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Kampagne startet im Januar 2010
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Handwerk ist High Tech - und keiner merkt es: Eine umfassende Imagekampagne soll das ab 2010 ändern.
Einen
guten Ruf hat das Handwerk – aber zu wenige Deutsche wissen, dass die
Handwerksberufe längst in der Zukunft angekommen sind. Ab Januar 2010
wird sich das Handwerk daher mit einer aufwändigen Imagekampagne neu
positionieren. Im Internet, auf Plakaten und Veranstaltungen sowie in
Tageszeitungen und einem Kino- und Fernsehspot werden Vielfalt und
Bedeutung der handwerklichen Berufe für unser Alltagsleben dargestellt.
Insbesondere jungen Menschen soll die Kampagne vermitteln: Dieser
Wirtschaftszweig ist zeitgemäß und viel moderner als du glaubst. Zudem wird stets daran erinnert, welch starker Motor für die deutsche Wirtschaft die fast 1 Million Handwerksbetriebe sind.
Eine
repräsentative Forsa-Umfrage hat im Jahr 2008 ergeben, dass viele
Deutsche die Bedeutung und Attraktivität des Handwerks unterschätzen.
Insbesondere die jungen Befragten beurteilten dabei den
Wirtschaftszweig kritischer als ältere Bürger. Während beispielsweise
80 Prozent der über 60-Jährigen das Handwerk als „sympathisch“
bezeichneten, lag der Wert bei den 14- bis 18-Jährigen bei 56 Prozent.
Für die meisten Branchen wäre dies ein Traumergebnis – mit dem sich die
Handwerksorganisationen aber nicht zufrieden geben wollen. Schließlich
steht viel auf dem Spiel. Das traditionell hohe Ansehen beschert dem
Handwerk nicht nur qualifizierten Nachwuchs, sondern verschafft auch
politisches Gewicht. Um dies zu bewahren, reagierte der Deutsche
Handwerkskammertag (DHKT) umgehend auf das Forsa-Ergebnis und
initiierte eine neue Imagekampagne. Sie soll das Handwerk als das
zeigen, was es ist: ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – modern,
innovativ, facettenreich.
Entwickelt wurde die Kampagne von der
Berliner Kommunikationsagentur Scholz & Friends, die für ihre
Arbeiten in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet wurde. „Wir freuen uns, dass wir die starke Marke
Handwerk in den nächsten Jahren begleiten und weiterentwickeln dürfen.
Wir wollen auf kreative Art und Weise deutlich machen, dass eine Welt
ohne Handwerk nicht vorstellbar ist“, sagte Dominik Thesing,
Geschäftsführer bei Scholz & Friends.
Ziel der Kampagne ist
es, das nicht mehr zeitgemäße Bild vom Handwerk an die Realität des
modernen Wirtschaftszweigs anzupassen. Vom Augenoptiker bis hin zur
Zweiradmechanikerin: Die Kampagne soll die Vielfalt des Handwerks
bekannt machen. Vor allem aber soll sie Jugendlichen die Realität im
Handwerk nahebringen und sie für die Individualität der Produkte und
Dienstleistungen begeistern.
Um das zu erreichen, leistet die
Kampagne auch Aufklärungsarbeit – und informiert darüber, wie viel
Hightech im Handwerk und wie viel Handwerk in Hightechprodukten steckt.
Der Werbeslogan, der das Anliegen der Kampagne auf den Punkt bringt,
ist noch geheim. Er soll jedoch den Aspekt der ökonomischen
Leistungsfähigkeit mit einer weiteren wichtigen Eigenschaft des
Handwerks verbinden: der Nähe zu den Kunden.
Ein weiteres Ziel
der Kampagne ist es, bei Handwerkern den Stolz auf ihren Beruf zu
stärken und ein neues Wir-Gefühl über alle Branchen hinweg zu schaffen.
Die Imagekampagne bietet daher von Beginn an allen anderen
Handwerks-Kampagnen die Möglichkeit zur inhaltlichen und
gestalterischen Verzahnung. So kann beispielsweise das Logo in die
Werbemittel von bestehenden Handwerkskampagnen integriert werden. Der
Zusammenhalt zwischen den unterschiedlichen Organisationen und
Institutionen wird ebenso gestärkt wie die Marke Handwerk selber.
Zum
Auftakt der Kampagne wird ein Fernseh- und Kinospot zu sehen sein, der
deutlich macht, welche bedeutende Rolle das Handwerk für unsere moderne
Gesellschaft spielt. Dabei geht der Film der Frage nach: Wie sähe
unsere Welt ohne Handwerk aus? Zudem gelangen Werbemotive und
Informationen auf großflächigen Plakaten sowie in Zeitungen und
Zeitschriften in die Öffentlichkeit. Jugendliche werden auch gezielt im
Leitmedium ihrer Generation angesprochen. Im Internet sollen die
Inhalte der Kampagne vertieft werden – von der sachlichen
Informationsvermittlung bis hin zu spielerischen Elementen.
10.09.09 |
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