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home / Aktuelles / Presse / Aktuell aus Lüneburg / 2009 / Juli / Quilt-Kunst in der Handwerkskammer in Lüneburg (16.07.2009)
Das ist die perfekte Welle

Noch bis zum 30. Juli 2009 treffen in Lüneburg Handwerk und Kunst zusammen: Die Quilterinnen Arlette Schnabl, Pia Welsch, Randa Stewner und Suzanne Buchmann (von links) mit Hans-Georg Wurthmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Es fehlen auf dem Bild Katharina Clausen und Irene Urban.

Ein Farbspektakel in Stoff erwartet die Besucher der Quilt-Ausstellung in der Handwerkskammer in Lüneburg.

Für die Quilt-Ausstellung in Lüneburg hat Suzanne Buchmann erstmals auch ein rundes Motiv kreiert.

Braunschweig/Lüneburg/Stade, 16. Juli 2009.- „Ist das geflochten?” Diese Frage wird immer wieder beim Betrachten der „Welle“ von Randa Stewner gestellt. Das außergewöhnliche Gittermotiv des leuchtend gelben Quilts macht neugierig. Mit einer speziellen Smok-Technik, die an den entscheidenden Stellen exakt mit Knotenstichen fixiert ist, ist es der Textilkünstlerin aus Hamburg gelungen, eine perfekte Welle in ihren Quilt einfließen zu lassen. Und wer genau hinschaut, erkennt in dem kunstvollen Patchwork bis zu 30 Nuancen von Zitronengelb bis Safran.

100 Gäste, darunter Patchworker aus ganz Norddeutschland, waren zur Eröffnung der Quilt-Ausstellung gekommen, zu der die Handwerkammer Braunschweig-Lüneburg-Stade geladen hatte, um, wie Kammervizepräsident Hans-Georg Wurthmann in seiner Begrüßungsrede betonte, „dieser noch relativ jungen Kunstrichtung der Art-Quilts, die viel handwerkliches Geschick erfordert, ein größeres Forum zu bieten.”
Bis 30. Juli 2009 haben die Besucher der Ausstellung „Farbräume – Colourfields” jetzt die einmalige Gelegenheit, die Kunst des Quiltens ganz nah zu erleben. 48 Quilts in Gelb, Orange, Rot, Blau, Grün und Violett tauchen den Großen Saal der Handwerkskammer in ein Meer aus Farben.

Fast zwei Jahre haben sich die sechs Network-Quilters Randa Stewner, Suzanne Buchmann, Katharina Clausen, Arlette Schnabl, Irene Urban und Pia Welsch jeweils auf eine Farbe konzentriert: Stoffe ausgesucht, eingefärbt, zerschnitten und wieder zusammengenäht. „Quilten ist genähte Kunst”, erklärt Pia Welsch, „aber anders als ein Maler müssen wir unsere Techniken selbst immer wieder neu entwickeln, um unsere Ideen zu verwirklichen.” Nächtelang haben die Künstlerinnen, die fast alle voll im Berufsleben stehen, gesmokt, gekräuselt, die Stoffbahnen im Zickzack oder in Kreuz-Form zusammengesteppt. Nicht immer kann ein Werk vollendet werden. Dann verschwinden die UFOs – die „unfertigen Objekte” auch mal in der Schublade. Und manchmal – wie bei Suzanne Buchmann – entwickelt sich während der Arbeit etwas völlig Neues. Ihre „Nana” ist so ein Experiment. Die Schweizerin, deren Lieblingsform das Kreuz ist, überrascht in Lüneburg mit runden Formen, die an die Künstlerin Niki de Staint Phalle erinnern. Sogar einen kreisrunden Steppstich hat sie für diesen Überraschungseffekt kreiert. Aber wenn man genau hinschaut, hat sie ihr Thema erfüllt – viele tausend Kreuze halten den Quilt zusammen.

Die Quilt-Ausstellung mit ihren spannenden Einblicken lohnt einen Ausflug nach Lüneburg – nicht nur für Quilter. Zu sehen ist das Farbspektakel noch bis zum 30. Juli 2009 in der Handwerkskammer in Lüneburg, Friedenstraße 6. Jeweils von montags bis donnerstags, 8 bis 17 Uhr und freitags, 8 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.


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