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Optimistisch in die Zukunft
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Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer: Betriebe erwarten eine spürbare Belebung der Geschäfte
Braunschweig/Lüneburg/Stade, 26. April 2010.- Die Konjunkturindikatoren im Handwerk zeigen nach oben: Trotz des besonders harten Winters liegt der Geschäftsklimaindex für das erste Quartal 2010 um zwei Punkte höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, aktuell werden 47 Indexpunkte erreicht, in der Region Braunschweig sind es sogar 52 Punkte. In der Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade beurteilen 70 Prozent der Betriebsinhaber ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend und mit Beginn der wärmeren Jahreszeit steigt das Stimmungsbarometer in den Handwerksbetrieben: 37 Prozent erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage, nur 15 Prozent befürchten eine Eintrübung des Geschäftsklimas.
Die Beschäftigung im Handwerk erwies sich im ersten Quartal als stabil, per Saldo sahen sich nur acht Prozent der Betriebe gezwungen, die Zahl der Mitarbeiter zu verringern, vor einem Jahr war es jeder fünfte Betrieb. Das Handwerk erwartet in den kommenden Monaten eine spürbare Verbesserung der Auftragslage und steigende Umsätze. Vor einem Jahr waren die Handwerksunternehmen noch davon ausgegangen, dass Umsätze und Beschäftigungsentwicklung zurückgehen, nun gehen 40 Prozent von einer Umsatzbelebung aus. Dies könnte in diesem Jahr auch leichte positive Impulse am Arbeitsmarkt bringen.
Erhebliche Unterschiede gab es erneut innerhalb der verschiedenen Gewerke: Während der Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe mit nur 38 Punkten weit unter dem Durchschnitt lag, wurde im Ausbauhandwerk mit 56 Indexpunkten der höchste Wert aller sieben Handwerksgruppen gemessen. Zum einen sind die Unterschiede auf die stärkere Abhängigkeit des Bauhauptgewerbes von der Witterung zurückzuführen, zum anderen profitiert das Ausbauhandwerk stärker von den öffentlichen Aufträgen im Rahmen des Konjunkturpakets II und dem anhaltenden Trend zur energetischen Sanierung. In beiden Gruppen verbesserte sich die Stimmungslage jedoch im Vergleich zum Vorjahr um drei Punkte. Eine Stimmungsaufhellung war auch bei den personenbezogenen Dienstleistungshandwerken und in den Gesundheitshandwerken zu spüren, bei denen mit nur 37 Punkten der insgesamt niedrigste Geschäftsklimaindex gemessen wurde. Die Zulieferer für die Industrie waren zwar erneut von Umsatzrückgängen betroffen, die aber geringer ausfielen als im Vorjahreszeitraum. Verhalten war die Stimmung im ersten Quartal bei den Kfz-Betrieben: das Geschäftsklima lag um vier Punkte unter dem Vorjahresniveau. Wie alle anderen Gruppen auch, blickt das Kfz-Handwerk aber zuversichtlich in die Zukunft und erwartet eine Belebung der Geschäfte.
Am stärksten ist der Optimismus in den Nahrungsmittelhandwerken zu spüren, nachdem das Stimmungsbarometer im ersten Quartal um zehn Punkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen war: 48 Prozent der befragten Betriebe gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus.
"Die Umfrageergebnisse bestätigen unsere Erwartungen", sagte Kammerhauptgeschäftsführer Otto Schlieckmann. Sie zeigten, dass das Handwerk in der Region gut aufgestellt sei und solide wirtschafte.
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