Braunschweig, 1. Juli 2009.- "Die Konjunktur hat in unserer Region noch nicht an Schwung verloren, sodass die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ungebrochen ist", erklärte Hauptgeschäftsführer Otto Schlieckmann diese Zwischenbilanz. Viele Betriebe hätten sich außerdem darauf eingestellt, dass es in den letzten Jahren schwierig gewesen sei, qualifizierte Bewerber zu finden. „Sie machen sich daher früher auf die Suche nach ihren künftigen Auszubildenden“, so Schlieckmann weiter.
Das größte Plus gab es in Wolfsburg mit 57 Prozent, gefolgt vom Kreis Peine mit 42 Prozent, dem Kreis Salzgitter mit 18 und Braunschweig mit elf Prozent. Rückgänge verzeichneten die Kreise Helmstedt (minus 21 Prozent) und Goslar (minus 16 Prozent). Keine Veränderungen gab es im Kreis Wolfenbüttel. Im gesamten Kammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade liegt die Zahl der neuen Lehrstellen bei 2310 und damit knapp vier Prozent über dem Vorjahr.
Auch einen Monat vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Handwerk noch Lehrstellen offen. Bedarf an zusätzlichen Bewerbern melden vor allem die Betriebe im Elektro- und Metallbereich, wo Ausbildungsplätze wegen der unzureichenden schulischen Qualifikation vieler Bewerber bislang nicht besetzt werden konnten, sowie im Nahrungsmittel- und Friseurhandwerk. Aber auch in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche werden noch gute Lehrlinge für den Beruf des Anlagenmechanikers gesucht.