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Innovationsforum 2009
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Handwerkskammer und Fachhochschule feiern 10-jährige Kooperation

Braunschweig, 26.11.2009.- Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften arbeiten seit zehn Jahren erfolgreich zusammen. Aus dieser Kooperation sind verschiedene Projekte hervorgegangen, die im Handwerk zu einem festen Bestandteil des Bildungsangebots geworden sind.
Aus der Erkenntnis, dass viele Studenten eine – oft handwerkliche – Lehre vor ihrem Studium absolviert und damit eine gute Basis für eine spätere Selbstständigkeit im Handwerk haben, entwickelte sich das Projekt "Senior sucht Junior – Hochschulabsolventen übernehmen Handwerksbetriebe". "Das Handwerk bildet seinen Nachwuchs traditionell eher in den eigenen Reihen aus", sagte Hans-Georg Sander, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Durch die demografische Entwicklung habe die Handwerkskammer aber schon früh über den Tellerrand hinausgeblickt und in der Hochschule einen wichtigen Partner für die Rekrutierung von Führungskräften gefunden. "Auch für die Hochschule ist die Handwerkskammer ein wichtiger Partner, weil das Handwerk viele Wege in die Selbstständigkeit bietet", bestätigte Rosemarie Karger, Vizepräsidentin der Ostfalia Hochschule. Ein Ziel der Hochschule sei es, Absolventen zur Selbstständigkeit zu ermutigen. Unterstützt werde dieses Ziel nun auch durch den neuen Lehrstuhl für Existenzgründer, der gleichermaßen an der Ostfalia Hochschule sowie an der Technischen Universität angesiedelt sei.
Eine weitere Erkenntnis war, dass Existenzgründern im Handwerk häufig das nötige betriebswirtschaftliche und rechtliche Wissen fehlt, das für die Betriebsführung wichtig ist. "Existenzgründer haben aber im Normalfall keine Zeit, an ganztägigen Kursen teilzunehmen", sagte Professor Reza Asghari, Leiter des Instituts für Entrepreneurship an der Ostfalia Hochschule. Daher sei mit dem Projekt KMU-Management ein E-Learning-Portal entwickelt worden, über das sich die Teilnehmer die Lernzeit frei einteilen können. "Sie können über das System und über Präsenzveranstaltungen aber jederzeit Kontakt zu den Dozenten aufnehmen", erläuterte Asghari die Vorteile des elektronischen Lernens. Dieses Projekt wurde aktuell um das Thema Arbeiten im Ausland erweitert, weil die Nachfrage von Handwerksbetrieben in diesem Bereich stetig steigt. "KMU-Management International bietet nun einen guten Überblick über alles, was mit Existenzgründung und Betriebsführung – auch im oder mit dem Ausland – zu tun hat", sagte Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer der Handwerkskammer.
Die Kooperation umfasst darüber hinaus auch die beiden dualen Studiengänge Technische Gebäudeausrüstung und Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund. "Dadurch wurde der Technologietransfer zwischen dem Handwerk und der Hochschule erheblich intensiviert", so Sudmeyer.
Abschließend bekräftigten die Hochschule und die Handwerkskammer ihre Kooperation und wollen auch in Zukunft zu einer besseren Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung beitragen. "Meister können in Niedersachsen bereits studieren. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", so Sander.
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