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home / Aktuelles / Presse / Aktuell aus Lüneburg / 2010 / Februar / Arbeitsschutz in kleinen Betrieben: Kammer weist auf umsetzbare und kostengünstige Modelle hin (10.02.2010) |
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Prävention und Eigeninitiative werden belohnt
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Braunschweig/Lüneburg/Stade, 10. Februar 2010.- Aus durchaus nachvollziehbaren Gründen können sich Unternehmenschefs nicht in erster Linie um das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz kümmern. Das straff organisierte Betriebsmodell in kleinen und mittleren Betrieben lässt andere Faktoren wichtiger erscheinen. Der Ausfall eines Mitarbeiters aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung kann jedoch einem kleinen Betrieb erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügen. Es fällt dann nicht nur eine Arbeitskraft aus, sondern auf den Unternehmer kommt auch viel bürokratischer Aufwand zu, der die Arbeitsabläufe hemmt oder gar bremst. Wenn Unfall bzw. Erkrankung allerdings arbeitsbezogene Ursachen haben, hätten die daraus resultierenden betrieblichen Engpässe durch einen aktiven Arbeits- und Gesundheitsschutz verhindert werden können. Hier sind schlanke und zugleich rechtlich einwandfreie Lösungen gefragt. Um Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gezielt Modellprojekte in diesem Bereich gefördert. Es wurden Wege zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung von kleinen Handwerksbetrieben entwickelt und mit Unterstützung von Innungen und Verbänden in unterschiedlichen Handwerksbranchen erprobt. Hintergrund war die Neufassung der Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (BGV A2). Darin stärken die Berufsgenossenschaften unter anderem für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten die Eigenverantwortung im Arbeitsschutz.
So gibt es unter den angebotenen Modellen beispielsweise die Möglichkeit, mehrere Kleinbetriebe zu einem Pool zusammenzufassen. Auf diese Weise werden auch hochwertige Betreuungskonzepte im Arbeits- und Gesundheitsschutz bezahlbar. Bei diesem Modell wiederholt sich alle drei Jahre die Grundbetreuung, die ein Einführungs- sowie ein Gefährdungsbeurteilungsseminar beinhaltet und in der übrigen Zeit auf regelmäßiger anlassbezogener Betreuung, Internet-Checklisten und weiterer Informationsbereitstellung basiert.
Ein weiteres Modell stellt die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Mitarbeiter kleiner Unternehmen durch eine Kombination persönlicher und internetgestützter Beratung in den Mittelpunkt. Online werden unter anderem eine Gefährdungsbeurteilung sowie ein Gefahrstoffverzeichnis zur Verfügung gestellt. „Das Gefahrstoffverzeichnis ist ein sehr nützliches und zeitsparendes Hilfsmittel“, sagt zum Beispiel ein Malermeister.
Alle Modelle verfolgen dasselbe Ziel: mit externen Experten (Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte) die Unternehmer kleiner und mittlerer Betriebe bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes zu unterstützen. Und trotz Zusatzkosten, die sich aber im Rahmen halten, profitieren die Betriebe von der Investition in diesem Unternehmensbereich. Der Lohn sind leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter sowie als weitere Quintessenz hochwertige Dienstleistungen und Produkte – mit einem Wort: ein besserer Unternehmenserfolg.
Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade weist deshalb auf die Broschüre des Instituts für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinistitut e.V. (itb) „Arbeitsschutz in kleinen Betrieben – wirksam, kostengünstig, rechtssicher“ hin. Die Broschüre zeigt unterschiedliche Wege für Kleinunternehmen zur Unfallverhütung auf und nennt Bezugsquellen für Checklisten und Handreichungen im Internet. Eine kostenlose Version der Broschüre steht als PDF-Datei auf der Homepage des Projektes AGnes „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz - nachhaltig – einfach – sicher“ (http://www.ag-nes.de/) unter der Rubrik „Presse“ zur Verfügung.
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