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Herbstkonjunkturumfrage
Die Stimmung im Handwerk der Region bleibt weiterhin gut. Der Geschäftsklimaindex steigt in Braunschweig deutlich über den Stand des Vorjahres.

Braunschweig, 09. Oktober 2009.- Von der Wirtschaftskrise ist in der Region Braunschweig im Handwerk auch weiterhin nicht viel zu spüren: 77 Prozent der Unternehmen, die die Handwerkskammer in ihrer Herbstumfrage befragt hat, beurteilen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das sind deutlich mehr als im letzten Herbst. Der Geschäftsklimaindex steigt damit auf 56 Punkte. Im gesamten Kammerbezirk der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stieg der Geschäftsklimaindex sogar auf 61 Punkte. „Diese positiven Ergebnisse übertreffen die Erwartungen und geben Anlass zu der Hoffnung, dass das Handwerk der Region insgesamt gut durch die Krise kommt“, sagte Otto Schlieckmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Die gute Stimmung wirkte sich auch auf die Beschäftigungssituation aus: 15 Prozent der Betriebe stellten neue Mitarbeiter ein und nur neun Prozent mussten ihre Beschäftigtenzahl reduzieren. Für den kommenden Winter sind die Erwartungen erfahrungsgemäß vorsichtiger, dennoch erwarten zwei Drittel der Betriebsinhaber mindestens befriedigende Ergebnisse.

Unterschiede gibt es in den einzelnen Handwerksbranchen: Am besten wurde die Geschäftslage im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe beurteilt. Die gute Auftragslage ist unter anderem auf die Konjunkturpakete der Bundesregierung zurückzuführen, die viele Aufträge zum Beispiel bei der Sanierung von Schulen gebracht haben. Diese Branchen gehen allerdings für die Zukunft von einem Auftragsrückgang aus. Auch die Nahrungsmittel- und Gesundheitshandwerke sowie die personenbezogenen Dienstleistungshandwerke (u. a. Friseure, Fotografen, Schuhmacher) beurteilten ihre Geschäftslage überwiegend als gut oder befriedigend. Die handwerklichen Zulieferer dagegen klagten über Auftragsrückgänge und damit einhergehende Umsatzeinbußen. Keine Veränderung gab es im Kraftfahrzeughandwerk. Während der Neuwagenverkauf von der Abwrackprämie profitierte, ging das Reparaturgeschäft stark zurück. Im Durchschnitt bleibt die Geschäftslage damit konstant.

Befragt wurden rund 800 Betriebe in den kreisfreien Städten Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg sowie aus den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel.

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