearbeitet, versprach Norbert Bünten zum Abschluss der Auftaktveranstaltung.

Informationen zur grenzüberschreitenden Verbundausbildung, Lehrlingsaustauschprojekten, Ausbilderhospitationen und Auslandsaufenthalten für Handwerker gibt es beim Niedersächsischen Zentrum für internationale Berufsbildung.


Ansprechpartner

Lars Petersen


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