Ausbildende Betriebe werden entlastet
Braunschweig/Lüneburg/Stade, 16. Dezember 2009.- In einer außerordentlichen Vollversammlung hat die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade die Einführung eines Sonderbeitrags "Gewerbeförderung" mit 38 Ja-Stimmen und nur einer Gegenstimme beschlossen. Ziel dieses Sonderbeitrags ist es, die Ausbildungskosten für ausbildende Betriebe zu senken. "Es ist ein Solidarsystem, mit dem ausbildende Betriebe entlastet werden und der zukünftige Facharbeiterbedarf im Handwerk unseres Kammerbezirks sicher gestellt werden soll", sagte Kammerpräsident Hans-Georg Sander. Betriebe, die ausbilden könnten, es aber nicht tun, sollten damit angemessen an den Kosten der Ausbildung beteiligt werden, da sie von der Ausbildungsleistung der anderen Betriebe profitierten.
Das Sonderbeitragssystem sieht vor, dass alle Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer, die ausbilden könnten, im Jahr 2010 einen Sonderbeitrag zahlen. Das gilt für rund 21.000 der 28.000 Mitgliedsbetriebe. Das Geld kommt den Betrieben zugute, die im Rahmen der Ausbildung ihrer Lehrlinge einen eigenen Anteil für die Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung zahlen müssen. Dieser Eigenanteil wird vom kommenden Jahr an durch einen Zuschuss aus dem Sonderbeitragsaufkommen reduziert. Je mehr ein Betrieb ausbildet, desto mehr profitiert er also von dem Sonderbeitrag.
Der Solidarbeitrag zur Ausbildungsförderung wird zum 1. Januar 2010 eingeführt. Die Haushaltssatzung der Handwerkskammer wurde in der Vollversammlung entsprechend geändert und neu beschlossen. In drei Jahren soll dieses Beitragssystem hinsichtlich seiner Wirksamkeit noch einmal gründlich überprüft werden. |