Metallbaumeister Hiawatha Seiffert mit Niedersächsischem Förderpreis für das gestaltende Handwerk ausgezeichnet.
Hiawatha Seiffert mit Minister Jörg Bode (r.) und Kammer-Hauptgeschäftsführer Norbert Bünten (l.). Foto: Franz Fender
Braunschweig/Lüneburg/Stade, 25. Februar 2010.- Der Metallbaumeister und Gestalter im Handwerk Hiawatha Seiffert (36) ist mit dem Förderpreis im Rahmen der Verleihung des Niedersächsischen Staatspreises ausgezeichnet worden. Den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis überreichte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode. In der Begründung der Jury heißt es: "Hiawatha Seiffert hat sich leidenschaftlich dem Werkstoff Metall verschrieben. Er hat lange mit Damaszenerstahl experimentiert, bevor er sich an die Gestaltung von Schalen wagte, deren Grundstoff Fahrradketten, Motorradketten oder Maschinenketten bilden. Durch Schmieden und Schweißen verformt er diese Ketten zu großen und kleinen Gefäßobjekten und verleiht ihnen somit ein neues, zweites Leben." Für den Hildesheimer Hiawatha Seiffert, der 2003 seinen Meisterbrief im Metallbau bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade (damals noch Lüneburg-Stade) gemacht hat, ist es längst nicht die erste Auszeichnung. Unter anderem erhielt er im vergangenen Jahr den Bayerischen Staatspreis für besondere gestalterische Leistungen sowie 2008 den Förderpreis für hervorragende Leistungen von der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen.
Nach einer Ausbildung zum Industriemechaniker, die er 1994 abschloss, arbeitete Seiffert zwölf Jahre in verschiedenen Bereichen der Metallbranche. Während dieser Zeit besuchte er die Meisterschule und ließ sich 2004 zum Gestalter im Handwerk weiterbilden. Seit 2006 studiert der gebürtige Marburger Metallgestaltung und Design an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim. Im Rahmen des Studiums kam er außerdem in den Genuss eines Auslandsstipendiums an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Nicht zuletzt mehrere Ausstellungen – unter anderem im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sowie in der Münchener Pinakothek – unterstreichen sein Ansehen als Gestalter im Handwerk. "Gestaltendes Handwerk hat nicht nur mit künstlerischem Ausdruck und der zeitgemäßen Deutung kultureller Wurzeln und Traditionen, sondern auch ganz viel mit Innovation zu tun", sagte Minister Bode in seiner Laudatio zum Staatspreis. Den Exponaten der 53 Handwerkerinnen und Handwerker, die sich diesmal um den Preis beworben hatten, sei eines gemeinsam, so Bode: „Sie schärfen den Blick für die Einzigartigkeit und die Kostbarkeit von Materialien und für die besondere Qualität handwerklichen Fertigungs-Know-hows." Die Niedersächsischen Staats- und Förderpreise für das gestaltende Handwerk werden seit 1958 regelmäßig, aber nicht jährlich verliehen. Noch bis zum 27. Februar 2010 sind die Sieger- und Wettbewerbsarbeiten der aktuellen Preisträger (darunter die Objekte von Hiawatha Seiffert) in der Handwerkskform Hannover, Berliner Allee 17, ausgestellt. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 11 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 14 Uhr, sonntags und montags geschlossen. |