Braunschweig/Lüneburg/Stade, 23. Dezember 2009.- Das Handwerk geht mit vorsichtigem Optimismus in das neue Jahr. "Wir sehen einige positive Signale für 2010", sagen Hans-Georg Sander und Rolf Schneider, Präsidenten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Dazu gehörten die geplanten Entlastungen im Rahmen der Einkommenssteuer zum 1. Januar und die steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Auch die Korrekturen bei der Erbschaftsteuer, bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter und die Erhöhung des Kinderfreibetrags und des Kindergeldes seien erfreuliche Entscheidungen.
Die Finanzkrise habe das Handwerk längst nicht so stark getroffen wie Teile der Industrie, erklärten die Kammerhauptgeschäftsführer Norbert Bünten und Otto Schlieckmann. Sie gehen nicht davon aus, dass sie sich im nächsten Jahr stärker auf den regionalen Mittelstand auswirken werde als bisher. Dagegen sprächen auch die überwiegend positiven Ergebnisse der Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer. "Außerdem werden sich die Konjunkturpakete im kommenden Jahr weiterhin positiv auswirken, indem sie bei vielen Betrieben für zusätzliche Aufträge sorgen", sagten Bünten und Schlieckmann. Das lasse hoffen, sowohl in Bezug auf die betriebliche Auslastung im Handwerk als auch im Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen. Wichtig sei vor allem, den privaten Konsum und damit die Auftragslage im Handwerk zu stärken. "Mehr Netto vom Brutto bleibt eine wesentliche Forderung auch im nächsten Jahr", sind sich die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer einig. Die aktuelle Diskussion über einen höheren Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sei daher ein völlig falsches Signal, da durch die Erhöhung der Lohnzusatzkosten die Betriebe wieder zusätzlich belastet werden würden.