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home / Aktuelles / Presse / PresseBraunschweig / Aktuell aus Braunschweig / Januar / Nicht nur bei Haushaltshilfen ist Schwarzarbeit stark verbreitet (14.01.2009)
Steuerbonus statt Schwarzarbeit
Braunschweig, 14. Januar 2009. – Nicht nur bei Haushaltshilfen ist Schwarzarbeit stark verbreitet – auch im Handwerk wird unverändert an der Steuer vorbei gearbeitet. Die Erhöhung des Steuerbonus für Handwerksleistungen soll dagegen wirken. 

Ob beim Tapezieren, Mauern oder Fliesenlegen – die
meiste Schwarzarbeit findet unverändert im Handwerk statt. „Etwa 38 Prozent aller Schwarzarbeiten werden dort ausgeführt, und zwar vor allem im Baubereich“, erläutert Otto Schlieckmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Dabei wird, wer auf legale Beschäftigung setzt, seit Jahresbeginn vom Staat stärker belohnt. Denn seit dem 1. Januar kann sich jeder Haushalt bis zu 1200 Euro von der Steuer zurückholen.  

Der Linzer Schwarzarbeits-Experte Professor Friedrich Schneider schätzt, dass dadurch die Schwarzarbeit in Deutschland um mindestens fünf Milliarden Euro verringert werden könne. Schon die erste im Jahr 2006 eingeführte Steuererleichterung auf Handwerksarbeiten habe sich positiv ausgewirkt und zu einem Rückgang bei der Schwarzarbeit geführt.

„Wir haben lange für die Erhöhung des Steuerbonus gekämpft, um dadurch die Konjunktur im Handwerk zusätzlich anzukurbeln und die Schwarzarbeit einzudämmen“, sagte Schlieckmann. Allerdings setze der Erfolg des Steuerbonus auch ein Umdenken in der Bevölkerung voraus. Denn noch immer gelte bei den meisten die Schwarzarbeit als Kavaliersdelikt. „Dabei gehen dem Staat und den Sozialversicherungsträgern durch die Schwarzarbeit nach Schätzungen 20 bis 30 Milliarden Euro jährlich verloren“, betonte Schlieckmann.

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