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Vollversammlung beschließt Imagekampagne

   

Mit einer bundesweiten Kampagne will das Handwerk seine Bedeutung als Wirtschaftsmacht herausstellen. Die Vollversammlung der Handwerkskammer hat sich für eine Beteiligung an dem Vorhaben ausgesprochen.

Braunschweig/Lüneburg/Stade, 19. August 2009.- „Die Imagekampagne wird das Bild des Handwerks in der Öffentlichkeit nachhaltig beeinflussen. Und dieses Bild wird ein sehr positives sein“, sagte Rolf Schneider, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, am Mittwoch in Stade. Die unter der Federführung des Zentralverbands geplante Kampagne soll bewirken, dass das Handwerk als wichtige Wirtschaftsmacht stärker wahrgenommen wird und mehr Jugendliche sich für eine Ausbildung in diesem Wirtschaftsbereich interessieren. “Wir wissen, dass wir gut sind. Bald werden es auch die anderen wissen“, zeigte sich Schneider überzeugt. Umgesetzt wird die auf fünf Jahre angelegte bundesweite Kampagne von der renommierten Agentur Scholz & Friends. Startschuss ist im Januar 2010.

Positiv waren auch die Nachrichten über die konjunkturelle Situation im Handwerk. „Die konjunkturelle Lage im Handwerk war in den vergangenen Monaten robuster als in anderen Wirtschaftsbereichen“, berichtete Schneider. Zwar seien auch im Handwerk Auftragsrückgänge und Umsatzeinbußen festzustellen. Trotzdem würden über 70 Prozent der Betriebsinhaber im Handwerk ihre Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“ einschätzen. Die Konjunkturpakete, die Aufstockung der Fördermittel im Gebäudesanierungsprogramm und die Verdoppelung des Steuerbonus auf Handwerksleistungen hätten zu mehr Aufträgen im Handwerk geführt. Nun gelte es aber, diese Situation zu stabilisieren.

Von der neuen Bundesregierung erwartet Schneider daher eine stärkere Ausrichtung der Politik auf die Belange der kleinen und mittleren Betriebe. „Wir brauchen eine Rückbesinnung auf die wahren Leistungsträger der Gesellschaft“, forderte der Kammerpräsident. Steuererhöhungen jeglicher Art seien dafür ganz sicher nicht das richtige Signal. 

Über den Stand der Fusion berichteten die Hauptgeschäftsführer der Kammer, Norbert Bünten und Otto Schlieckmann. So habe der Zusammenschluss der beiden Kammern bereits im ersten halben Jahr zu Synergieeffekten geführt: Die Ausbildung der IT-Lehrlinge sei auf den Standort Braunschweig konzentriert worden, im Gegenzug dazu fände die Landmaschinenmechanikerausbildung der Braunschweiger Lehrlinge jetzt in Lüneburg statt. Außerdem sei begonnen worden, die Gifhorner Lehrlinge aufgrund der kürzeren Entfernungen überwiegend in Braunschweig zu schulen. „Durch die Konzentration besonders aufwändiger Lehrgänge an einzelnen Standorten können langfristig Einspareffekte zugunsten der Mitgliedsbetriebe realisiert werden“, erklärte Bünten. Die Kammer befände sich hier auf einem guten Weg.


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