Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ehrte die Prüfungsbesten.
Handwerkskammerpräsident Rolf Schneider (li.) und Hauptgeschäftsführer Norbert Bünten (re.) freuen sich mit den Geehrten. (Foto: Heidelberg)
Braunschweig/Lüneburg/Stade, 2. November 2009.- Sie werden ihre Zukunft meistern: Neun Jungmeisterinnen und Jungmeister, eine Betriebswirtin (HWK) und ein Absolvent der Hochschule 21, die im festlichen Rahmen der Meisterfeier als Prüfungsbeste im Bezirk der ehemaligen Handwerkskammer Lüneburg-Stade mit Ehrenurkunden von Kammerpräsident Rolf Schneider und Hauptgeschäftsführer Norbert Bünten ausgezeichnet wurden. Rund 140 Gäste, darunter viele Vertreter aus Politik, Handwerk und Gesellschaft, würdigten diese „Meisterleistung“ im Großen Saal der Handwerkskammer in Lüneburg. „Sie können stolz auf Ihre Leistung sein!“, lobte der Hauptgeschäftsführer die Prüfungsbesten und betonte, dass sie mit dem Meistertitel auch die Zulassung für ein Hochschulstudium in Niedersachsen erworben haben. Gratulationen gab es auch vom Präsidenten: „Sie haben mit dem Meisterbrief einen der höchsten und anerkanntesten Abschlüsse erhalten, den das deutsche Bildungssystem kennt. Der Meisterbrief ist ein Garant für Stabilität.“ Die persönliche Zukunft des Einzelnen reiche nun von der selbstständigen Unternehmertätigkeit über die Führungsposition in einem Betrieb bis hin zum Studium. Gerade die Option, nach erfolgreicher Meisterprüfung auch ohne Abitur studieren zu dürfen, gewähre zusätzlich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Schneider ermutigte die jungen Meisterinnen und Meister, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. „Das bringt zusätzliches Fachwissen und stärkt die eigene Persönlichkeit.“ Die Betriebe sollten ihren Mitarbeitern Auslandsaufenthalte ermöglichen, so Schneiders Appell. In seiner politischen Festrede stellte der Präsident heraus, dass kein anderer Wirtschaftszweig der Wirtschaftskrise so trotze, wie das Handwerk. Das hätten die positiven Konjunkturdaten aus der Herbstumfrage der Handwerkskammer gezeigt. Schneider betonte, dass die Stabilität der Volkswirtschaft vorrangig auf dem leistungsfähigen Mittelstand beruhe – und „kein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland verkörpert den Mittelstand in solcher Weise wie das Handwerk“. Er forderte, dass die Politik den Mittelstand unterstütze und ihm helfe, seine Aufgaben wahrzunehmen. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP werde dies an vielen Stellen deutlich. „Die Handwerksorganisationen werden dafür sorgen, dass dies keine Lippenbekenntnisse bleiben“, kündigte Schneider an. Er äußerte sich insgesamt zuversichtlich zum Koalitionsvertrag. So ließen die Vereinbarungen der neuen Koalition den vom Handwerk stets geforderten Dreiklang aus Konsolidieren, Entlasten und Investieren erkennen. Allerdings gebe es auch Nachbesserungsbedarf und die Notwendigkeit der Konkretisierung von Zielvorgaben. Die Entwürfe zur Steuerpolitik stimmten den Präsidenten optimistisch: „Die Entlastungen bei der Einkommensteuer folgen unseren Forderungen und die Abmilderung der ‚kalten Progression’ wird für die Arbeitnehmer ‚mehr netto vom brutto’ bringen und so die Wachstumskräfte stärken.“ Auch die bildungspolitischen Reformbestrebungen der neuen Koalition folgten denen, die das Handwerk in seiner „Nationalen Bildungsoffensive“ niedergelegt habe und seien ein Weg in die richtige Richtung. Nach den politischen Worten appellierte der Präsident noch persönlich an die Prüfungsbesten: „Wichtig ist meines Erachtens, dass Sie alles, was Sie tun, mit Freude und mit Optimismus machen. Nur wenn etwas Freude macht, kann man Großes leisten!“
Den festlichen Rahmen der Meisterfeier, der musikalisch von Zimmermann Jan Jahn mit stimmungsvollen Liedern von der Walz begleitet wurde, nutzte die Kammer auch für Auszeichnungen im handwerklichen Ehrenamt. Für seine 40jährige, ehrenamtliche Tätigkeit als Meisterprüfer im Handwerk erhielt Rolf Wieters eine Ehrenurkunde. Präsident Schneider und Hauptgeschäftsführer Bünten dankten außerdem dem Ehrenkreishandwerksmeister Jürgen Kudritzki, sowie den drei Ehrenobermeistern Dieter Junge, Walter Schenk und Gerd Zeppenfeld für ihr Engagement. „Eine starke Handwerksorganisation ist ohne Ehrenamt nicht denkbar“, stellte Schneider heraus.
Als Prüfungsbeste ihres Abschlussjahrgangs wurden ausgezeichnet: Augenoptikermeisterin Tanja Redeker aus Detmold, Feinwerkmechanikermeister Jan Peters aus Nordholz, Friseurmeisterin Melanie Dunn aus Vögelsen, Installateur- und Heizungsbauermeister Tobias Drägert aus Hamburg, Kfz-Technikermeister Björn Behrens aus Oederquart, Landmaschinenmechanikermeister Nikolas Bösch aus Wilstedt, Maler- und Lackierermeisterin Anna Behrend aus Bremen, Tischlermeister Björn Gobat aus Buchholz in der Nordheide, Zimmermeister Christoph Albrecht aus Schrampe
Als jahrgangsbeste Betriebswirtin (HWK): Svenja Schmahl aus Harsefeld
Der geehrte Absolvent der Hochschule 21 in Buxtehude: Zimmermeister und Ingenieur Henning Meyer aus Ahrensmoor Der geehrte Ehrenkreishandwerksmeister: Fleischermeister Jürgen Kudritzki aus Wrestedt
Die geehrten Ehrenobermeister: Gas- und Wasserinstallateur- sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister Dieter Junge aus Brome, Zimmermeister Walter Schenk aus Suderburg, Maurermeister und Restaurator im Handwerk Gerd Zeppenfeld aus Drögenindorf Auszeichnung langjähriger Meisterprüfer: Fliesenlegermeister Rolf Wieters aus Himmelpforten |