|
|
|
home / Aktuelles / Presse / Aktuell aus Braunschweig / 2010 / Juli / Der Anstieg der Beiträge zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung führt zu mehr Schwarzarbeit. (05.07.2010) |
 |
Handwerkskammer kritisiert höhere Lohnzusatzkosten
|
Der Anstieg der
Beiträge zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung führt zu mehr
Schwarzarbeit.
Braunschweig/Lüneburg/Stade,
5. Juli 2010.- Die geplante Anhebung der Krankenkassenbeiträge stößt
beim Handwerk auf deutliche Kritik. "Beim Deutschen Handwerkstag 2005 in
Düsseldorf hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen, die
Lohnzusatzkosten mittelfristig auf 36 bis 37 Prozent zu senken. Jetzt
gehen die Beiträge wieder nach oben und damit genau in die falsche
Richtung", sagen die Hauptgeschäftsführer der
Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Norbert Bünten und Otto Schlieckmann. Stiegen die
Krankenkassenbeiträge, läge der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern je
zur Hälfte finanzierte Gesamtsozialversicherungssatz wieder bei knapp 40
Prozent. Bünten: "Damit werden diejenigen Betriebe bestraft, die
besonders beschäftigungsintensiv sind und die Arbeits- und
Ausbildungsplätze schaffen."
2008 hatte die Handwerkskammer in
einer Umfrage unter ihren Mitgliedsbetrieben festgestellt, dass die
hohen Lohnzusatzkosten für drei Viertel der Handwerksbetriebe das größte
Hindernis für ihre unternehmerische Tätigkeit darstellen – noch vor der
Bürokratie und der Steuerbelastung. Kommt es zu einer Erhöhung der
Lohnzusatzkosten, rechnet der Hauptgeschäftsführer mit
Arbeitsplatzverlusten im Handwerk und einem Anstieg der Schwarzarbeit.
Die Politik fordert er zu nachhaltigen Reformen auf, um die Beiträge
dauerhaft stabil zu halten. "Neben der Krankenversicherung muss auch die
Arbeitslosenversicherung wieder ins Blickfeld rücken. Der Beitragssatz
muss auch im nächsten Jahr bei 2,8 Prozent bleiben, am besten sogar
gesenkt werden", sagt Schlieckmann. Angesichts der deutlich verbesserten
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt plädiert er dafür, die bereits
beschlossene Anhebung des Beitragssatzes der Arbeitslosenversicherung
auf drei Prozent zurückzunehmen. |
 |
|
Navi
Service im Überblick
Social Media
| Suche
Suche:
|